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Frangipani pflanzen – So machen Sie es richtig

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Sie mögen es gerne exotisch im Garten? Dann darf die Frangipani in Ihrer grünen Oase auf keinen Fall fehlen, denn sie ist ein richtiger Hingucker.

Frangipani pflegen
© beerphotographer – Fotolia.com

Die Plumeria oder Frangipani ist vor allem in Mittelamerika sowie in der Karibik beheimatet. Dies wirkt sich entsprechend auf den Standort aus, den sich die Pflanze auch hierzulande wünscht. Obwohl die Pflanze zumindest in der Theorie aus Stecklingen und Samen herangezogen werden kann, ist es in der Praxis ein langer Weg, bis eine Frangipani-Pflanze aus Samen nach Jahren zum ersten Mal blüht. Das sollten Sie unbedingt bedenken. Worauf es außerdem ankommt, damit diese exotische Pflanze prächtig gedeiht, verraten wir Ihnen im weiteren Verlauf.

So sieht der perfekte Frangipani-Standort aus

Für die Plumeria muss ein ebenso warmer wie sonniger Standort her. Dieser Platz sollte nicht nur gut temperiert, sondern auch möglichst hell sein. Staunässe kann hingegen sehr schnell das Ende der Pflanze bedeuten und ist daher unbedingt zu vermeiden. Gleiches gilt auch für direkte Zugluft, welche auf die Frangipani einwirkt.

Erst im Sommer, sprich ab ungefähr Mitte Mai, darf die Pflanze bei ausreichend warmen Temperaturen ins Freie gestellt werden. Auch dann ist ein vollsonniger Standort ein Muss. Dabei diktieren die vorherrschenden Wetterverhältnisse, wie lange die Frangipani-Pflanze draußen bleiben kann und wann sie wieder ins Haus oder in den Wintergarten geholt werden muss. Dies ist meist erst Ende September der Fall.

In einem beheizbaren Wintergarten steht die Frangipani generell das ganze Jahr über sehr gut. Es bieten sich aber auch lichtdurchflutete Wohnräume als idealer Standort für dieses exotische Gewächs an.

So pflanzen Sie die Frangipani richtig in den Garten

Beim Anpflanzen von Frangipani-Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Blätter der Pflanze nicht verletzt werden. Das schadet schließlich nicht nur der Pflanze. Auch Sie selbst müssen aufpassen, denn der Milchsaft, der dann austritt, ist giftig, so dass es durchaus zu Hautreizungen kommen kann. Wer eine Frangipani-Pflanze aus Samen großgezogen hat, sollte sich nicht wundern, wenn diese erst nach mehreren Jahren Blüten trägt. Es gilt also, die Pflanze weiterhin gut zu pflegen, da es sich durchaus nicht um einen Fehler beim Anpflanzen handeln muss. Generell müssen Sie beim Pflanzen folgende Punkte beachten:

❍ Pflanzgefäß:

Am besten pflanzen Sie die Frangipani in einen ausreichend großen und schwarzen Topf aus Plastik. Töpfe aus Ton sind hingegen nicht zu empfehlen, da die feinen Wurzeln an diesen Töpfen festwachsen können. Wenn es dann an der Zeit ist, die Plumeria umzutopfen, könnte dies wiederum zu Verletzungen im Wurzelbereich der Pflanze beitragen. Einen Tontopf dürfen Sie nur bei älteren Frangipani-Pflanzen verwenden, da diese bereits robuster und widerstandsfähiger sind. Bei ihnen kann im Abstand von drei bis fünf Jahren zudem ein Rückschnitt der Wurzeln erfolgen.

Abhängig von der zu erwartenden Wuchshöhe sollte der Topf für eine Frangipani einen Durchmesser von 14 bis 30 Zentimetern vorweisen. Bei älteren Pflanzen darf es gerne ein etwas größerer Topf sein.

❍ Erde:

Da die Pflanze sehr durchlässige Erde bevorzugt, greifen Sie am besten auf eine Erde speziell für Plumerias zurück. Sofern diese nicht erhältlich ist, lässt sich die Erde aber auch selbst anmischen, wobei Sie auf einen möglichst guten Wasserabfluss achten müssen. Folgende Bestandteile machen die ideale Frangipani-Erde aus:

  • Kaktuserde
  • Tonsteinchen
  • Kokosrinde/Kokohum
  • Perlite
  • ein wenig Katzenstreu

So pflegen Sie die Frangipani-Pflanze richtig

❍ Gießen:

Nur wenn Sie die Frangipani-Pflanze in sehr gut durchlässiger Erde angepflanzt haben, gedeiht sie prächtig. Vor allem im Sommer sollten Sie die Pflanze regelmäßig gießen, was auch auf die durchlässige Erde zurückzuführen ist. Immerhin trägt der durchlässige Erdboden dazu bei, dass die Plumeria schneller austrocknen kann. Eine Fingerprobe verrät Ihnen, ob es an der Zeit ist, die Pflanze zu gießen. Allerdings sollten Sie übermäßiges Gießen vermeiden, da die Pflanze sonst faulen kann.

Ab November sollten Sie die Pflanze nicht mehr gießen, denn dann beginnt die Ruhezeit. Das nächste Mal gilt es die Frangipani erst zu gießen, wenn sie neu austreibt. Dies ist meist Mitte oder Ende März der Fall. Nur ein verschrumpelter Stamm ist ein Grund, warum die Frangipani schon früher gegossen werden sollte – auch dann aber bitte nur wenig. Denn Feuchtigkeit während der Ruhezeit lässt die Chancen einer Fäule ungemein ansteigen.

❍ Düngen:

Während der Wachstumsphase sollten Sie das Gewächs im Abstand von ein bis zwei Wochen düngen. Ein phosphatreicher Dünger ist dabei eine sehr gute Wahl, während ein nitratreicher Dünger während der Anzucht zu empfehlen ist.

❍ Umtopfen:

Umtopfen sollten Sie die Frangipani immer nur im Abstand von vier bis fünf Jahren. Dabei müssen Sie beachten, dass Sie die Pflanze immer erst im Anschluss an die Winterpause, sprich zu Beginn der Wachstumsphase umtopfen. Vor allem dann, wenn bereits Blütendolden an der Pflanze zu sehen sind, kann die Frangipani-Pflanze nicht mehr umgetopft werden. Denn das könnte sonst dazu führen, dass sich die Blüten nicht weiterentwickeln. Spätestens ab September ist das Umtopfen zudem ein Tabu, da dies die Pflanze zu viel Kraft kosten würde, bevor es in die Winterruhe geht.

Das Umtopfen an sich ist wichtig, da es die Frangipani zum Wachsen anregt. Außerdem werden die Wurzeln durch das Umtopfen kräftiger, da die Pflanze neue Wurzeln ausbilden muss.

Die Plumeria kann entweder im gleichen Topf mit frischer Erde oder in einem neuen, größeren Topf wieder eingepflanzt werden. Wichtig ist nur, dass Sie beim Umtopfen frische Erde spezielle für Frangipani-Pflanzen verwenden und den Wurzelballen bei jedem Umtopfen um gut 25 Prozent ausdünnen.


Foto1: © beerphotographer - Fotolia.com

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