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Echtes Löffelkraut pflanzen, pflegen und ernten

Wer Heilpflanzen selber anbauen möchte, sollte nicht auf das Echte Löffelkraut verzichten. Es ist reich an Vitamin C und hilft sogar bei Rheuma und Gicht.

Löffelkraut
Löffelkraut ist auch als Löffel- oder Bitterkresse bekannt – © Martina / stock.adobe.com

Besonders bekannt geworden ist das Echte Löffelkraut aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C. Es ist als Heilpflanze einsetzbar und wird daher immer öfter im heimischen Garten angebaut. Zudem ist es keine kompliziert zu pflegende Pflanze und somit auch für Garten-Anfänger geeignet.

Besonders von Vorteil ist seine gesundheitliche Wirkung, nicht nur durch den hohen Vitamin C-Gehalt. Ferner besitzt es eine sehr weitreichende Erntezeit und ist somit fast das ganze Jahr über in der Küche als Beilage zu diversen Speisen zu gebrauchen.

Herkunft

Das Echte Löffelkraut hat seine Heimat in den nördlichen Gefilden wie Schweden, Finnland oder Norwegen, wo es an der Küste wild wächst. Inzwischen hat es sich jedoch auch innerhalb von anderen europäischen Ländern stark verbreitet. Dazu gehören Frankreich, Belgien und Deutschland.

Kurzer Steckbrief zum Echten Löffelkraut

Echtes Löffelkraut (Cochlearia officinalis)
andere Namen: Löffelkresse, Scharbocksheil, Bitterkresse
Familie: Kreuzblütlergewächse (Brassicaceae)
Wuchshöhe: zwischen 20 und 40 cm
Wuchsform: filigrane Pflanze mit doldenartigen Blütenstäben
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: kiesig bis sandiger Boden, nährstoff- und humusreich
Überwinterung: nicht winterhart
Besonderheiten: enthält neben viel Vitamin C auch Bitterstoffe, Senföle und Mineralsalze

Alles zu Standort und Boden

Das Echte Löffelkraut steht besonders gut an sonnigen Plätzen, die ihm hin und wieder ein wenig Schatten zukommen lassen. Sofern genügend Wasser vorhanden ist, wird die Pflanze damit gut zurechtkommen.

Was den Boden angeht, sollten Sie sich hier an den Heimatort der Pflanze orientieren. Dort sind die Böden feucht und sandig. Ein steiniger Boden mit einem hohen Humusanteil kann außerdem dazu beitragen, dass die Pflanze besser gedeiht. Je höher dieser ausfällt, desto üppiger wächst die Pflanze heran.

Eine gute Alternative besteht darin, das Beet mit Kompost anzureichern. Dabei ist es jedoch wichtig, dass dieser mindestens ein Jahr lang gerottet ist. Ferner kann es sinnvoll sein, den Boden je nach Nährstoffgehalt mit einem organischen Dünger zu behandeln.

Löffelkraut, winterhart, Cochlearia offinalis, ca. 100...
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Löffelkraut, winterhart, Cochlearia offinalis, ca. 100...
  • winterhart, zweijährig
  • Anzuchtanleitung auf der Packung
  • ca. 100 Samen, enthält viel Vitamin C
  • Ernte: Fortlaufend die jungen Blätter schauen
  • Keimschutzpackung

So wird das Löffelkraut richtig gepflanzt

Gepflanzt wird das Echte Löffelkraut zwischen den Monaten März und April. Dann wird es in flach gehaltenen Vertiefungen ausgesät. Am besten direkt im Freiland. Dabei sollte jedoch unbedingt ein Abstand von 20 Zentimetern eingehalten werden. Bei einem gleichmäßigen Wässerungsverhalten keimen die Samen nach etwa zwei bis drei Wochen.

Blütezeit und Ernte

Die zweijährige Pflanze entwickelt eine Hauptwurzel, von der sich zahlreiche Nebenwurzeln abspreizen. Wenn sie eine gewisse Größe erreicht hat und der Zeitpunkt stimmt, bilden sich zwischen Mai und Juni die ersten Blüten an der Pflanze. Diese sind weiß in ihrer Farbe und riechen nach Honig, was sie umso interessanter für verschiedene Insekten macht. In ihrer Gestaltung stehen die Blüten dabei dicht an dicht.

Verwendet werden bei der Ernte nur die Blätter, die von Sommer bis Herbst abgezupft werden können. Sie schmecken leicht scharf und salzig, womit sie sich bestens dazu eignen verschiedene Speisen geschmacklich abzurunden.

Die korrekte Pflege

Wird das Echte Löffelkraut auf dem richtigen Boden angepflanzt, fällt die Pflege sehr einfach aus. Wenn die Pflanzen erst einmal zehn bis 20 Zentimeter hoch sind, müssen Sie regelmäßig das Unkraut entfernen, welches sich rund um die Pflanze ausbreitet. Außerdem ist es hilfreich den Boden zu mulchen, damit die Erde eine gewisse Wärme und Feuchtigkeit speichern kann.

Zwar ist die Pflanze winterhart, doch tut es ihr gut, wenn sie im Winter mit ein paar Fichtenzweigen abgedeckt wird. So ist auch eine Ernte bis in den Winter möglich.

Welche Heilwirkungen hat das Löffelkraut?

Der hohe Vitamin C-Gehalt des Echten Löffelkrauts wurde bereits erwähnt. Doch es gibt noch mehr Wirkungsbereiche, bei denen das Kraut eingesetzt werden kann:

  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Ermüdung nach hoher Anstrengung
  • blutstillende Wirkung im Mund- und Nasenraum
  • in getrockneter Form hilft sie bei Rheuma und Gicht

Neben den Gerbstoffen und dem vielen Vitamin C sind verschiedene Mineralstoffe und ätherische Öle in der Kresse enthalten. Das Löffelkraut ist somit perfekt geeignet, wenn Sie einen eigenen Apothekergarten anlegen möchten.

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