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Bergpalme pflegen – Tipps zum Gießen, Düngen & Schneiden

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Die Bergpalme gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Kein Wunder, denn sie sind anspruchslos und pflegeleicht. Einige Dinge gibt es dennoch zu beachten, um dem Exoten die wichtigsten Voraussetzungen zu schaffen.

Bergpalme pflegen
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Bergpalmen erfüllen in ihrer ursprünglichen Heimat auch praktische Funktionen. So werden die Palmblätter zum Beispiel zum Dachdecken verwendet. Als häufigste Zimmerpalme liegen die Stärken von Chamaedorea elegans in ihrer Robustheit. Die Palmen gelten als beliebte Anfängerpflanzen und können in Zimmerkultur Höhen zwischen einem und zwei Meter erreichen. Dabei stellen die Pflanzen wenig Ansprüche und setzen sich auch über den einen oder anderen Pflegefehler hinweg.

Möchten Sie exotischen Charme in Ihr Zuhause einziehen lassen, werden Ihnen die nachfolgenden Pflegehinweise eine Hilfe sein.

Die Bergpalme richtig gießen

Der Wasserbedarf der Bergpalmen ist hoch. Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, dass die Pflanzen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ihre Wurzeln bis hinunter zum Grundwasser ausstrecken.

» Tipp: Mit Hydrokultur oder einem Bewässerungssystem kann dem Wasserbedarf der Pflanze optimal entsprochen werden.

Der Wasserbedarf steigt mit den Temperaturen. Im Sommer sollten Sie die Bergpalme also reichlich bewässern. Die Bergpalmen verzeihen auch ein kurzzeitiges Durchweichen des Wurzelballens. Die Pflanze wird das Wasser schnell aufbrauchen und daher kommt es auch nicht zum Faulen der Wurzeln. Staunässe, also eine dauerhafte Feuchtigkeit des Wurzelballens, wird auch von der Bergpalme nicht vertragen.

Die meisten Palmen mögen kein kalkhaltiges Wasser und sollten daher lieber mit Regen- als mit Leitungswasser gegossen werden. Die Bergpalme bildet hier eine Ausnahme. Die Pflanzen bevorzugen leicht alkalische Böden und haben daher keine Probleme mit kalkhaltigem Wasser.

Um dem hohen Feuchtigkeitsbedarf der Bergpalme zu entsprechen, können Sie die Pflanze hin und wieder in einen Untersetzer mit Wasser stellen, damit der Wurzelballen sich vollsaugen kann.

Ballentrockenheit gilt es zu vermeiden. Im Winter wird weniger gegossen. Im Sommer nimmt die Pflanze auch gerne eine Dusche, besonders wenn die Palme im Freien steht, sollte sie hin und wieder mit Wasser besprüht werden.

Luftfeuchtigkeit erwünscht

Die Bergpalme ist eine sehr tolerante Palmenart und gibt sich meist auch mit geringer Luftfeuchte zufrieden. Ist die Luft dauerhaft zu trocken, werden Sie dies an einer Braunfärbung der Blattspitzen erkennen. Sprühen Sie die Bergpalme regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser ein.

» Tipp: Zum Besprühen der Bergpalme sollte kein Leitungswasser verwendet werden. Wenn auch die Pflanze ansonsten kalkhaltiges Wasser verträgt, Kalk hinterlässt Flecken auf den Blättern.

Die Bergpalme richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Bergpalme ist eher mäßig. Wird bei der Pflanzung Kompost unter das Substrat gemischt, sind die Pflanzen gut mit Nährstoffen versorgt. Bei nährstoffarmen Substrat bietet es sich an, während der Wachstumsperiode, etwa monatlich, mit einem eher schwach konzentriertem Flüssigdünger nachzuhelfen. Im Winter erfolgt keine Düngergabe. Die Pflanzen verfallen in eine Ruhephase und nehmen keine Nährstoffe auf.

Einige Arten von Bergpalmen im Portrait

Die kleinen Bergpalmen für das Wohnzimmer stehen nicht allein. Die Gattung Chamaedorea umfasst mehr als 120 Arten. Bergpalmen wachsen ursprünglich in den Gebirgslagen Mexikos. Dort können sie Wuchshöhen von bis zu fünf Meter erreichen. Bergpalmen im Wohnzimmer werden meist kaum über einen Meter hoch wachsen. Die gelben, runden Blüten überraschen den Pflanzenfreund bereits ab dem zweiten Standjahr.

❍ Chamaedorea elegant

Dabei handelt es sich wohl um die beliebteste und in unseren Breiten als Zimmerpflanze weit verbreitete Bergpalmen-Art. Die Bergpalmen besitzen einen eher kurzen Stamm und leicht gebogene Blätter, welche etwa 50 Zentimeter lang wachsen.

❍ Chamaedorea graminifolia

Diese Bergpalmen-Art stammt aus Guatemala. Die zierlichen, bis zu knapp einen Meter langen Fiederblätter sind das Markenzeichen dieser Palmenart. Die blaugrünen Blätter erscheinen aus dünnen Rohren, welche buschig wachsen. Als Zierpflanze kultiviert, erreicht diese Bergpalme eine Höhe von etwa 1,3 Metern.

❍ Chamaedorea eurumpens

Diese Bergpalme wird etwas mehr als zwei Meter hoch und besitzt an Bambus erinnernde Stängel. Die sattgrünen Blätter hängen leicht über und können bis zu 50 Zentimeter lang werden.

Müssen Bergpalmen geschnitten werden?

Bergpalmen benötigen keine Schnittmaßnahmen. Lediglich braune und vertrocknete Wedel werden entfernt. Da die Bergpalme in Zimmerkultur nur maximal zwei Meter hoch wächst, ist kein Rückschnitt erforderlich.

Bergpalmen überwintern – darauf kommt es an

Etwa ab Oktober legt die Bergpalme eine Art Ruhepause ein. Ab diesem Zeitpunkt werden die Pflanzen weniger gegossen und nicht mehr gedüngt. Der Wurzelballen sollte nicht mehr tropfnass erscheinen. Lassen Sie die Erde etwas abtrocknen, bevor Sie erneut gießen. Ein heller Winterstandort ist notwendig. Die Temperaturen sollten dabei bei etwa 15 Grad liegen.

» Tipp: Bleibt die Bergpalme über den Winter im überheizten Wohnzimmer, besteht die vermehrte Gefahr von Schädlingsbefall. Trockene Heizungsluft schadet der Pflanze. Kann kein anderer Stellplatz gefunden werden, möglichst täglich mit zimmerwarmen Wasser sprühen.

Bergpalmen sind nicht winterhart und daher ungeeignet für die Kultur im Freiland. Durfte die Pflanze den Sommer auf Balkon oder Terrasse verbringen, darf der rechtzeitige Umzug ins Winterquartier nicht versäumt werden. Liegen die Temperaturen dauerhaft unter zehn Grad, müssen Bergpalmen ins Haus umziehen.


Foto1: © ArTo - Fotolia.com

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