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Australischer Teebaum Pflege – Tipps für die Kübelhaltung

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Der Australische Teebaum ist in seiner Heimat andere Lebensräume gewohnt. Wer die Pflanze hier im Kübel halten will, sollte ein paar Pflegehinweise beachten.

Australischer Teebaum Pflege
© Melastmohican – Fotolia.com

Da die Aufzucht eines australischen Teebaumes nicht unbedingt die einfachste ist und das Myrtengewächs mit botanischer Bezeichnung Melaleuca Alternifolia nur selten als Jungpflanze gekauft werden kann, ist es besonders wichtig, die richtige Pflege des Gewächses vorzunehmen. Um dies zu können, muss man allerdings erst über die Vorlieben der Pflanze Bescheid wissen und herausfinden, was ihr gar nicht gut tut. Wie anspruchsvoll ist der Australische Teebaum, dessen Teebaumöl hochwirksam ist, also wirklich?

Wissenswertes zur Art des Gewächses

Um die Vorlieben und richtigen Pflegearten des Australischen Teebaums etwas besser zu verstehen, sollte man über dessen natürliche Lebensräume Bescheid wissen. So ist der Australische Teebaum natürlich wachsend nur in Australien und Tasmanien vorzufinden, wo er überwiegend in Sumpfgebieten oder feuchten Gegenden vorkommt. Erst, nachdem James Cook die Pflanze entdeckte und deren Blätter zum Aufbrühen von Tee benutzte, fand sie auch in anderen Teilen der Welt begeisterte Anhänger.

Bedenkt man ihren natürlichen Lebensraum, wird klar, dass die Pflanze nicht nur viel Sonne benötigt, sondern auch viel Feuchtigkeit. Aus diesem Grund ist bei der Pflege unbedingt immer darauf zu achten, dass die Wurzel des australischen Teebaumes nicht austrocknet – dies würde das Absterben des Gewächses bedeuten.

  • der Strauch des australischen Teebaumes ist immergrün
  • der Strauch entwickelt zur Mitte des Jahres weiße Blüten
  • mehrjähriges Gewächs
  • wird bis zu sieben Meter groß
  • je älter das Gewächs, desto fester wirkt dessen Stamm

Wichtiges rund um die Pflege des Australischen Teebaums

Die Pflege einer Pflanze umfasst nicht nur das regelmäßige Bewässern, sondern weitaus mehr Dinge, die regelmäßig beachtet und durchgeführt werden wollen, wenn man seine Pflanze gesund und langlebig halten will. Beachtet man die nachfolgenden Pflege-Details zum australischen Teebaum, kann man so gut wie nichts falsch machen. Geeignet ist der australische Teebaum wegen seiner Ansprüche und Empfindlichkeit bei der Aufzucht vor allem für alle, die einen grünen Daumen haben.

❍ Australischen Teebaum überwintern

Zunächst einmal sollte klar sein, dass der australische Teebaum trotz seines Wachstums in den Kübel gehört, um als Zierpflanze aufgezogen zu werden. Das liegt daran, dass er nicht winterfest ist und Temperaturen unter einem Grad Celsius absolut nicht standhalten kann. Das bedeutet, dass er, sobald es kühler wird, in die eigenen Räumlichkeiten geholt werden sollte. Dort wird er bestenfalls an einem lichtdurchfluteten Ort nahe an großen Fenstern aufgestellt, damit er regelmäßig gelüftet werden kann. Je sonniger und wärmer der Raum ist, desto mehr sollte der australische Teebaum beim Überwintern im Zuhause gegossen werden. Wichtig ist jedoch, dass dabei keine Staunässe entsteht.

❍ Der ideale Standort während wärmeren Jahreszeiten

Weil es sich bei dem Australischen Teebaum um eine Zierpflanze handelt, die in unseren Klimazonen im Kübel gehalten wird, reicht der Platz auf einem Balkon oder der Terrasse vollkommen aus, um die Pflanze gut unterzubringen. Wichtig ist nur, dass der Australische Teebaum dort aufgestellt wird, wo es sehr sonnig ist, aber Wind ihm nicht viel anhaben kann. Der Untergrund sollte Wasser abfließen lassen können, um Staunässe zu vermeiden und den Teebaum nicht für Krankheiten anfällig zu machen.

