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Bärlauch pflanzen – Standort, Pflege & Kombinationsmöglichkeiten

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Bärlauch ist als leckerer Wald-Knoblauch bekannt. Kaum jemand weiß, dass man ihn auch ganz einfach im Garten anpflanzen kann. Dabei gilt es jedoch die besonderen Standortbedingungen zu beachten.

Bärlauch pflanzen - Standort, Pflege & Kombinationsmöglichkeiten
© Birgit Brandlhuber – Fotolia.com

Bärlauch ist vor allem für seine vielen gesunden Inhaltsstoffe bekannt. Das duftende Kraut, welches tatsächlich in Anlehnung an die Vorliebe von Bären für Bärlauch benannt wurde, enthält zum Beispiel viel Vitamin C. Dabei kommt Bärlauch nicht nur wild in der freien Natur vor, sondern lässt sich auch im Garten wunderbar anpflanzen. Wie jedes andere Kraut auch, stellt Bärlauch dabei gewissen Anforderungen an seine Umgebung.

Der richtige Standort für Bärlauch

Halbschatten sowie ein leicht feuchter, humoser Boden zeichnen den perfekten Standort für Bärlauch aus. Da Bärlauch Schatten liebt, kann das Kraut wunderbar unter Sträuchern angepflanzt werden, mit denen es sich den verfügbaren Platz gerne teilt. Allerdings ist die Pflanze ein Ausreißer und verbreitet sich im Garten schnell wie Unkraut.

Wer seinen kompletten Garten in Zukunft nicht mit Bärlauch besiedelt sehen möchte, sollte der Pflanze daher ein Beet zuordnen, aus dem sie nicht so einfach ausbrechen kann. Eine Begrenzung mit Brettern oder Steinplatten, die am Rand des Beetes senkrecht in die Erde eingegraben wurden, ist daher zu empfehlen.

Wer Bärlauch in einem Pflanzkübel oder auf dem Balkon kultivieren möchte, sollte für Bodenbedingungen sorgen, die denen eines Naturstandorts ähneln. Da es sich um eine Waldpflanze handelt, sind ein humoser Boden und ein halbschattiger Standort auch beim Anpflanzen auf Terrasse oder Balkon entscheidend. Während andere Arten von Lauch keine feuchten Böden vertragen, ist dies für Bärlauch kein Problem. Allerdings muss es sich um einen Boden mit einer ausreichenden Durchlässigkeit handeln.

Obwohl es das Kraut gerne warm mag, ist eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Die Verwendung einer Schicht von Mulch, die entweder aus reifem Kompost oder Herbstlaub bestehen kann, begrüßt das Wildkraut ebenso. Sofern es sich von Natur aus um einen eher sauren Boden handelt, ist es sinnvoll, diesen in regelmäßigen Abständen zu kalken.

Samen oder Pflanzen anpflanzen?

Wer Bärlauch im eigenen Garten anpflanzen möchte, sollte besser auf fertige Pflanzen zurückgreifen. Immerhin kann es zwischen 14 Monaten und bis zu zwei Jahren dauern, bis die Samen des Bärlauchs endlich zur vollständigen Pflanze werden. Das dauert vielen Hobbygärtnern einfach viel zu lange, so dass sich eine fertige Bärlauch-Pflanze als nicht so zeitintensive Alternative zum Anpflanzen des Krauts im eigenen Garten anbietet.

Dennoch besteht durchaus die Möglichkeit, Bärlauch auf Wunsch im eigenen Garten auszusäen und sich dann über ein Jahr später von der Pflanze überraschen zu lassen. Bärlauch-Pflanzen sind in jedem gut sortierten Gartencenter als Zwiebelblumen, die schon fast vollständig entwickelt sind, erhältlich.

Bärlauch-Pflanzen direkt einpflanzen

Wer sich nun für eine Bärlauch-Pflanze anstatt den aufwendigen Anbau mit Samen entschieden hat, sollte die folgenden Pflanztipps unbedingt beherzigen:

  • Pflanztiefe von circa zehn Zentimetern berücksichtigen
  • Pflanzabstand von rund 15 bis 30 Zentimetern einhalten
  • frische Bärlauch-Zwiebeln können auch im Herbst in die Erde gebracht haben (dann bitte eine Pflanztiefe von sieben Zentimetern wählen)

Im Anschluss an das Anpflanzen sollte der Frühblüher gut angegossen werden. Während der Wachstumsphase ist ein Boden, der stets feucht ist, ausgesprochen wichtig, damit das Kraut wie gewünscht gedeihen kann. Es gilt den Bärlauch über mehrere Wochen hinweg ausreichend zu wässern, da die Pflanze sonst nicht an ihrem neuen Standort anwachsen kann.

Ist der Bärlauch im Garten oder in der Pflanzschale erst einmal angewachsen, braucht er nicht mehr ganz so viel Feuchtigkeit wie am Anfang. Im Übrigen kommt Bärlauch meist erst nach drei bis vier Jahren so richtig in Fahrt und vermehrt sich im Laufe der Jahre stetig. Dabei reichen schon drei Pflanzen vollkommen aus, um ein Bärlauch-Beet anzulegen. Sofern die idealen Standortbedingungen erfüllt sind, legt Bärlauch schließlich ein beachtliches Wachstum hin. Auch mit wenigen Pflanzen ist eine reiche Ernte möglich.

Wann kann Bärlauch angepflanzt werden?

Grundsätzlich lässt sich Bärlauch das ganze Jahr über anpflanzen. Die einzige Ausnahme bilden Zeiten von Bodenfrost. Wenn der Boden gefroren ist, sollte die sehr robuste und widerstandsfähige Pflanze besser nicht in die Erde eingesetzt werden.

Bärlauch pflegen

Ebenso unkompliziert wie das Anpflanzen von Bärlauch gestaltet sich auch die Pflege der Pflanzen. Denn das Kraut ist nicht sonderlich pflegeintensiv. Viel Wasser braucht das Wildkraut nicht, so dass sich die Bewässerung der Gartenpflanze vornehmlich auf die Anwachsphase und mögliche Trockenperioden konzentrieren sollte. Im Herbst kann Laub zum Mulchen der Beete verwendet werden, wobei eine dünne Schicht völlig ausreichend ist. Das erhöht den Humusgehalt des Bodens, so dass für die Standortbedingungen gesorgt wird, welche Bärlauch ausdrücklich bevorzugt.

Bärlauch im Garten pflanzen – wichtige Hinweise

Wer Bärlauch im Garten anpflanzt, sollte wissen, dass es sich dabei zwar um eine sehr aromatische Pflanze, aber auch um ein wenig dekoratives Kraut handelt. Oberhalb der Erde ist Bärlauch nur für wenige Monate, meist von Mai bis Juni, zu sehen, so dass unter den Sträuchern, Bäumen und Büschen, wo der Bärlauch einst angepflanzt wurde, das restliche Jahr über eine deutliche Lücke entsteht. Solche kahlen Stellen möchten die meisten Hobbygärtner vermeiden. Daher ist es sinnvoll, Bärlauch mit anderen Pflanzen zu kombinieren, welche die Lücke nach dem Abblühen des Krauts füllen. Diese Pflanzen bieten sich an:


Foto1: © Birgit Brandlhuber - Fotolia.com

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