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Brokkoli anpflanzen – Das müssen Sie bei Standortwahl, Aussaat und Pflege beachten

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Wer meint, dass es schwer, ist Brokkoli im eigenen Garten anzubauen, der irrt sich. Das ist eigentlich ein wahres Kinderspiel. Sie müssen dabei auch gar nicht mal viel beachten.

Brokkoli anbauen
© iluzia / stock.adobe.com

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica), auch Spargelkohl genannt, ist ein aromatisches und sehr gesundes Kohlgemüse, das aus eigenem Anbau einfach immer noch am besten schmeckt. Was liegt da näher, als sich den Brokkoli selbst im eigenen Garten anzubauen? Keine Angst, Brokkoli ist ganz anspruchslos und braucht nicht allzu viel Pflege. Wenn Sie den richtigen Standort auswählen, dann haben Sie schon die halbe Miete.

Standort und Boden für Brokkoli

Das Gemüse braucht einen windgeschützten und sonnigen Platz. Brokkoli ist ein Starkzehrer und benötigt einen lehmigen, nährstoffreichen und alkalischen Boden. Mit reifem Kompost und Kalk können Sie die Bodenqualität zusätzlich verbessern. Lockern Sie den Boden gut auf und mischen Sie eventuell etwas Gemüsedünger unter. Beachten Sie, dass im Beet vorher kein Kohl gewachsen sein darf. Damit vermeiden Sie, dass sich eventuelle Kohlschädlinge und Krankheiten auf dem Brokkoli ausbreiten.

Tipp: Vermeiden Sie, andere Kohlsorten in direkter Nachbarschaft zu pflanzen. Bessere Pflanznachbarn sind zum Beispiel Bohnen, Dill Sellerie oder Rote Bete.

So pflanzen Sie Brokkoli richtig an

❍ Brokkoli im Beet aussäen:

Wenn Sie den Brokkoli direkt ins Beet säen möchten, können Sie das ab etwa Mitte bis Ende Mai machen. Die Samenkörnchen drücken Sie dazu in einem lockeren Abstand circa einen Zentimeter tief in die Erde. Haben die Samen gekeimt, vereinzeln Sie die Jungpflanzen, sodass sich ein Abstand von etwa 40 Zentimeter ergibt.

❍ Brokkoli im Haus vorziehen:

Alternativ dazu können Sie die Pflanzen auch zwischen Januar und März im Haus vorziehen. Dafür benötigen Sie Brokkolisamen, Anzuchttöpfe und Anzuchterde. Der richtige Platz ist auf einer sonnigen Fensterbank, im Gewächshaus oder im Frühbeet. Halten Sie das Frühbeet überwiegend geschlossen und öffnen Sie es nur zum Lüften und gießen Sie hin und wieder. Die Anzuchterde mit den Samen müssen Sie außerdem immer leicht feucht halten. Nachdem die Pflanzen aufgegangen sind, vereinzeln Sie den jungen Brokkoli.

Tipp: Robuste Brokkolipflanzen gibt es auch fertig vorgezogen im Handel, wenn Sie sich ein wenig Arbeit ersparen möchten.

Ab Mai, wenn die Brokkolisetzlinge ungefähr zehn Zentimeter hoch sind, dürfen sie ins Freiland. Achten Sie auf einen Pflanzabstand von 40 bis 50 Zentimetern, damit sich die Pflanzen gut ausbreiten können. Schützen Sie die jungen Pflanzen außerdem mit einem Gemüsenetz vor Schädlingen.

So pflegen Sie die Brokkolipflänzchen richtig

Brokkolipflanzen brauchen regelmäßig Feuchtigkeit. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Pflanzen nicht übergießen, denn der lehmhaltige Boden speichert das Wasser gut.  Damit der Wurzelbereich nicht austrocknet, decken Sie ihn am besten mit einer Mulchschicht ab.

Tipp: Das stets feuchte Substrat hält Erdflöhe ab.

Beobachten Sie das Wachstum. Denn wenn sich die Brokkolipflanzen gut entwickeln, können Sie sicher sein, dass der Boden genug Nährstoffe enthält. Andernfalls können Sie mit einem biologischen Flüssigdünger für Gemüse wie den COMPO BIO Obst-und Gemüsedünger im Gießwasser nachhelfen.

Mehrmals pflanzen, öfter ernten

Ungefähr ab Mitte Juli können Sie den Brokkoli ernten. Entfernen Sie nur die mittlere, verdickte Knospe, dann wachsen die Seitentriebe gut weiter. Wenn Sie mehrmals Brokkoli pflanzen, gibt es bis zum Wintereinbruch eine reiche Ernte. Mehrjährige Sorten können Sie sogar stehen lassen, denn sie tragen etwa drei Jahre lang. Nach der Pflanzphase von drei Jahren sollten Sie die Gemüsesorte am gleichen Standort aber unbedingt wechseln!

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