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Forsythie vermehren – So klappt’s durch Stecklinge & Absenker

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Für eine Forsythienhecke werden schon einige Jungpflanzen benötigt. Eine günstigere Alternative zum Kauf der Pflanzen ist die Vermehrung des Goldglöckchens über Stecklinge oder Absenker.

Forsythie vermehren
© Ronny – Fotolia.com

Das gelbe Blütenkleid der Forsythie sieht wunderbar aus – besonders als Hecke. Wer aber nicht alle Pflanzen beim Gärtner kaufen möchte, kann mit etwas Geduld Forsythien selber vermehren. Dafür stehen zwei Möglichkeiten bereit:

  • Vermehrung durch Stecklinge
  • Vermehrung durch Absenker

Diese möchten wir Ihnen hier einmal genauer erläutern.

Vermehrung über Stecklinge

Besonders einfach klappt die Vermehrung über Stecklinge. Wer hier gewissenhaft vorgeht und die optimalen Bedingungen schafft, der kann seine Pflanze schon im kommenden Frühjahr an seinen endgültigen Standort setzen.

So gehen Sie bei der Vermehrung vor:

  1. Schneiden Sie hierfür leicht verholzte Triebe mit einer Länge von rund 15 bis 20 Zentimetern kurz nach der Blütezeit im Juni ab. Übrigens ist diese Zeit sowieso für einen Rückschnitt der Forsythie besonders zu empfehlen.
  2. Befreien Sie die Triebe anschließend von den unteren Blättern und stecken Sie sie zu zwei Dritteln in ein Erde-Sand-Gemisch oder in frische Anzuchterde.
  3. Ungefähr ein Drittel des Triebes sollte aus der Erde ragen, die leicht feucht und warm gehalten wird, damit die Forsythie gut anwurzelt. Vermeiden Sie aber bitte Staunässe. Die optimale Temperatur liegt zwischen 20 °C und 25 °C an einem geschützten Standort.

➯ Stecklinge im Garten platzieren
Sobald die Stecklinge angewurzelt sind, können Sie sie an den gewünschten Platz im Garten verpflanzen. Die anspruchslose Forsythie passt sich schattigen und sonnigen Standorten ebenso an wie trockenen Bodenverhältnissen. Der optimale Pflanzzeitpunkt ist das Frühjahr.

Vermehrung über Absenker

Neben Stecklingen können Sie Forsythien auch über junge Zweige vermehren, die im Kontakt mit der Erde neue Wurzeln bilden. Diese Zweige werden nicht abgeschnitten, sondern nach unten gebogen – deshalb nennt man sie „Absenker“.

Und so geht’s:

  1. Wählen Sie einen Trieb, der direkt am Boden wächst. Dieser Trieb wird nun in der Mitte von Blättern befreit und dort leicht angeschnitten, um die Wurzelbildung zu fördern.
  2. Legen Sie diesen Bereich nun in die zuvor aufgelockerte Stelle und bedecken Sie ihn mit weiterer Erde. Damit die Schnittstelle unter der Erde bleibt, können Sie den Absenker bei Bedarf mit Steinen, Stöcken oder einem Zelthering beschweren.
  3. Achten Sie darauf, dass die Triebspitze noch aus dem Boden ragt. Sie können den Trieb auch vorsichtig an einem Stock oder Schaschlikspieß befestigen (mit feinem Draht oder Faden), damit er gerade wächst.

➯ Jungpflanzen nach einem Jahr trennen
Durch das Anschneiden des Forsythien-Triebs bildet der Absenker eigenständige Wurzeln und wächst zu einer neuen Pflanze heran, die nach circa einem Jahr von der Mutterpflanze getrennt werden kann. Benutzen Sie dafür eine Gartenschere oder einen Spaten; fertig ist Ihre Jungpflanze.

Jetzt können Sie die Forsythie an ihren endgültigen Standort setzen.

» Noch ein Tipp: Um eine Hecke als Zierde oder Sichtschutz zu pflanzen, brauchen Sie zwei Pflanzen je laufendem Meter Gartenfläche. Viel Spaß dabei!


Foto1: © Ronny - Fotolia.com

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