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Alte Birnensorten: 15 beliebte Sorten

Viele alte Birnensorten lassen sich problemlos im Garten anbauen. Zudem sind sie geschmackvoller als viele moderne Züchtungen.

alte Birnensorten
Ein Klassiker unter den Birnensorten: Conference – © Nymphalyda / stock.adobe.com

Darum sollte man alte Birnensorten nicht vergessen

In der heutigen Zeit achten viele Landwirte auf eine möglichst ertragreiche Ernte, die sich leicht lagern lässt. Dazu kommt die Weiterentwicklung der Sorten aufgrund der Pflanzenkrankheiten, die man bei den neueren Sorten möglichst vermeiden möchte.

Leider geht im Zuge dieser Entwicklung oftmals der Geschmack der Früchte verloren. Alte Birnensorten lassen sich nicht nur leicht im eignen Garten anbauen, sie besitzen häufig auch einen besseren Geschmack. Der Abwechslungsreichtum der althergebrachten Früchte überzeugt.

Wer sie selbst zu Hause anbauen möchte, sollte allerdings auf Dinge wie

  • Klima
  • Lage des Anbaus
  • Boden und Nährstoffgehalt

achten. Alte Birnensorten sind diesbezüglich, je nach Sorte, ein wenig anspruchsvoll. Typische Krankheiten sind zum Beispiel der Birnengitterrost und der Feuerbrand. Letztere Krankheit ist sogar meldepflichtig. Außerdem neigen manche Birnenbäume dazu, Schorf zu entwickeln. Trotzdem gibt es einige alte Sorten, deren Anbau sich im Garten lohnt.

Die 15 besten alten Birnensorten

Selbstverständlich gibt es mehr als 15 alte Birnensorten. Wir nennen jedoch die besten und erläutern, was sie ausmacht.

Birnensorte Erläuterung
Lübecker Prinzessinbirne Erstmals angebaut zur Mitte des 19. Jahrhunderts, ist sie heute sehr verbreitet im Lübecker Raum. Die Bäume sind sehr ertragreich, die Birnen überzeugen mit ihrem Duft.
Grüne Jagdbirne Ihr anderer Name ist „Metzer Bratbirne“. Ihre Wurzeln sind bis ins Jahr 1883 zurück zu verfolgen. Hierbei handelt es sich um eine Birne, die hauptsächlich zur Herstellung von Most genutzt wird. Der Baum liefert hohe Erträge.
Großer Französischer Katzenkopf Eine Dörrbirne aus Frankreich, die erstmals um 1668 angebaut wurde. Sie wird hauptsächlich zum Kochen und Mosten eingesetzt. Ihr Geschmack ist sehr reichhaltig.
Langstielerin Diese alte Birnensorte stammt aus Deutschland und wird seit 1598 kultiviert. Ihre Früchte sind klein und zahlreich. Dazu ist sie sehr anspruchslos, was ihren Standort angeht.
Karcherbirne Eine Birne, die ursprünglich zufällig zur Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Die Bäume sind sehr robust. Die Birnen nehmen zum Herbst hin eine rötliche Farbe an.
Sommerblutbirne Diese Sorte ist besonders alt und ihre Gattung geht bis ins Jahr 1675 zurück. Die Bäume sind anspruchslos, liefern einen hohen Ertrag. Ursprünglich stammt sie aus Frankreich. Prägnant: Ihr Fruchtfleisch ist rot eingefärbt.
Herzogin Elsa Eine geschmacklich gute Tafelbirne, die ab 1879 gezüchtet wurde. Wenn man gerne Birnen einkocht, eignet sie sich perfekt. Ebenso nutzen sie viele Bauern, um Saft herzustellen. Bezüglich des Standorts ist sie anspruchslos. Wichtig: Um ein Vergreisen zu vermeiden, muss sie regelmäßig beschnitten, beziehungsweise verjüngt werden.
Bayerische Weinbirne Geschichtlich wurde sie erstmals 1906 erwähnt und ist heute besonders in den südlichen Bereichen Deutschlands verbreitet. Ihre Bäume liefern einen hohen Ertrag. Ideal ist sie zum Dörren und Mosten geeignet, wobei sich ihr süßer und saftiger Geschmack als Vorteil erweist. Sie benötigt jedoch ein wärmeres Klima zum Wachsen.
Clapps Liebling Ursprünglich stammt sie aus den USA, wo sie erstmals um 1860 angebaut wurde. Die Bäume liefern viele Früchte, die idealerweise in einem halbreifen Zustand geerntet werden. Nach einer kurzen Lagerung sind sie sehr schmackhaft.
Gellerts Butterbirne Sie kommt aus Frankreich und wurde etwa 1820 zum ersten Mal gezüchtet. Viele nutzen Sie in der Küche zum Einkochen und Dörren. Sie besitzen einen hohen Saftgehalt und sind perfekt für den Anbau auf Streuobstwiesen geeignet.
Petersbirne Ihr Ursprung führt bis zum Jahr 1794 zurück, sie stammt aus Deutschland. Sie erlangte einen besonders hohen Bekanntheitsgrad innerhalb von Sachsen und Thüringen und ist dank sehr anpassungsfähiger Bäume leicht anzubauen.
Gute Graue Ein weiterer Birnbaum, der auf der Streuobstwiese gut gedeiht. Sie stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde im 18. Jahrhundert nach Deutschland gebracht. Die Früchte sind köstlich, die Bäume wachsen allerdings sehr ausladend und hoch. Dafür können sie ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen. Frost vertragen sie gut und sind auch relativ unanfällig für Krankheiten oder einen Schädlingsbefall.
Kirchensaller Mostbirne 1910 mehr aus Zufall gezüchtet, liefert diese Birnensorte schöne Früchte. Die Bäume sind sehr robust und daher leicht anzubauen.
Conference Ein Klassiker unter den Birnensorten, die im Handel seit etwa 1894 erhältlich ist. Sie stammt ursprünglich aus England und ist relativ bekannt.
Vereinsdechantsbirne Eine Sorte, die im Herbst viele Früchte abwirft. Die Birne wurde um etwa 1865 entwickelt und ist besonders etwas für Feinschmecker. Die Bäume liefern nur einen geringen Ertrag und sind etwas für wahre Liebhaber. Ernten kann man ab Ende Oktober. Die Bäume bevorzugen außerdem ein wärmeres Klima.

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