Fadenwürmer im Garten hat man immer dann, wenn die Bepflanzung zu sehr übertrieben wird. Die Tagetes (Studentenblume) kann hier helfen, denn die Wurzeln locken die Fadenwürmer an.

Die sogenannten Fadenwürmer im Garten oder auch Nematoden genannt, treten immer dann auf, wenn man die Bepflanzung in Gemüsebeeten überreizt. Wenn man bemerkt, dass immer öfter Fäulnis auftritt oder das Gemüse bzw. die Wurzeln kümmern, dann kann das an den kleinen Älchen liegen, die in die Wurzeln eindringen und die Pflanzen schädigen.

Tagetes kann Abhilfe schaffen

Fadenwürmer im Garten
Tagetes hilft bei Fadenwürmern im Garten | © urza / stock.adobe.com

Abhilfe kann hier die Pflanzung der Studentenblume (Tagetes) schaffen. Die in den Wurzeln der Pflanze enthaltenen Substanzen, wie zum Beispiel Alpha-Terthienyl, wirken toxisch auf die Fadenwürmer. Wenn diese die Wurzeln der Tagetes befallen, nehmen sie das Gift auf und sterben ab. Dadurch wird der Boden wieder großflächig von Nematoden befreit.

Schon gewusst?
Alpha-Terthienyl ist ein natürlich vorkommendes sekundäres Pflanzenmetabolit, das in den Wurzeln von Tagetes-Arten (Familie Asterasceae) in großen Mengen vorkommt und die Fadenwürmer tötet.

Bepflanzung mit Tagetes

Man kann die Tagetes zusätzlich zum Gemüse aussäen oder auch dem Boden eine Einjahreskur gönnen. Die Studentenblume sollte mindestens 100 Tage im Boden bleiben, damit die komplette Wirkung einsetzen kann.

Anleitung für Randbepflanzung

Auch als Randbepflanzung eignet sich die Tagetes im Gemüsebeet, dazu werden folgenden Schritte beachtet:

  1. Wählen Sie einen geeigneten Standort, der sonnig bis halbschattig ist und gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden aufweist.
  2. Lockern Sie den Boden gut auf und entfernen Sie Unkraut und Steine.
  3. Säen Sie die Tagetes-Samen direkt ins Beet in Reihen mit einem Abstand von etwa 20-30 cm zwischen den Pflanzen.
  4. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und gießen Sie das Beet gleichmäßig an.
  5. Halten Sie den Boden während der Keimphase stets feucht.

Anbauort des Gemüses wechseln

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann auch den Anbauort des Gemüses immer wieder wechseln. Dazu eignet sich das Konzept des Fruchtwechsels. Dies bedeutet, dass Sie die Gemüsearten in Ihrem Beet regelmäßig wechseln sollten, um einseitige Nährstoffentzüge und die Vermehrung von pflanzenspezialisierten Schädlingen und Krankheiten zu vermeiden.

Durch den Wechsel der Anbauorte und die Integration verschiedener Pflanzenarten wie Ringelblume, Kokardenblume und Sonnenhut wird das Risiko von Nematodenbefall reduziert und die Bodengesundheit nachhaltig gefördert.

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Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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