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Fingerblättrige Akebie – exotische Kletterpflanze mit aromatischer Frucht

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Die Fingerblättrige Akebie – Immergrüner Ranker, intensiv duftende Blüten und exotische Früchte. Auch Sie können diesen Exoten kultivieren.

Fingerblättrige Akebie
© ph_stephan – Fotolia.com
Hand aufs Herz, liebe Hobbygärtner, geht es Ihnen vielleicht ebenso? Im eigenen Garten sollen schon einige Pflanzen oder Gehölze heranwachsen, die nicht unbedingt in Nachbars Garten stehen. Außerdem sollten diese Pflanzen liebenswerte Eigenschaften mitbringen: immergrün und kletternd, eine schöne Blattstruktur haben, betörend duftende Blüten hervorbringen oder exotisch anmutende Früchte tragen.

Mit diesen herausragenden Kriterien kann die Fingerblättrige Akebie aufwarten. Als rankendes Laubgehölz wird sie gern zur Begrünung von Wohnsiedlungen eingesetzt. Im Garten wird sie allerdings nur sehr selten als Fruchtpflanze kultiviert. Was hat es auf sich mit diesem rankenden Gewächs?

Anspruchslose Pflanze für den Obstgarten

Ursprünglich stammt die Fingerblättrige Akebie aus Asien. Zuhause ist sie in Japan, Korea und Ost-China und wächst dort in bergigen Waldregionen als Wildpflanze. Dieser Ranker ist unter weitere Namen bekannt. So wird er auch Klettergurke, Blaugurkenrebe oder Schokoladenwein genannt. Letzterer wird wegen seines intensiven Duftes aus dem englischen hergeleitet.

Der beste Standort für die Fingerblättrige Akebie

An ihren Standort stellt die rankende Akebie nur geringe Ansprüche. Deshalb wird sie als Zierpflanze im öffentlichen Grün zur Fassadenbegrünung sehr gern eingesetzt. Sie gedeiht auf allen mittelschweren bis schweren Böden, vorausgesetzt es wird für ausreichend Wasser und Nährstoffe gesorgt. Dabei fühlt sich die Pflanze sowohl an vollsonnigen Orten als auch im Halbschatten wohl. In unseren Breiten ist sie bis -20°C winterhart. Die Pflanze ist in milden Wintern grün belaubt und verliert nur einen Teil der zierlichen, fünflappigen Blätter.

Pflegeleicht und Krankheitsresistent

Die Pflege dieser stark rankenden Akebie ist weitestgehend problemlos. Krankheiten und Schädlinge an der Kletterpflanze treten in unseren Gefilden so gut wie gar nicht auf. Resistent ist sie sogar gegen Hallimaschpilze, die viele Klettergehölze heimsuchen.

Die rankende Pflanze braucht ein stützendes Gerüst. Ein Spalier an der Hausfassade  oder an der Garagenwand ist dafür sehr dienlich. Sie können aber auch ein Gerüst erstellen, wie für Brombeeren oder eine Pergola, wie für die Weinpflanze. Letztlich reicht als Pflege ein jährlicher Verjüngungs- oder Auslichtungsschnitt. Dann sind, ähnlich wie beim Wein, im Sommer hin und wieder die schnellwachsenden Ranken mit einem Schnitt in die Schranken zu weisen.

Unterschiedliche Sorten garantieren die Frucht

© Miyuki Satake – Fotolia.com
Sowohl männliche als auch weibliche Blüten an der gleichen Pflanze bringt die Akebie hervor. Die einzelne Pflanze ist jedoch unfruchtbar, weil sie nicht selbstbestäubend ist. Demzufolge ist für den Fruchtansatz eine zweite Pflanze erforderlich. Diese darf aber nicht von der gleichen Sorte sein. Das heißt: es müssen zwei unterschiedliche Sorten gepflanzt werden. Dabei wird ein Pflanzabstand von etwa zwei Metern empfohlen.

Auswahl von Akebiensorten
Kein Problem! Wenden Sie sich am besten an spezialisierte Baumschulen. Dort finden Sie auch Sorten, die sich vor allem in der Farbe der Blüten und der Fruchtschale unterscheiden wie beispielsweise Alba, Shiro Bana, Purple Incense.

Nach der Befruchtung der weiblichen Blüten wachsen daraus längliche Früchte. Hieraus leitet sich der Name Klettergurke ab. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Gemüse, wie der eine oder andere annehmen mag. Blaue Kletterbanane hätte vielleicht besser gepasst, wegen des süßen Markes der Früchte. Die Früchte wachsen einzeln oder in fächrigen Büscheln mit bis zu zehn Früchten heran.

In den ländlichen Regionen Japans sind sie eine bekannte Obstart. Die Größe der Früchte ist unterschiedlich. So kann die Einzelfrucht bis 20 cm lang werden und 5 cm im Durchmesser erreichen.

Reifezeit von September bis Oktober

Je nach Lage beginnt die Reife im September und dauert bis Mitte Oktober an. Anfangs sind die Früchte noch grün. Zur Reife hin nimmt die Schale ihre typische Färbung an. Je nach Sorte kann diese variieren von weiß-grau, gelblich bis blau-violett. Die Frucht ist vollends reif, sobald sie eine dunkle Längslinie zeigt. An der lässt sich schließlich die Akebienfrucht der Länge nach öffnen. Das essbare süße Fruchtmark ist fast durchsichtig und geleeartig. Es enthält viele kleine schwarze Samenkerne, die ein vanilleartiges Aroma haben. Diese Kerne können direkt aus der Frucht gelöffelt und mitgegessen werden. Am besten lutschen Sie um die Fruchtkerne herum. Denn beim Zerbeißen geben diese einen bitteren Geschmack ab und führen ein Brennen im Hals herbei.


Foto1: © ph_stephan - Fotolia.com, Foto2: © Miyuki Satake - Fotolia.com2 alt=

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