Gartengestaltung Gartenhäuser & Gerätehäuser

Belüftung im Gartenhaus – Möglichkeiten und Gründe für ausreichend Frischluftzufuhr

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Wenn Sie Ihr Gartenhaus öffnen, kommen Ihnen schlechte Gerüche entgegen? Dann sollten Sie dringend handeln. Das ist schließlich ein Zeichen dafür, dass Sie falsch lüften.

Belüftung im Gartenhaus
© A. Schebaum – Fotolia.com

Ein Gartenhaus ist weitaus mehr als nur ein Abstellraum für Gartengeräte, Fahrräder und Co. Hier können Sie es sich auch richtig gemütlich machen, feiern und sogar übernachten. Vorausgesetzt Sie beachten ein paar wichtige Punkte. Denn nur, wenn Sie das Gartenhaus richtig belüften, werden Sie lange Freude daran haben. Wer hier nicht aufpasst, kann sonst schnell eine unangenehme Überraschung erleben.

Der größte Feind im Gartenhaus: Feuchtigkeit

Wer im Frühjahr die Türen des Gartenhäuschens öffnet, dem stockt meist der Atem. Denn aufsteigende Feuchtigkeit schafft während des Winters ein muffiges Raumklima im Gartenhaus. Und als wenn das nicht schon reichen würde, zieht die Feuchtigkeit auch noch alles, was in dem Gartenhaus aufbewahrt wird, in Mitleidenschaft. Natürlich bleibt aber auch das Gartenhaus selbst nicht verschont. Denn wer es während der kalten und nassen Jahreszeit nicht richtig lüftet, muss sich über Schimmelbefall, unschöne Verfärbungen und Feuchtigkeitsschäden nicht wundern. Dabei ist es eigentlich gar nicht mal so schwer das Gartenhaus richtig zu belüften und es so vor Feuchtigkeitsschäden und Co. zu schützen.

So lässt sich ein Gartenhaus belüften

❶ Fenster/Türen öffnen:

Dachluke
© kolotype – Fotolia.com

Lüften ist einfach das A und O in einem Gartenhaus. Egal, ob Sie es als Wohn- oder Hobbyraum nutzen oder nur Gartengeräte und -möbel darin verstauen. Also kümmern Sie sich darum und lüften Sie das Gartenhaus regelmäßig. Sollten Sie sich mehrere Stunden darin aufhalten, weil Sie darin z.B. Ihrem Hobby nachgehen, dann sollten Sie jede Stunde circa 10 Minuten lang Stoßlüften. Dabei sollten Sie alle Fenster und Türen komplett öffnen, damit zügig ein Luftaustausch stattfinden kann, ohne dass dabei viel von der Wärme verloren geht. Dieses Stoßlüften ist wichtig, denn Sie glauben gar nicht, wie viel Feuchtigkeit ein Mensch durch Atmen und Schwitzen produziert.

Sollten Sie das Gartenhaus als Lager für Gartengeräte, -möbel und Co. verwenden, dann reicht es aus, wenn Sie circa dreimal pro Woche Stoßlüften. Wichtig ist, dass Sie die Geräte und Möbel nicht zu dicht an die Wände des Gartenhäuschens stellen, damit diese auch gut belüftet werden können.

Wenn Ihr Garten(geräte)haus lediglich über eine Tür verfügt, sollten Sie über den nachträglichen Einbau von einer Dachluke nachdenken. So können Sie das Gartenhaus lüften, ohne Angst haben zu müssen, dass dort jemand hineingeht und vielleicht sogar noch etwas stiehlt. Obendrein sorgt eine Dachluke gleich auch noch für viel mehr Licht im Gartenhaus. Das Beste ist aber, dass der Einbau relativ einfach ist. Eine Anleitung dafür habe ich zum Beispiel auf www.dachfensterdirekt.de gefunden. Hier wird Ihnen der Einbau Schritt für Schritt erklärt.

Ich habe auf www.co2online.de noch einen interessanten Beitrag zum Thema „Richtig Lüften“ gefunden. Darin erfahren Sie unter anderem auch, warum Stoßlüften besser ist als Dauerlüften.

❷ Belüftungsgitter:

Belüftungsgitter
© mueduer – Fotolia.com

Eine weitere Möglichkeit, um das Gartenhaus vor Feuchtigkeit und somit vor einem Schimmelbefall zu schützen, ist die Installation von Belüftungsgittern. Hier macht es Sinn zwei Lüftungsgitter auf zwei diagonal gegenüber liegenden Seiten des Gartenhauses zu montieren. Einmal auf Bodenniveau und einmal in Dachhöhe. So wird das Gartenhaus optimal belüftet. Die Montage ist hier auch wieder ein Kinderspiel. Sie müssen einfach

  1. die Größe der Belüftungsgitter anzeichnen,
  2. ein Loch in eine der entstandenen Ecken bohren,
  3. mit einer Stichsäge die angezeichneten Öffnungen aussägen
  4. und die Belüftungsgitter über den Ausschnitten anschrauben.

So sorgen Sie für eine kontinuierliche Belüftung in Ihrem Gartenhaus. Eine einfache, aber dennoch sehr effektive Belüftungsmöglichkeit.

❸ Solar-Lüfter:

Solar-Lüfter
© hobitnjak – Fotolia.com

Sie können aber auch einen Solar-Lüfter (auch Abluftventilator genannt) am Gartenhaus installieren. Wie der Name es schon vermuten lässt, belüftet der Solar-Lüfter das Gartenhaus automatisch bei direkter Sonneneinstrahlung ganz ohne Hausstrom. Er kann sowohl zur Belüftung als auch zur Ablüftung verwendet werden. Hierfür werden extra zwei Rotorblätter mitgeliefert. So haben muffige Gerüche, Kondenswasserbildung und Schimmel keine Chance.

Die Installation von einem Solar-Lüfter ist auch gar nicht mal so schwer. Sie können ihn ganz einfach an der Außenwand Ihres Gartenhäuschens montieren. Sie müssen dabei nur darauf achten, dass die Photovoltaikzellen nach oben zeigen, damit die Sonnenstrahlung optimal genutzt werden kann. Die Öffnung für den Lufttransport zeigt somit nach unten. So wird verhindert, dass Regenwasser in das Gartenhäuschen eindringen kann.

Die Solarzellen arbeiten übrigens auch, wenn es bewölkt ist. Die Leistung des Solar-Lüfters ist dann zwar nicht so stark wie bei Sonnenschein, aber dennoch reicht der Strom aus, um den Lüfter mehrere Stunden lang zu betreiben. Wie so ein Solar-Lüfter aussieht und wie er arbeitet, können Sie sich zum Beispiel auf Solarkontor.de anschauen.

Fazit:

Warten Sie nicht erst ab, bis sich ein feuchtes Klima im Gartenhaus ausgebreitet hat und sich dadurch Schimmel, Stockflecken und schlechte Gerüche breit gemacht haben. Sorgen Sie viel mehr vor und denken Sie schon bei der Planung des Gerätehauses bzw. beim Kauf des Gartenhauses über Belüftungsmöglichkeiten nach.


Foto1: © A. Schebaum - Fotolia.com, Foto2: © kolotype - Fotolia.com, Foto3: © mueduer - Fotolia.com, Foto4: © hobitnjak - Fotolia.com

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