Gartengestaltung Gartenhäuser & Gerätehäuser

Gartenhaus bewohnbar machen – Tipps zu Isolation, Heizung und Anschlüssen

Wer ein Gartenhaus bewohnbar machen will, braucht ein passendes Grundstück und vor allem eine Baugenehmigung. Worauf Sie noch achten müssen, klärt dieser Ratgeber.

Gartenhaus bewohnbar machen
Wohnen im Grünen ist ein Wunsch vieler Stadtbewohner | © Marianna / stock.adobe.com

Was dem einen sein Wohnmobil, ist dem anderen sein Gartenhaus. Dem Lärm der Stadt entfliehen und die Ruhe genießen, das haben beide Varianten gemeinsam. Nun kann und will sich aber nicht jeder ein Wohnmobil leisten und in den meisten Fällen reicht der eigene Garten als Erholungsort auch völlig aus.

Der Mittelpunkt des Gartens – das Gartenhaus – dient überwiegend dazu, Geräte und Gartenmöbel zu verstauen. Doch der Wunsch, das Gartenhaus auch als Outdoorwohnbereich zu nutzen, wächst stetig. Haben auch Sie den Traum, Ihr Gartenhaus bewohnbar zu machen und direkt nach dem Aufstehen schon mitten in Ihrer kleinen grünen Oase zu stehen? Dann folgen Sie meinem Ratgeber, ich zeige Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt zu Ihrem neuen privaten Rückzugsort kommen und was dabei zu beachten ist.

❶ Baugenehmigung beantragen

Gartenhaus Bauantrag
Wer ein Gartenhaus zu Wohnzwecken errichten will, braucht eine Baugenehmigung | © Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Wer ein Gartenhaus als Wohndomizil errichten, oder ein bereits bestehendes Gartenhaus bewohnbar machen will, muss sich erst einmal mit der deutschen Bürokratie auseinandersetzen. Leider ist es nicht gestattet, einfach so drauf loszulegen. Ob und welche Baugenehmigung erforderlich ist, hängt von Ihrem Wohnsitz bzw. Bundesland ab. Hin und wieder im Gartenhaus zu übernachten, ist meist ohne Probleme möglich. Für dauerhaftes Wohnen im Gartenhaus müssen Sie einen Bauantrag bei Ihrer Gemeinde stellen. Eine Liste aller Bauämter finden Sie bei aemter.org.

Soll das Gartenhaus dauerhaft bewohnt werden, quasi Ihr künftiger Hauptwohnsitz sein, handelt es sich um eine Nutzungsänderung. Aus einem Gartenhaus wird baurechtlich gesehen ein Gebäude – mit entsprechenden Vorschriften.

❷ Fundament und Anschlüsse

Gartenhaus Fundament
Wichtige Basis für Ihr Gartenhaus: ein solides Fundament | © Seroma72 / stock.adobe.com

Ist die Hürde der Baugenehmigung genommen, dürfen Sie mit der Errichtung Ihres Wohn-Gartenhauses beginnen. Gleich vorab sei gesagt, ohne Fundament kein Gartenhaus, denn das ist die Basis für einen festen und langfristigen Stand Ihres neuen Wohnsitzes. Ein solides Fundament sorgt letztendlich auch dafür, dass sich Fenster und Türen nicht verziehen und der Boden des Gartenhauses vor Nässe geschützt ist. Welche Beschaffenheit das Fundament haben muss, ist abhängig von Boden und Gartenhausgröße. Beim Kauf eines Gartenhauses gibt der Hersteller entsprechende Angaben mit.

➔ Strom und Wasser

Anschlüsse für Strom und Wasser sind in einem bewohnbaren Gartenhaus unerlässlich. Berücksichtigen Sie diese am besten schon beim Bau des Fundaments. Falls entsprechende Leitungen und Kabel noch nicht vorhanden sind, können Sie das Verlegen der Anschlüsse – wie bei jedem anderen Grundstück auch – beantragen.

