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Kirschlorbeer – pflanzen, düngen und schneiden

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Wer Kirschlorbeer pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen Solitär oder Heckenpflanzung. Lesen Sie hier, was bei der Pflege der Lorbeerkirsche zu beachten ist.

Blühender Kirschlorbeer
© fmb – Fotolia.com

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist ein immergrüner Baum oder Strauch, der im Volksmund auch Lorbeerkirsche genannt wird. Er trägt mittel- bis dunkelgrüne, glatte und glänzende Blätter, die denen des Echten Lorbeers täuschend ähnlich sehen. Die beiden Pflanzen mit den ähnlich klingenden Bezeichnungen sind jedoch nicht verwandt.

  • Familie: Rosengewächse
  • Unterfamilie: Spiraeoideae
  • Gattung: Prunus
  • Art: Lorbeerkirsche
  • Botanischer Name: Prunus laurocerasus

Von April bis Juni erscheinen an dem Ziergehölz aufrechte, traubenartige Blütenstände, die angenehm duftende, weiße Blüten zum Vorschein bringen. Später bilden sich noch kleine Steinfrüchte, die sich bis zur Reife schwarz färben. Auch wenn die Beeren noch so verlockend aussehen: Alle Pflanzenteile sind giftig! Die Beeren dürfen deshalb nicht gegessen werden.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Wuchsgeschwindigkeit: 15 – 40 cm im Jahr
Wuchshöhe: 200 – 350 cm
Wuchsbreite: 80 – 120 cm
Wurzelsystem: Herzwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: normaler Gartenboden
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Wachstum und Wuchsverhalten des Kirschlorbeers

Extratipp:
Der Kirschlorbeer lässt sich jederzeit problemlos umpflanzen.

Der Kirschlorbeer wird bis zu sieben Meter hoch und zwei bis drei Meter breit. Er wächst mittelstark bis stark. Je nach Sorte sind bis zu 40 Zentimeter Zuwachs pro Jahr möglich. Die Pflanze eignet sich sowohl zur Solitärstellung als auch zur Heckenpflanzung. Er gedeiht aber auch im Kübel sehr gut.

Wichtig:
Lorbeerkirschen sind so genannte Neophyten. Dabei handelt es sich um Pflanzen ausländischen Ursprungs, die sich hier teilweise ungehindert und massiv vermehren. In der freien Natur kann das Gehölz sogar andere, einheimische Pflanzen verdrängen. In einigen Gegenden steht die Lorbeerkirsche deshalb bereits auf der Schwarzen Liste. Im Garten können Sie den Kirschlorbeer aber gut unter Kontrolle halten.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Der Kirschlorbeer bevorzugt einen geschützten Standort. Sonne und Halbschatten verträgt er gleichermaßen gut. Normale Gartenerde ist zudem bestens geeignet, denn an den Boden stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche.

Kirschlorbeer Pflege

Lorbeerkirsche
Vorsicht: Die Früchte des Kirschlorbeer sind in rohem Zustand giftig! – © Otto Durst – Fotolia.com

Kirschlorbeer gießen

Die Lorbeerkirsche leidet unter Trockenheit. Sie sollten sie deshalb regelmäßig gießen, wenn es längere Zeit nicht regnet. Jungpflanzen brauchen nach dem Einsetzen zudem auch besonders viel Wasser.

Kirschlorbeer düngen

Bei einem nährstoffhaltigen Boden ist Dünger nicht unbedingt notwendig. Sie können aber mit dem Düngen im Frühjahr das Wachstum beschleunigen. Gut geeignet sind Kompost und Mist, eventuell gemischt mit Hornspänen. Blaukorn bewirkt ebenfalls ein stärkeres Wachstum. Diesen Dünger müssen Sie in den Boden einarbeiten. Bequemer ist Mineraldünger in flüssiger Form. In unserem Artikel Kirschlorbeer düngen – So wird’s gemacht finden Sie nähere Informationen dazu.

Kirschlorbeer schneiden

Form- und Auslichtungsschnitte sind wichtig, damit der Kirschlorbeer nicht zu sehr wuchert. Die Lorbeerkirsche ist schnittunempfindlich. Außer im Winter können Sie deshalb zu jeder Zeit einen Rückschnitt vornehmen. Verholzte Zweige dürfen Sie ruhig bis zum Boden abschneiden. Das Gehölz treibt anschließend wieder frisch aus.

Kirschlorbeer überwintern

Die meisten Kirschlorbeer-Sorten sind weitgehend winterhart. Im Kübel braucht der Kirschlorbeer jedoch einen Frostschutz. Günstig ist auch eine Überwinterung in einem kühlen, trockenen Raum.

Bei Pflanzen im Freiland können einige Blätter im Winter erfrieren. Doch keine Angst: das Ziergehölz erholt sich im Frühjahr schnell wieder und treibt neu aus.

Krankheiten & Schädlinge

Der Kirschlorbeer ist relativ robust und gegen Schädlinge überwiegend resistent. Lediglich die Chlorose (ein Mangel an Eisen oder anderen Nährstoffen) kann dem Kirschlorbeer mal zu schaffen machen. Das erkennen Sie an gelben bis braunen Blättern. Wichtig ist in diesem Fall eine Bodenverbesserung. Kalkhaltiges Wasser sollten Sie dann nicht mehr zum Gießen verwenden.


Foto1: © fmb - Fotolia.com, Foto2: © Otto Durst - Fotolia.com

2 KOMMENTARE

  1. Hallo, als absolute Neu Gärtnerin (und ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung) habe ich von Gartentipps.com, schon viele hilfreiche Tipps bekommen. Dankeschön.
    Nun bin ich sehr erstaunt darüber, dass Sie schreiben, dass der Kirschlorbeer blüht und Beeren bekommt.Mein Schatz bei dem ich seit 3 Jahren wohne, hat den Kirschlorbeer wohl immer arg verkleinert, weil gewachsen ist der wirklich wie nix sonst im kleinen Garten. Aber sonst hat er nix gemacht. Okay er sagte immer, es sei ein Kirschlorbeer! Und ich habe ja erst dieses Jahr im Mai angefangen, mich mit dem Garten zu beschäftigen. Außer Ihre Düngetipps endlich mal anzuwenden, was kann ich denn sonst noch tun, damit der Kirschlorbeer vielleicht wenigstens nächstes Jahr blüht und Beeren bekommt?
    Herzliche Grüße

    • Eigentlich musst du gar nichts machen, wenn der Kirschlorbeer gesund aussieht und gut wächst (wie du selbst sagst). Die weiß/grünen Blüten sind recht klein und unscheinbar und vielleicht deshalb noch gar nicht aufgefallen (siehe Bild ganz oben)? Aus den weißen Blüten entstehen dann im August die dunklen Früchte.
      Ich verstehe auch nicht ganz warum dir die Früchte so wichtig sind. Zum Verzehr sind die sowieso nicht geeignet.

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