Immergrüne Pflanzen gehören in jeden Garten. Wir haben für Sie eine kleine Hitliste der beliebtesten immergrünen Pflanzen zusammengestellt.

Viele Gartenbesitzer möchten ein ausgewogenes Gleichgewicht im Garten haben, deshalb werden Stauden und immergrüne Pflanzen gern kombiniert. Während die Stauden oftmals nur kurze Zeit blühen und manchmal sogar komplett eingehen, sehen die immergrünen Pflanzen das ganze Jahr über gut aus. Sie setzen mit ihrer Form- und Farbgebung zu jeder Jahreszeit beeindruckende Highlights – besonders dann, wenn es sich um winterharte Pflanzen handelt.

Außerdem bieten immergrüne Pflanzen auch einen ganzjährigen Sichtschutz. Wer also nicht möchte, dass der Garten in der kalten Jahreszeit trist aussieht, der sollte auf diese Pflanzen und Sträucher zurückgreifen. Nachfolgend haben wir die beliebtesten immergrünen Pflanzen für Sie zusammengestellt.

Diese immergrünen Pflanzen sind besonders beliebt

➡️ Eibe (Taxus baccata)

Nahaufnahme vom Eiben-Ast mit roten Früchten.
In den Nadeln der Eibe befindet sich das gefährliche Gift Taxin. | © WernerHilpert / stock.adobe.com

Bei der Eibe handelt es sich um einen immergrünen Nadelbaum, der hübsche rote Früchte trägt. Ob als Hecke oder einzelner Baum – die Eibe ist ein wahrer Hingucker. Doch Vorsicht: In den Nadeln befindet sich das gefährliche Gift Taxin. Neben den Nadeln sind es vor allem die Samen, die die Eibe giftig machen, denn hier ist das Gift besonders stark konzentriert.

  • Standort: gedeihen an jedem Standort
  • Boden: kalkhaltig
  • Pflanzzeitpunkt: Herbst
  • Gießen: bei langanhaltender Trockenheit etwas wässern
  • Düngen: nicht erforderlich
  • Schneiden: durch stetiges Schneiden wachsen Eiben zu tollen Formen heran

➡️ Lebensbaum (Thuja)

Saftig grüne Thuja-Hecke.
Die Thuja verträgt einen sonnigen Standort. | © pridannikov / stock.adobe.com

Der Lebensbaum, wie die Thuja auch genannt wird, eignet sich hervorragend als Hecke, ist aber auch alleinstehend ein Blickfang. Es handelt sich dabei um ein kiefernartiges Gehölz, das zur Familie der Zypressengewächse gehört. Die Thuja ist eigentlich recht pflegeleicht und anpassungsfähig.

Aber Vorsicht! Das Zypressengewächs enthält giftige ätherische Öle, die bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen können. Tragen Sie deshalb immer Handschuhe, wenn Sie eine Thuja anfassen möchten.

Lesetipp: Thuja pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht.

  • Standort: sonnig
  • Boden: leicht sauer, feucht
  • Pflanzzeitpunkt: im Frühjahr
  • Gießen: junge Pflanzen in den ersten 3 Jahren regelmäßig gießen
  • Düngen: im Frühjahr mit Koniferendünger
  • Schneiden: im Februar/März

➡️ Buchs (Buxus sempervirens)

Grüne Buchsbaum-Kugeln im Beet.
Der Buchs lässt sich prima in Form schneiden. | © EDEN / stock.adobe.com

Der Buchsbaum wird auch oft als Heckenpflanze gesetzt, ist allerdings sehr langsam wachsend und somit nur für kleine Hecken geeignet. Im Prinzip sind Buchsbaumpflanzen ideal als kleine, natürliche Begrenzung von Beeten oder Gartenwegen.

Der Buchsbaum macht aber auch als Einzelgewächs eine gute Figur und sorgt für mediterranes Flair. Das liegt vor allem daran, weil man den Buchsbaum gut in Form schneiden kann. Sie können z.B. geometrische Formen oder Tiermotive schneiden. Der Buxus sempervirens bietet also gleich mehrere Vorteile: Er ist dicht wachsend, pflegeleicht, anspruchslos und gut in Form zu bringen.

  • Standort: sonnig oder schattig
  • Boden: humusreicher Boden
  • Pflanzzeitpunkt: Oktober bis Mai
  • Gießen: besonders nach dem Pflanzen regelmäßig gießen
  • Düngen: jährliche Kalkgabe
  • Schneiden: zwischen Mai und August

➡️ Efeu (Hedera helix)

Eine Efeu-Ranke klettert einen Baumstamm hoch.
Efeu ist schnell wachsend und als Sichtschutz geeignet. | © Ivan Kmit / stock.adobe.com

Efeu ist beliebt, weil er rasant wächst und gut als Sichtschutz oder Blätterdach geeignet ist. Gern wird Efeu auch zur Fassadenbegrünung eingesetzt. Dafür muss die Fassade aber einwandfrei sein, denn die Haftwurzeln suchen sich schnell einen Weg durch Risse im Putz. Und das wiederum kann mit der Zeit für Probleme sorgen. Ansonsten ist Efeu auch sehr pflegeleicht. Der größte Pflegeaufwand beim Efeu betrifft das Zurückschneiden.

