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Fetthenne pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Quizfrage: Was war die Staude des Jahres 2011? Richtig, die Fetthenne. Erfahren Sie hier, was an dieser Pflanze so besonders ist und wie sie angebaut wird.

Fetthenne (Sedum)
Staude des Jahres 2001: Fetthenne (Sedum) | © benschonewille – Fotolia.com

Die inzwischen in vielen Blütenfarben (weiß, gelb, rot, rosa) erhältliche Fetthenne, die zur Staude des Jahres 2011 gewählt wurde, treffen Gärtner vielerorts an. Grund hierfür ist, dass die aus zahlreichen Unterarten bestehende Pflanzensorte recht pflegeleicht angebaut werden kann und sich ihre Blüte teilweise schon ab Juni bildet und bis meist in den Herbst (Oktober) hinein optimal gut hält. In dieser extrem langen Blütenperiode wird die Fetthenne dann zum Magneten für Schmetterlinge und andere Insekten.

Die eigentlich aus Asien stammenden Fetthenne eignet sich sehr gut für den Anbau in Steingärten oder für die Dachbegrünung! Zumal sie in unterschiedlichen Wuchshöhen bis circa 60 Zentimeter erhältlich sind.

Hier nun ein paar besonders schöne Sorten der Fetthenne und auch wichtige Hinweise zu Anbau und Pflege der Pflanze vorgestellt.

Fetthenne - Sedum Telephium | © moquai86 - Fotolia.com
Fetthenne – Sedum Telephium | © moquai86 – Fotolia.com

Unsere Sortenempfehlungen

  • Herbstfreude – sehr stark verbreitete Sorte, Blütenbildung bis in den Dezember hinein
  • Matrona – rosa Blütendolden, weinrotes Laub, 50 Zentimeter hochwachsend
  • Fuldaglut – attraktive, rotfarbige Blattbildung, ähnlich einem Bodendecker
  • Nanum – sehr niedrig wachsende Sorte
  • Angelina – 20 Zentimeter hoch, gelbe Blütenbildung, orange-gelbe Blattfärbung im Herbst
  • Coral Carpet – korallenrote Blüte, die sich erst im Herbst entfaltet
  • Weihenstephander Gold – in Bayern gezogene, niedrig wachsende Sorte, gelb blühend
  • Robustum – leuchtend rote Blüte, die sich oft sogar bis in den November hält
  • Purpurfetthenne – sehr hochwachsende Sorte, breitet sich über Rhizome aus
  • Maximum – Blütenbildung von grün bis gelb, äußerst robuste Sorte
  • Carl – leuchtend rosa Blüten, die bis in den frühen Herbst hinein erblühen
  • Chloroticum – weiße Blütenbildung, wintergrün
  • Dark Red – rote Blüten, auffällige Blattbildung, nur 30 Zentimeter hochwachsend
  • Brillant – rosa Blüte, sehr selten in den Gärten anzutreffen
  • Tripmadam – auch als Salat- und Gewürzpflanze verwendbar
  • Nizza – blaugrüne Blattfärbung, muss extrem trocken gehalten werden, idealerweise in Steingärten
  • Immergrünchen – auch für den Anbau im Halbschatten geeignet
  • Rosenteller – dunkelrosa Blüten, nur 30 Zentimeter hochwachsend
  • John Creek – lachsrote Blüte, dunkelrotes Laub, als Bodendecker verwendbar

Anbau der Fetthenne

Die in Staudenform im Fachhandel erhältlichen Fetthennen, auch Mauerpfeffer genannt, sollten Sie stets an einem vollsonnigen Standort mit möglichst durchlässigem Boden einpflanzen. Nur wenige Sorten vertragen dabei auch einen leichten Halbschatten.

Die Fetthenne eignet sich dabei auch sehr gut für einen Anbau in Kübelgefäßen, weshalb Sie diese Pflanze auch ohne Weiteres auf Balkonen und Terrassen halten können. Beachten sollten Sie dabei jedoch, dass Sie ausschließlich drainagefähige Gefäße einsetzen.

Fetthenne - Sedum spectabile
Fetthenne – Sedum spectabile | © Starover Sibiriak – Fotolia.com

Fetthenne richtig pflegen

Gießen:

Die Fetthenne, die ihren Namen aufgrund ihrer dickfleischigen, wasserspeichernden Blätter erhielt, benötigt während der Saison immer nur wenig Wasser und ist sogar gegenüber Staunässe extrem empfindlich. Aufgrund dessen sollten Sie die Pflanze nur während längeren Trockenperioden und an besonders heißen Tagen gießen.

Düngen:

Auch auf eine Düngung der Pflanze können Sie in der Regel ganzjährig verzichten: Nur bei dringendem Bedarf sollten Sie die Fetthenne mit Volldünger versorgen. Im Herbst sollten Sie die Fetthenne dann jedoch mit ein wenig frischem Kompost versorgen.

Rückschnitt:

Des Weiteren zählt die Fetthenne zu den winterharten Stauden, weshalb Sie diese erst im Frühjahr zurückschneiden sollten, kurz bevor sich neue Triebe bilden. Dies hat den Vorteil, dass selbst im Winter die teilweise vertrockneten Blütenstiele in Kombination mit Schnee und Eis noch einen besonders eindrucksvollen Anblick bieten.

Tipp:

Fetthennen eignen sich als Schnittblumen für die Vase. Sie können die Fetthenne aber auch trocknen und in Kränze sowie Trockensträuße einbinden.

Vermehrung:

Vermehren können Sie die Fetthenne als Steckling im Wasserglas (Juli/August abschneiden), wobei sie schon nach kürzester Zeit neue Wurzelfasern bildet. Oder auch durch eine vorsichtige Teilung bestehender Stauden im Frühjahr.


Foto1: © benschonewille - Fotolia.com, Foto2: © moquai86 - Fotolia.com, Foto3: © Starover Sibiriak

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