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Gemüse einlagern

Gemüse schmeckt am besten, wenn es aus dem eigenen Garten kommt. Mit der richtigen Lagerung können Sie die Haltbarkeit erhöhen.

Gemüse einlagern
Lagern Sie nur einwandfreies und unbehandeltes Gemüse ein – © alicja neumiler / stock.adobe.com

Wenn Sie in Ihrem Garten Gemüse anbauen, können Sie im Herbst reichlich ernten. Dann ist die Speisekammer meist enorm voll und beinhaltet so viel, dass Sie davon lange etwas zu essen haben. Aber auch nur dann, wenn Sie das Gemüse richtig lagern. Darauf sollten Sie achten, denn Sie können die Lagerzeit um einiges verlängern. Wer hat schließlich schon Lust, nach der Ernte zwei Wochen lang nur Gemüse zu essen?

Vorbereitung auf die Einlagerung

Spätestens, wenn starke Nachtfröste angesagt sind, sollten Sie Ihr Gemüse ernten. Passen Sie dabei auf, dass Sie das Gemüse nicht beschädigen, denn beschädigtes Gemüse ist nicht lange lagerfähig. Anschließend sollten Sie die Erde etwas abklopfen und bei Wurzel- und Knollengemüse die Blätter entfernen. Lassen Sie aber immer kurze Blattansätze stehen. Sie dürfen das Gemüse auf keinen Fall waschen und lagern Sie nur Gemüse ein, das weder Faulstellen noch Verletzungen aufweist.

» Kleiner Tipp: Das Grün von Karotten, Kohlrabi, Sellerie und Roter Beete sollten Sie nicht einfach wegwerfen. Wenn Sie, Nachbarn oder Freunde, Nagetiere zuhause haben, dann ist das für die Nager ein gefundenes Fressen.

Wo sollte man das Gemüse lagern?

Gemüse sollten Sie kühl einlagern. Am besten in Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, denn das Gemüse verliert bei der Einlagerung Wasser. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Winterlager mindestens 80 Prozent betragen. Die ideale Temperatur sollte zudem nicht über 10 Grad liegen. Deshalb bietet sich der Keller als Winterlager förmlich an. Sie können das Gemüse aber auch in Erdmieten bzw. Erdkammern lagern. Mehr dazu gleich.

Dagegen sollten Sie Zwiebeln und Knoblauch am besten auf dem Dachboden lagern, da diese Gemüsesorten eine niedrige Luftfeuchtigkeit benötigen. Flechten Sie das eingetrocknete Laub dazu einfach zu Zöpfen zusammen und hängen Sie sie an einer Schnur oder Wäscheleine auf.

Wie wird Gemüse richtig eingelagert?

❍ Möglichkeit 1:

Gemüse können Sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise einlagern. Sie können Wurzel- und Knollengemüse z.B. in Holzkisten mit feuchten Sand lagern. Dagegen sollten Sie Kohlköpfe lieber in Packpapier einschlagen und in Holzkisten lagern. Ebenso können Sie Kartoffeln in Holzkisten lagern.

❍ Möglichkeit 2:

Wenn Sie keinen Keller haben, können Sie das Gemüse auch in Erdmieten lagern. So wird’s gemacht:

  1. Graben Sie im Garten eine etwa 50 Zentimeter tiefe Mulde aus.
  2. Kleiden Sie das Loch zum Schutz gegen Wühlmäuse mit feinmaschigem Draht aus.
  3. Bedecken Sie den Draht dann mit einer hohen Schicht Sand.
  4. Legen Sie das Gemüse (Knollen-, Wurzelgemüse, Kartoffeln) schichtweise hinein.
  5. Das Gemüse sollten Sie ebenerdig mit Stroh abdecken.
  6. Breiten Sie über der Erdmiete ein Kunststoffvlies aus.

Heben Sie das Vlies an sonnigen Wintertagen auch mal an, damit sich das Innere nicht zu stark erwärmt.

❍ Möglichkeit 3:

Haben Sie einen Behälter aus rostfreiem Metall oder aber aus Kunststoff, den Sie entbehren können? Dann funktionieren Sie diesen einfach als Erdkammer um. So wird’s gemacht:

  1. Bohren Sie zur Belüftung Löcher dicht unterhalb des Behäterrandes und in den Boden.
  2. Anschließend können Sie den Behälter in den Boden eingraben – aber nur bis kurz unterhalb der oberen Löcher.
  3. Anschließend das Gemüse schichtweise einfüllen und mit einem Deckel verschließen.
  4. Abschließend mit Tannenreisig abdecken, um den Behälter vor der Kälte zu isolieren.

Wichtig bei allen Varianten ist, dass Sie das Gemüse niemals zusammen mit Äpfeln und anderem Obst lagern, denn Früchte verströmen das Reifegas Ethylen und das wiederum sorgt bei Gemüse dafür, dass es schneller reift und dementsprechend auch schneller ungenießbar wird.

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