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Nickender Lauch – Pflanz- und Pflegetipps für die bienenfrendliche Staude

Nickender Lauch ist eine bienenfreundliche Zwiebelstaude mit hängenden Doldenblüten. Allium cernuum ist robust, pflegeleicht und winterhart.

Nickender Lauch
Nickender Lauch blüht von Juni bis Juli | © aleks22n / stock.adobe.com

Der Nickende Lauch (Allium cernuum) kann mit seinen aparten Blüten Rabatten, Steingärten und auch Bauerngärten bereichern. Der zierliche Lauch lässt seine weißen, rosa oder violetten Blüten im Juni erscheinen. Die Blütenform ist dabei eine Besonderheit, denn aus einer Zwiebel wachsen mehrere glockenähnliche Blüten, welche ihre Köpfe nach unten neigen. Der Nickende Lauch, auch Spitzzwiebel oder Frauenlauch genannt, ist einfach zu pflegen und findet auch in kleinen Gärten Platz.

Standort

Die ursprüngliche Heimat von Nickender Lauch erstreckt sich zwischen Nordamerika und Mexiko. Dort finden wir die Zwiebelpflanzen vorwiegend in felsigen Gegenden oder auf mit Wildstauden bewachsenen Freiflächen.

Ein sonniger und warmer Standort ist perfekt für Nickender Lauch. Halbschatten tolerieren die Pflanzen. Erst wenn die Sonne weniger als drei Stunden täglich auf die Pflanzen trifft, wird die Blütenfülle darunter leiden.

Nickender Lauch (Allium cernuum)
Wuchs: aufrechte Blütenstiele, horstig
Wuchshöhe: 30 – 40 cm
Wuchsbreite: 20 – 30 cm
Pflanzabstand: 30 cm
Standort: Sonne
Boden: trocken, durchlässig, lehmig-sandig
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Boden

Nickender Lauch ist, was den Boden betrifft, recht anspruchslos. Bevorzugt wird ein durchlässiger Boden mit hohem Sandanteil. Es sollte dafür gesorgt sein, dass die Feuchtigkeit gut abfließen kann. Staunässe verträgt der Nickende Lauch nicht. Ebenso können sich die Zwiebelpflanzen in einem sauren Substrat nicht wie gewünscht entwickeln.

Der ideale Boden besitzt folgende Merkmale

  • sandig-lehmig
  • gut durchlässig
  • humos
  • gleichmäßig feucht

Pflanzanleitung

Nickender Lauch
Nickender Lauch kann im Herbst und im Frühjahr gepflanzt werden | © aleks22n / stock.adobe.com
  1. Standplatz aussuchen
  2. Boden gut auflockern
  3. Substrat ggf. mit Sand anreichern
  4. Pflanzabstände beachten
  1. Pflanzlöcher ausheben
  2. Zwiebeln einsetzen
  3. Substrat auffüllen
  4. Zwiebeln angießen

Die Bodenqualität lässt sich bereits bei der Pflanzung verbessern. Dies erspart Ihnen etwaige Nacharbeit. Erscheint das Substrat sehr fest und schwer, besitzt es einen hohen Lehmanteil und sollte mit Sand vermischt und damit lockerer und durchlässiger gestaltet werden.

Auch die Anreicherung mit Nährstoffen kann bereits beim Pflanzen des Nickenden Lauch erfolgen. Vermischen Sie das Substrat mit Humus, Hornspänen oder reifem Kompost. Dies erhöht den Nährstoffgehalt im Boden und verschafft den Pflanzen einen Wachstumsschub.

Gießen

In seiner ursprünglichen Heimat wächst der Nickende Lauch bevorzugt auf trockenen Böden. Auch in heimischer Kultur ist der Flüssigkeitsbedarf mäßig. Meist können sich die Pflanzen über das Regenwasser ausreichend mit Feuchtigkeit versorgen.

Herrscht im Sommer anhaltende Trockenheit, können Sie gelegentlich gießen. Der Boden darf zwischen den einzelnen Wassergaben gut abtrocknen. Gießen Sie niemals so viel, dass die Erde komplett durchnässt wird.

Düngen

Ob gedüngt werden muss, hängt mit der Qualität des Bodens zusammen. Wurde das Substrat, wie unter dem Kapitel „Pflanzanleitung“ beschrieben, vorbereitet, ist keine weitere Düngung nötig.

Haben Sie versäumt, den Boden aufzuwerten, können Sie während der Wachstumsperiode alle 14 Tage etwa Flüssigdünger für Blühpflanzen ins Gießwasser geben.

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Vermehren

Der Nickende Lauch sät sich selbst aus. Dies erfolgt allerdings nicht allzu intensiv. Sie müssen also nicht befürchten, dass sich der Nickende Lauch im kompletten Garten ausbreitet.

Ältere Pflanzen können durch Teilung vermehrt werden.

Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Pflanzen ausgraben
  2. Pflanze von Substrat befreien
  3. Zwiebeln teilen
  4. Teilstücke separat verpflanzen

Wenn Sie den Nickenden Lauch durch Samen vermehren möchten, müssen einige Dinge beachtet werden. Die Pflanzen werden zu den Kaltkeimern gezählt. Dies bedeutet, die Samen müssen einen Kältereiz erfahren, bevor Sie zur Keimung animiert werden.

Sie können die Samen wie gewohnt in einer flachen Anzuchtschale aussäen und etwa vier Wochen bei Zimmertemperatur aufstellen. Anschließend stellen Sie das Pflanzgefäß für vier bis sechs Wochen kühl.

» Tipp: Die Temperaturen sollten sich zwischen +3 und -3 Grad bewegen.

Nach der Kälteeinwirkung erhalten die Samen ihren gewohnten warmen und sonnigen Standplatz. Sind die Jungpflanzen herangewachsen, können sie vereinzelt und in separate Pflanzgefäße gesetzt werden.

Die Vermehrung durch Samen bietet sich an, da Sie dann ausreichend Jungpflanzen zur Verfügung haben und damit attraktive Gruppenpflanzungen gestalten können.

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