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Dreimasterblume: Pflanz- & Pflegetipps für den amerikanischen Blickfang

Große feuchte Freiflächen oder ein Teich auf dem Grundstück sind ideale Orte, um Dreimasterblumen zu pflanzen. Aber auch als Topfpflanzen machen sie sich gut.

Dreimasterblume
Die Dreimasterblume wird auch als Gottesauge bezeichnet | © eqroy / stock.adobe.com

Ursprünglich stammt die Dreimasterblume, auch als Gottesauge bezeichnet, aus Nord- und Südamerika, wo sie meist als 60 Zentimeter lange hängende Pflanze in Erscheinung tritt. Sie stammt von der Gattung der Tradescantia ab und gehört zu der Familie der Commelinengewächse. Die winterharte Teichrandstaude erinnert an Gras und blüht in Farben unterschiedlicher Nuance.

Beachten Sie:
Die Pflanze gilt als leicht giftig. Dementsprechend sollte der Umgang mit Kindern und Haustieren sorgfältig ausfallen.

Aussehen der Dreimasterblume

Der Wuchs der Dreimasterblume ist locker und aufrecht. Schon nach kurzer Zeit bildet die Blume buschige Horste mit einer Höhe und Breite zwischen 40 und 60 Zentimetern. Wenn Sie die Pflanze nicht regelmäßig zurückschneiden, dann beginnt sie sich obendrein auszubreiten.

Die Laubblätter der Dreimasterblume sind grasähnlich, wie eine Lanze geformt und dabei leicht fleischig. Ein besonderer Blickfang sind jedoch die dreizähligen Blüten in Form eines Rades. Jede Blüte erblüht nur einen Tag. Allerdings werden die zarten Blüten im Zeitraum zwischen Juni und September fortwährend durch neue ersetzt, sodass die Pflanze mehrere Monate pro Jahr in ihrer Blüte steht.

Je nach Sorte kann die Pflanze in unterschiedlichen Farben blühen, wie beispielsweise in:

  • weiß (Innocence, Gisela)
  • rosa
  • blau
  • violett (Leonora)
  • gold (Sweet Kate)

Ist die Blütezeit beendet, bildet die Dreimasterblume dreimastige Kapselfrüchte aus. In jeder Kammer findet man ein bis zwei Samen, welche sich selbst aussäen und zur Verbreitung der Pflanze beitragen. Dies kann man sich zu Nutze machen, wenn man die Tradescantia gezielt vermehren möchte.

Standort für die Dreimasterblume

Als Teichrandpflanze bevorzugt die Dreimasterblume einen feuchten Untergrund sowie den Rand von Gewässern. Dabei fühlt sie sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz auf einer feuchten freien Fläche ebenso wohl, wie am Rand eines Flusses, Teiches oder Ähnlichem. Hierbei gilt: je sonniger der Standort ist, desto feuchter sollte der Boden sein. Eine gut durchlässige und humose Erde ist hierbei ideal. Der sandig-lehmige oder -tonige Boden sollte gleichmäßig feucht und nährstoffreich sein. Staunässe hingegen ist nicht geeignet. Besonders wohl fühlen sich Dreimasterblumen an warmen und windgeschützten Orten.

Mit anderen Gräsern wie z.B. Blutweiderich, Iris oder Pfeifengras harmoniert die Dreimasterblume bestens. Idealerweise entscheiden Sie sich für einen Standort und behalten diesen bei. So wächst die Dreimasterblume am schönsten.

Pflanzung der Dreimasterblume

Tradescantia
Die Dreimasterblume neigt zum Wuchern | © Rolf Dräger / stock.adobe.com

Idealerweise im Frühjahr aber auch im Herbst können Sie die Dreimasterblume in Kleingruppen bis zu etwa zehn Pflanzen pro Gruppe pflanzen. Achten Sie hierbei auf einen Mindestabstand von 40 Zentimetern zwischen den einzelnen Setzlingen. Um die Wurzelbildung anzuregen, sollten Sie die Zöglinge einige Wochen lang ausreichend wässern, wobei Staunässe zu vermeiden ist.

Tipp:
Die Tradescantia neigt zum Wuchern. Um dem vorzubeugen, kann eine Wurzelsperre direkt bei der Pflanzung gute Dienste leisten.

Pflege der Dreimasterblume

❍ Gießen & düngen:

Ein feuchter Boden ist für diese Pflanze essenziell. Dementsprechend sollten Sie die Tradescantia besonders in trockenen Jahreszeiten regelmäßig gießen. Dies gilt besonders für die ersten beiden Jahre. Im Frühjahr kann zudem Kompost als natürlicher, organischer Dünger nicht schaden.

❍ Blütenbildung anregen:

Wenn Sie sich länger an der Blütezeit erfreuen wollen, hilft es, verblühte Blüten zu entfernen. Ein starkes Zurückschneiden der Blüte sorgt für eine Nachblüte.

❍ Selbstaussaat vermeiden:

Wenn Sie die Selbstaussaat vermeiden wollen, gilt es, die Pflanze früh genug einzukürzen. Dazu das Laub im eingezogenen Zustand im Herbst nah am Boden abschneiden.

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