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Gartenhausdach bepflanzen – Anleitung für eine umweltfreundliche Dachbegrünung

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Die meisten Gartenhäuser sehen auf dem Dach immer gleich aus: Dachpappe oder eine Alu-Blech scheinen 1. Wahl zu sein. Mit einer bepflanzten Dachbegrünung zeigen Sie Ihren grünen Daumen.

Grüne Dächer sind gut für die Umwelt
Grüne Dächer sind gut für die Umwelt
Ein Gartenhaus ist doch wirklich etwas Schönes. Je nachdem, für welches Modell Sie sich entschieden haben, können Sie darin Ihre Gartengeräte aufbewahren oder aber sogar darin wohnen. Gartenhäuschen lassen sich schließlich auch zu kleinen Wohnungen einrichten. Besonders Kinder lieben es, wenn sie hier im Sommer mit ihren Freunden schlafen können. So sind sie nicht weit weg von zuhause, aber trotzdem in ihrem eigenen Reich.

Gartenhäuser sind heute also weitaus mehr, wie nur Abstellschuppen. Es lässt sich wo vieles daraus machen. Vor allem äußerlich. Sie können zum Beispiel das Gartenhaus streichen oder mit Blumen umpflanzen. Ja selbst das Dach des Gartenhauses können Sie begrünen. Das sieht wirklich schön aus und ist ein wahrer Hingucker. Unter anderem schaffen Sie so auch einen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Das Dach eines Gartenhauses muss also gar nicht trist aussehen. Mit ein paar Handgriffen zaubern Sie daraus eine kleine grüne Oase.

Arten der Dachbegrünung

Experten unterscheiden beim Thema Dachbegrünung zwei verschiedene Arten. Die extensive und die intensive Dachbegrünung.

extensive Dachbegrünung:

Bei der extensiven Dachbegrünung wird eine Schicht aus ca. 10 Zentimeter hohen Pflanzen angelegt, die sehr naturnah ist. Um das zu realisieren, werden in der Regel Moose, Kräuter und Gräser auf das Dach gepflanzt. Auch niedrige Stauden wie Hauswurz und Mauerpfeffer können hier ihren Platz finden. Welche Pflanzen sich genau eignen, zeigt die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung E.V. (FBB) auf der Internetseite www.fbb.de. Sie finden auch eine Liste mit geeigneten Pflanzen auf www.dachbegruenung-ratgeber.de.

intensive Dachbegrünung:

Bei der intensiven Dachbegrünung werden hingegen Stauden, kleine Sträucher, Bäume und Gräser auf dem Dach platziert. Diese Art der Dachbegrünung hat dann meist eine Höhe von ca. 20 bis 40 Zentimeter. Wie Sie sich denken können, ist die extensive Dachbegrünung im Vergleich zur intensiven viel pflegeleichter, da Sie die Pflanzen einfach wachsen lassen können. Bei der intensiven Variante müssen Sie die Stauden, Sträucher und Bäume hingegen auch mal stutzen.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: am besten klappt die Dachbegrünung immer auf einem Gartenhaus mit Flachdach. Gemeint sind damit Gartenhäuschen wie z.B. die Modelle „Miami“, „Ibiza“ und „Rhodos“, die ich auf der Internetseite www.steda-online.de gesehen habe. Hier können Sie sich am besten drauf bewegen und nicht wegrutschen.

So begrünen Sie ein Gartenhausdach

1Zunächst einmal müssen Sie das Dach reinigen und dann ein Schutzvlies und eine PE-Wurzelschutzfolie auslegen, damit das Dach nicht von den Wurzeln angegriffen werden kann. Anschließend noch einmal Schutzvlies auslegen. Die Bahnen sollten sich am besten ca. 10 Zentimeter überlappen. Anschließend die Abflussöffnungen frei schneiden.

2Nun müssen Sie noch eine Drainageschicht aus Matten auslegen. Das ist wichtig, denn nur so müssen Sie das Gartenhausdach später nicht bewässern. Auch diese Matten sollten sich seitlich wieder etwas überlappen. Vergessen Sie auch nicht den Dachablauf frei zu schneiden.

3Anschließend muss noch eine Schicht aus Filtervlies folgen. Diese stellt den Nährstoffausgleich sicher und sorgt zusätzlich für mehr Halt. Achten Sie auch hier wieder darauf, dass sich die Bahnen überlappen.

4Jetzt können Sie schon das Substrat auf dem Gartenhausdach verteilen. Diese Schicht sollte etwa 8 Zentimeter hoch sein. Daraufhin können Sie dann auch gleich Pflanzen setzen, Sprossen streuen oder Samen aussäen. Eben ganz so wie Sie es möchten. Abschließend alles gut bewässern.

5Nun kommt es nur noch auf die richtige Pflege an. In den ersten vier Wochen sollten Sie das Gartenhausdach jede Woche etwa vier Mal gießen, damit die Pflanzen und Samen gut anwachsen. Ansonsten müssen Sie nur ein bis zwei Mal im Jahr Unkraut jäten. Außerdem müssen Sie die Erde von Birken- oder Weidensamen befreien.


Foto1: © Stefan Körber - Fotolia.com

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