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Buchsbaum – Pflanzen, düngen und schneiden

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Es gibt wohl kaum einen Garten, indem man keinen Buchsbaum findet. Kein Wunder, denn der immergrüner Strauch wächst zuverlässig und ist total pflegeleicht.

Buchsbaum
© maxandrew – Fotolia.com

Der Buchsbaum ist ein immergrüner Strauch, der auch als Baum vorkommen kann. Wesentlich gebräuchlicher ist aber die niedrige Strauchform. Er trägt viele kleine, dunkelgrüne, ledrige Blätter und ist extrem schnittverträglich. Doch Vorsicht: Alle Teile des Buchsbaums sind giftig.

  • Familie: Buchsbaumgewächse
  • Gattung: Buchsbäume / Buxus
  • Art: Gewöhnlicher Buchsbaum
  • Botanischer Name: Buxus sempervirens

Buchsbaum kommt besonders in Einzelstellung gut zur Geltung, vor allem dann, wenn er spektakulär in Form geschnitten ist. Die beliebteste Schnittform ist die Kugel, möglich sind aber auch andere geometrische Formen. Sogar Tiere und Figuren lassen sich mit Fachkenntnis aus dem Gewächs formen. Als Hecke wird der Buchsbaum vor allem im Haus-, Zier- und Bauerngarten sowie in öffentlichen Anlagen kultiviert.

Wachstum und Wuchsverhalten des Buchsbaums

Der Buchsbaum wächst langsam: In einem Jahr legt er gerade mal nur etwa 10 bis 20 Zentimeter zu. Nicht sonderlich viel, aber als Hecke oder Strauch kann er immerhin eine Höhe von 2 bis 4 Metern erreichen. Bäume können sogar bis zu 8 Meter hoch werden. Die Pflanze gedeiht aber auch im Kübel sehr gut, allerdings ist dann im Winter ein Frostschutz notwendig. Mehr dazu später.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Der Buchsbaum ist pflegeleicht und anspruchslos. Er ist mit jedem Standort zufrieden, egal, ob Sonne, Schatten oder Halbschatten. Ein kalkhaltiger, leicht feuchter Boden ist optimal. Staunässe verträgt er jedoch nicht. Deshalb sollten Sie die Erde eventuell mit Blähton, Sand und kleinen Steinen verbessern.

Pflegemaßnahmen und Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge

Buchsbaum-Formen
© Fotoschlick – Fotolia.com

Gießen und düngen:

Der Buchsbaum braucht nur wenig Pflege. Wasser schadet ihm nicht, weshalb Sie ihn regelmäßig gießen sollten, wenn es längere Zeit nicht regnet. Zeigen sich nach dem Winter braune Blätter und Triebe, dann ist das ein Zeichen für winterlichen Wassermangel. Nach dem nächsten Schnitt erholen sich die Pflanzen jedoch schnell wieder. Bekommt er gelbe Blätter, hat das diese Ursachen.

Volldünger, Buchs- und Heckendünger oder Kompost werden von den Buchsbäumen im Frühjahr gut vertragen und fördern das Wachstum.

Schnitt:

Der Schnitt ist für den Buchsbaum sehr wichtig. Einerseits wachsen die Sträucher dann dichter und üppiger, andererseits können Sie den Buchs damit in die gewünschte Form bringen. Geschnitten wird ab Anfang Mai. Für einen gezielten Formschnitt dann sogar alle sechs Wochen. Wer den Strauch nur in einer bestimmten Höhe halten möchte, schneidet natürlich seltener.

Tipp: Eine spezielle Buchsschere mit kurzen Klingen ist für den Formschnitt hilfreich. Für den normalen Schnitt eignet sich eine Akkuschere.

Überwinterung:

Auch wenn Buchsbäume im Freiland frostfest sind, so brauchen sie im Kübel trotzdem eine Unterlage aus Styropor und eine Kokosmatte als Hülle. Die Pflanze selbst sollten Sie mit Stroh im Jutesack oder ähnlichem schützen. Achtung: Als immergrüner Strauch sollte Buchs auch im Winter in frostfreien Perioden gegossen werden.

Krankheiten und Schädlinge:

Gelegentlich treten Pilzkrankheiten auf. Eine feuchtwarme Witterung begünstigt die Verbreitung obendrein noch. Betroffene Triebe und Blätter erkennen Sie an einer dunkelbraunen Verfärbung. Diese müssen Sie dann großzügig entfernen. Unterstützen können Sie den Heilungsprozess mit einem Fungizid.

Einheimische Schädlinge befallen den robusten Buchsbaum nur sehr selten. Eine wesentlich größere Gefahr ist der Zünsler beziehungsweise die Raupe des Schmetterlings. Der Kleinschmetterling stammt aus Fernost. Das Problem: seine Raupen sind fast nicht zu bekämpfen. Die Schmetterlingsraupen sind hell- bis dunkelgrün mit schwarzen und weißen Punkten. Sie fressen Buchsbaumblätter und junge Rinde an frischen Zweigen. Als Gegenmaßnahme hilft nur: Augen auf und Raupen absammeln. Zünslerraupen haben hier keine natürlichen Feinde und können sich deshalb ungehindert ausbreiten – der sichere Untergang für jede befallene Buchsbaumpflanze.


Foto1: © maxandrew - Fotolia.com, Foto2: © Fotoschlick - Fotolia.com

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