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Engelstrompete bekommt gelbe Blätter – Ursachen & Behandlungstipps

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Werden die Blätter der Engelstrompete gelb, kann das mehrere Ursachen haben. Grundsätzlich lassen sich diese aber alle in den Griff bekommen.

Gelbe Blätter entstehen oft durch Wassermangel
Gelbe Blätter entstehen oft durch Wassermangel
Rosa, Gelb oder Knallorange – so blühen die großen Kelche der Engelstrompete im Sommer. Vorausgesetzt das Nachtschattengewächs fühlt sich wohl. Wenn Engelstrompeten allerdings gelbe Blätter bekommen, wird auch aus der Blütenpracht so schnell nichts. Grund dafür kann z.B. Wassermangel sein. Aber auch Nährstoffmangel oder Spinnmilben können daran schuld sein, dass sich die Blätter der Engelstrompete gelb verfärben.

Ursachen & Behandlungstipps

Ursache Nr. 1 – Wassermangel:

Engelstrompeten haben einen hohen Wasserbedarf, der bei Hitze und direkter Sonneneinstrahlung steigt. Schlaffe, hängende oder gelb verfärbte Blätter können ein Hinweis darauf sein, dass Sie die Pflanze nicht ausreichend gießen.

Behandlung:

Geben Sie morgens Wasser in den Kübel, bis es sich im Untertopf sammelt. Hat die Pflanze das Wasser bis zum Abend aufgesogen, gießen Sie eine etwas geringere Menge nach.

Wenn Wassermangel die Ursache für die schlaffen, gelblichen Blätter ist, erledigt sich das Problem durch Gießen innerhalb weniger Stunden. Sie können förmlich zusehen, wie die Flüssigkeit in der Pflanze aufsteigt und die Blätter an Spannkraft gewinnen. Achten Sie aber darauf, dass Sie es nicht übertreiben. Bleibt Wasser über längere Zeit im Untertopf stehen, sind die Wurzeln dauerhaft nass und es droht Wurzelfäule. Gießen Sie das stehende Wasser in diesem Fall einfach ab.

Ursache Nr. 2 – Nährstoffmangel:

Können Sie Wassermangel als Ursache für die gelben Blätter ausschließen? Dann ist vielleicht Nährstoffmangel das Problem. Engelstrompeten zählen zu den Starkzehrern, die Sie regelmäßig düngen müssen.

Behandlung:

Geben Sie zwei Mal pro Woche einen handelsüblichen Kübelpflanzendünger in die Gießkanne, um eine gute Grundversorgung sicherzustellen.

Damit sich Ihre Engelstrompete schnell erholt und bald blüht, müssen Sie den Nährstoffbedarf der Pflanze zu verschiedenen Zeiten beachten: In den ersten sechs Wochen der Wachstumsphase benötigen die Pflanzen vor allem Stickstoff, der in speziellen Wachstumsdüngern in ausreichender Menge enthalten ist. Mit Beginn der Blühphase stellen Sie dann vom Wachstumsdünger auf kaliumreichen Blühdünger um. Beachten Sie allerdings bei allen Varianten der Düngung die Dosierungsempfehlungen des Herstellers.

Ursache Nr. 3 – Spinnmilben:

Erkennen Sie einen gelblichen, netzförmigen Belag auf den Blättern der Engelstrompete? Das ist ein klares Symptom für einen Spinnmilbenbefall. Zuerst sind meist die jungen Blätter an den Triebspitzen betroffen. Bleibt die Behandlung aus, befallen die Spinnmilben schnell die ganze Pflanze und zerstören nach und nach alle Blätter. Handeln Sie deshalb sofort!

Behandlung:

Wenn Sie die Erkrankung frühzeitig entdecken, kann es ausreichen, die betroffenen sowie die unmittelbar angrenzenden Blätter zu entfernen. Steht die Engelstrompete in der vollen Sonne, ist ein Standortwechsel sinnvoll. Spinnmilben lieben Wärme und Trockenheit. Zeigt sich der netzartige Belag erneut an anderen Blättern, sollten Sie zu stärkeren aber natürlichen Mitteln greifen. Empfehlen können wir Ihnen z.B. das anwendungsfertige Rapsöl-Spritzmittel Naturen Schädlingsfrei (z.B. hier erhältlich). Ansonsten können Sie aber auch 1 Liter Wasser mit 250 Milliliter Rapsöl mischen und dann die befallenen Pflanzen zwei Mal pro Woche damit einsprühen. Das Öl verklebt die Atemöffnungen der Spinnmilben, so dass sie ersticken.

Zusammenfassung:

  • mehr gießen, wenn die Pflanze zu trocken ist
  • regelmäßig düngen
  • Pflanze regelmäßig auf Schädlinge überprüfen

Foto1: © sakdinon - Fotolia.com

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