❍ Australischen Teebaum richtig gießen

Feuchtigkeit ist für den australischen Teebaum besonders zu wärmeren Temperaturen von hoher Bedeutung – das häufige Gießen dieser Pflanze ist deshalb von Frühjahr bis Herbst ein absolutes Muss. Dabei ist zu beachten, dass das Wasser, das zum Gießen verwendet wird, kalkarm ist. Am besten wird Regenwasser verwendet, alternativ lässt sich enthärtetes Wasser einsetzen. Allgemein bevorzugt der australische Teebaum einen pH-Wert von 5-6. Was den richtigen Boden, beziehungsweise das richtige Substrat zum Halten des Teebaumes in einem Kübel betrifft, sollte dieser möglichst nährstoffreich und kalkarm sein – geeignet sind beispielsweise Rhododendron-Substrate.

❍ Australischen Teebaum richtig düngen

Wenn das australische Gewächs ein nährstoffreiches Substrat als Lebensraum erhält, muss man bei der Pflege in Sachen Düngen eigentlich nicht allzu viel beachten. Wer seiner Pflanze etwas Gutes tun möchte, kann diesem eine Art Dünger-Kur verpassen: Diese sollte am besten zwischen Frühling und Herbst stattfinden und 14 Tage lang durchgeführt werden. Jeder herkömmliche Pflanzendünger für Kübelpflanzen eignet sich für diese Dünger-Kur, zu beachten ist dabei nur, dass der Dünger wenig Phosphat und Stickstoff enthält.

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Im Prinzip kann man bei der Pflege des Australischen Teebaumes den ein oder anderen Fehler ohne schlechtes Gewissen hinter sich lassen, denn selbst mit seinen höheren Ansprüchen erweist sich das Gewächs nach erfolgreicher Aufzucht als robustes und langlebiges Gewächs. Wichtig ist nur, dass die Wurzel wirklich niemals austrocknen darf.

❍ Australischen Teebaum richtig schneiden

Da der Australische Teebaum eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen und auch im Kübel dicht und buschig wachsen kann, sieht man nach der erfolgreichen Aufzuchtphase recht schnell. Das ist aber kein Problem, da der Australische Teebaum sich ohne Probleme kürzen und in Form bringen lässt. So lange die Wurzel intakt und gesund ist und auch der Baum kräftig genug wirkt, lässt sich der Baum praktisch beliebig schneiden. Lediglich Jungpflanzen der Art sollte man noch verschonen, da sie anfangs noch nicht genug Stärke im Stamm gebildet haben. Wer mehr Triebe erreichen will, sollte nach dem Erblühen des Gewächses direkt hinter den verwelkten Blüten einen Schnitt machen – so wächst der Baum dichter, ideal, um rund geschnitten zu werden und eine kompaktere Form zu wahren.

Das Wichtigste zur Pflege des Australischen Teebaums in Kürze

  • liebt viel Sonne und Feuchtigkeit
  • Staunässe verhindern
  • kalkarmes Wasser zum Gießen verwenden
  • nicht winterfest
  • einmal jährlich düngen
  • nährstoffreiche Böden werden bevorzugt
  • die Wurzel darf keinesfalls austrocknen

Da der Australische Teebaum schnell und reichlich wächst, ist es außerdem von großer Bedeutung, diesen regelmäßig umzutopfen und etwas mehr Lebensraum zu bieten – das hierfür verwendete Substrat sollte unbedingt frisch und nicht schon einmal verwendet worden sein, da der Teebaum sonst für Krankheiten anfälliger sein könnte. Hierbei lässt sich auch regelmäßig prüfen, ob dessen Wurzeln Beschädigungen zeigen – ist dies der Fall, kann man sie mit einem scharfen Messer an den betroffenen Stellen zurückschneiden. Bei jedem Umtopfen sollte auch eine Schicht Kies in den Kübelboden mit eingebracht werden, um Staunässe zu vermeiden. Ein klares Zeichen dafür, dass die Pflanze wieder umgetopft werden muss ist, wenn die Wurzel bereits aus den Wasserablässen des Kübels hinauswächst.


Foto1: © Melastmohican - Fotolia.com

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