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Glockenrebe vorziehen und pflanzen – Tipps zu Standort und Boden

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Glockenreben gehören zu den beliebtesten Kletterpflanzen und dienen als optimaler Sichtschutz. Aber Vorsicht: Sie dürfen die Pflanze nicht zu früh heraus pflanzen.

Glockenrebe vorziehen und pflanzen
Glockenreben sind beliebte und schnell wachsende Kletterpflanzen
Manchmal ist ein Sichtschutz im Garten unerlässlich. Schließlich muss der Nachbar ja auch nicht alles sehen. Die Auswahl an Sichtschutz-Möglichkeiten ist groß. Aber auch wenn Gabionen, Flechtzäune, Bambusmatten & Co. sehr beliebt sind, so werden Kletterpflanzen heutzutage doch immer häufiger verwendet. Ein großer Klassiker unter den Kletterpflanzen als Sichtschutz-Element ist die Glockenrebe. Schon ab Juli überzeugt sie mit einem immergrünen und großartig blühenden Sichtschutz.

Für die üppige Blütenpracht ist es aber wichtig, dass die Pflanze nicht zu früh ins Beet gesetzt wird, denn sie ist sehr frostempfindlich.

Glockenreben ab Februar vorziehen

Glockenreben gehören zu den frostempfindlichen Pflanzen, die nicht vor Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden dürfen. Mit der Anzucht in geschützter Umgebung können Sie schon in der zweiten Februarhälfte beginnen.

Lassen Sie die Samen zunächst für einen Tag in Wasser ruhen, um die Keimfähigkeit zu verbessern. Füllen Sie eine Anzuchtschale mit einer Mischung aus schwach angefeuchteter Garten- oder Blumenerde und etwas Sand.

Verteilen Sie die Samen im Abstand von etwa vier bis fünf Zentimetern auf dem Substrat und bedecken Sie die Schale mit Klarsichtfolie. Bringen Sie Schale an einen hellen Ort mit etwa 20 °C Temperatur und lüften Sie sie in den kommenden Tagen einmal täglich. Befeuchten Sie dabei das Substrat mit Wassernebel aus der Sprühflasche. Nach etwa 18 Tagen werden die Samen zu keimen beginnen und Sie können die Folie entfernen. Sobald die Keimlinge kräftig genug sind, werden sie in einzelne Töpfe mit kleinen Stöckchen als Rankhilfen umgesetzt.

Der optimale Standort im Garten

Glockenreben benötigen einen sandigen bis lehmigen Boden mit schwach saurem, neutralem oder leicht basischem pH-Wert. Die Pflanzen sind gut kalkverträglich, benötigen viele Nährstoffe und lieben einen humosen Untergrund. Gartenerde, angereichert mit reifem Kompost, erfüllt die Ansprüche der Glockenrebe sehr gut. Darüber hinaus sollte der Standort sonnig sowie windgeschützt sein und über eine geeignete Rankhilfe verfügen. Das kann ein Zaun sein, eine Pergola und im Prinzip jede Vorrichtung, die den schnell wachsenden Ranken der Glockenrebe genügend halt gibt.

Glockenreben in den Boden setzen

Nach den Eisheiligen kommen die Pflänzchen ins Freiland. Wenn Ihnen der Aufwand der Anzucht zu groß ist, finden Sie zu dieser Zeit auch in vielen Gartenfachgeschäften pflanzfertige Glockenreben. Stellen Sie die Wurzelballen für einige Minuten in Wasser und heben Sie Pflanzlöcher von der doppelten Breite der Wurzelballen aus. Der Pflanzabstand sollte bei etwa 30 Zentimetern liegen.

Stellen Sie die Glockenreben in die Pflanzlöcher, häufeln Sie Erde an und binden Sie die Ranken mit Zwirn oder einem sehr dünnen Draht an der Rankhilfe an. Gehen Sie dabei sehr behutsam vor. Die Ranken sind noch sehr zart und zerbrechen bei ruppiger Behandlung rasch. Abschließend gießen Sie die neu gepflanzten Glockenreben kräftig an.


Foto1: © Sven Käppler - Fotolia.com

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