Wo genau im Gartenhaus überall Strom und Wasser gebraucht wird, sollten Sie vorab genau überlegen. Hier meine Tipps für die Grundausstattung:

  • Anschlüsse für Waschgelegenheit, Dusche, WC-Spülung
  • Steckdosen für Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowelle, Elektroherd
  • Kabel und Anschlüsse für Lampen, Fernseher, Computer, Musikanlage

❸ Heizung für das Gartenhaus

Gartenhaus Heizung
Eine im Spiegel integrierte Heizung spart Platz | © Angelov / stock.adobe.com

Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende und spätestens dann wird es frisch im Gartenhaus. Ohne entsprechende Heizung werden Sie dort also nicht dauerhaft wohnen können. Da die meisten Gartenhäuser überwiegend aus Holz bestehen, sollte man mit einer Ofenfeuerung vorsichtig sein. Diese bringt zwar kuschelige Wärme, birgt aber auch die Gefahr eines Brandes. Hinzu kommen Kosten für den Schornsteinfeger, denn ein Ofen muss immer abgenommen und genehmigt werden.

Eine gute und vor allem sichere Alternative ist eine Infrarotheizung für das Gartenhaus. Diese gibt eine ebenso behagliche Wärme ab wie ein Ofen, wirbelt aber keinen Staub auf und beugt Schimmel vor. Ein weiterer Vorteil: Infrarotheizungen können platzsparend und optisch schön an der Wand angebracht werden, denn es gibt diese Heizungsart versteckt in einem Spiegel, im Hexagonformat oder als dekorative Bildheizung. Bei meiner Recherche sind mir die Infrarotheizungen von Knebel.de besonders ins Auge gestochen, denn die Auswahl an entsprechenden Modellen ist wirklich groß. Zudem habe ich beim Profi für Infrarot-Heizssyteme gleich noch einen Tipp bekommen: wer seine Infrarotheizung mit einer Solaranlage koppelt, spart auf Dauer Strom!

❹ Gartenhaus isolieren

Gartenhaus Dämmung
Mit guter Dämmung bleibt Ihr Gartenhaus auch im Winter bewohnbar | © Marianna / stocka.dobe.com

Um Wärmeverlust und Schimmelbildung zu vermeiden, rate ich dringend dazu, das Gartenhaus entsprechend zu isolieren – quasi vom Boden bis zum Dach. Mit einer guten Dämmung ist Ihr Gartenhaus gegen witterungsbedingte Einflüsse (Regen, Schnee, Frost) geschützt und heizt sich im Sommer nicht zu sehr auf. Passende Dämmstoffe gibt es bei benz24.de, hier werden Ihnen auch anschaulich die Unterschiede erklärt – das macht die Materialauswahl leichter.

» Extratipp: Mit einer ökologischen Dachbegrünung schützen Sie Ihr Gartenhaus zusätzlich vor Regen, Hagel und auch Hitze, denn die Begrünung wirkt wie eine natürliche Klimaanlage.

❺ Gartenhaus einrichten

Gartenhaus einrichten
Machen Sie es sich drinnen und draußen gemütlich | © Vadim Andrushchenko / stock.adobe.com

Sie sehen, bevor Sie Ihr Gartenhaus letztendlich von innen bewohnbar machen können, stehen einige Aufgaben an. Diese sind jedoch wichtig, damit Sie es in Ihrem neuen Zuhause warm und trocken haben. Nun kommt aber der schönste Part, das Einrichten des Gartenhauses. Hier entscheiden Ihr persönlicher Geschmack und Ihre Kreativität. Weil im Gartenhaus bekanntlich aber nicht so viel Platz zur Verfügung steht, hier noch einige Einrichtungstipps:

  • Entscheiden Sie sich besser für schlichtes Inventar, als für üppige Loungemöbel.
  • Helle Farben lassen Räume größer wirken.
  • Schmale Schränke bringen optisch mehr Höhe.
  • Dekorieren Sie mit praktischen Gegenständen, die Sie auch wirklich benutzen.

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