  • Standort: schattig/halbschattig
  • Boden: feucht/nährstoffreich
  • Pflanzzeitpunkt: ganzjährig möglich, außer bei Frost
  • Gießen: in der Hauptwachstumszeit regelmäßig
  • Düngen: vom Herbst bis zum Frühjahr alle 14 Tage mit Flüssigdünger
  • Schneiden: im Frühjahr

➡️ Stechpalme (Ilex aquifolium)

Nahaufnahme der Blätter der Stechpalme mit roten Früchten.
Die Stechpalme findet jedes Jahr Verwendung als Weihnachtsdeko. | © MarinoDenisenko / stock.adobe.com

Wie der Name es schon sagt, ist dies ein stacheliges Gebilde, das aber wunderschön aussieht, vor allem dann, wenn es seine roten Beeren bildet.

Auch hier Vorsicht: Der Busch ist giftig!

Besonders gut geeignet ist die Stechpalme als Sichtschutz, denn die glänzenden, immergrünen Blätter und die roten Früchte machen die Steckpalme zu einem echten Hingucker im Garten. Besonders markant sind aber auch die dornig gezahnten Blätter. Die Stechpalme ist nicht nur eine immergrüne, sondern auch eine sehr winterharte Pflanze.

  • Standort: gedeihen an jedem Standort
  • Boden: mäßig feucht
  • Pflanzzeitpunkt: auf frostfreiem Boden jederzeit möglich
  • Gießen: nur bei Topfpflanzen nötig
  • Düngen: nicht notwendig
  • Schneiden: Formschnitt im Sommer

➡️ Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Kirschlorbeer mit weißen Blütendolden.
Der Kirschlorbeer kommt sehr gut mit Trockenheit zurecht. | © Eileen Kumpf – Fotolia.com

Der Kirschlorbeer ist eine sehr beliebte Heckenpflanze, da der robuste, immergrüne Strauch zügig wächst und somit in nur kurzer Zeit eine blickdichte Hecke bildet. Außerdem kommt er mit Trockenheit sehr gut zurecht. Im Frühjahr trägt er cremeweiße, kerzenartig aufrechte Blütenstände aus denen bis August die kleinen schwarzen Lorbeerkirschen entstehen. Diese dürfen Sie niemals essen, denn Sie sind giftig. Nur durch Kochen werden die giftigen Substanzen zerstört.

  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: am besten trocken und sandig
  • Pflanzzeitpunkt: Herbst
  • Gießen: bei langer Trockenheit und im Winter an frostfreien Tagen
  • Düngen: Ende März mit Hornmehl und Kompost
  • Schneiden: Hecken Ende Juni in Form bringen
Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

6 Kommentare

  1. Christa Albiez on

    Ich freue mich jeden Tag über Ihre Gartentipps und möchte Ihnen an dieser Stelle mal herzlich dafür danken. Und ich erlaube mir, Sie auf einen kleinen Druckfehler hinzuweisen:
    Sie schreiben: Bei der Eibe handelt es sich um einen „immergrüner“ Nadelbaum. Hier muss es heißen: Bei der Eibe handelt es sich um einen „immergrünen“ Nadelbaum.
    Mit freundlichen Grüßen.
    Christa Albiez

  2. Hallo,Ich bin „Neuling“ (seit 2 Jahren) ich hatte / habe nicht sehr viel Ahnung im Garten. Aber durch DIESE Seite konnte ich mir mehr Wissen an eignen !
    Ich Lese auch Jeden TIPP den ich Brauchen kann und um etwas Um zu Gestallten !!
    DANKE DAFÜR !!!
    Ich Freue mich immer wieder.
    Manchmal ist es aber auch Richtig Harte Arbeit. ( hahaha…)

  3. Sehr hilfreich ihre Tipps.
    Vieles steht in meinem Garten, nicht alle Pflanzen.
    Der Buchs macht mir ein wenig Kummer mit dem Zünsler. Spritze immer und habe ihn so im Griff. Ich habe viele Buchspflanzen und das wäre schade wenn ich mich von ihnen trennen müsste.
    LG Brigitte

  4. Rudolf Berger on

    In der Schweiz ist der Kirschlorbeer in der Kategorie der Neophyten eingeteilt
    und zur Ausrottung empfohlen
    LG Ruedi

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