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Goldlärche Bonsai Pflege – vom Gießen bis hin zum Überwintern

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Die in China heimische Goldlärche wird in Deutschland fast ausschließlich als Bonsai kultiviert. Damit dieser gut gedeiht, kommt es auf die richtige Pflege an.

Goldlärche Bonsai Pflege
© Schwoab – Fotolia.com

Goldlärchen sind in China beheimatete Gewächse. Dort wachsen sie bis in Gebirgslagen von 1.500 Metern und erreichen stattliche Wuchshöhen von bis zu 40 Metern. Der sommergrüne Nadelbaum ist in botanischer Hinsicht keine Lärche, erinnert optisch jedoch stark an die heimischen Gewächse. Die weichen, buschigen Nadeln sind jedoch viel größer als bei den Lärchen. Die Kultivierung der Goldlärche (Pseudolarix amabilis) in unseren Breiten beschränkt sich beinahe ausschließlich auf die Bonsai-Haltung. Daher beziehen sich nachfolgende Pflegehinweise auch vorwiegend auf die attraktiven Minibäume.

Goldlärche richtig gießen

Der Feuchtigkeitsbedarf der Pflanze ist hoch. Eine regelmäßige Bewässerung ist ganzjährig notwendig. Die Erde darf nicht austrocknen. Dies würde zum Absterben des feinen Wurzelgeflechts führen. Haben Sie versehentlich vergessen zu gießen, sollten Sie die Pflanze bis zum Rand der Pflanzschale in ein Gefäß mit Wasser tauchen, damit sich die Wurzeln wieder mit Wasser vollsaugen können. Dies ist in der Regel geschehen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Gießen Sie vorzugsweise mit Regenwasser. Alternativ können Sie abgestandenes Leitungswasser verwenden. Die Pflanzen werden mit einem feinen Duschstrahl abgebraust. Diese Behandlung sorgt für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und reinigt gleichzeitig die Blätter von Staub und Schmutz.

» Tipp: Verwenden Sie zum Gießen Leitungswasser, werden Kalkflecken auf den Blättern nicht ausbleiben.

Im Winter wird deutlich weniger gegossen. Die Erde darf aber auch hier nicht austrocknen.

Goldlärche düngen

Gedüngt wird die Goldlärche ausschließlich während der Wachstumsperiode, zwischen Mai und September. In Abständen von drei bis vier Wochen wird ein Flüssigdünger für Bonsaipflanzen gegeben. Auch Düngekugeln können verwendet werden.

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» Tipp: Für das Wachstum der Pflanze und eine sattgrüne Nadelfarbe bietet sich eine Gabe Bittersalz pro Wachstumsperiode an.

Frisch umgetopfte Pflanzen werden in den ersten Monaten nicht gedüngt.

Goldlärche zurückschneiden

Einen Rückschnitt verträgt die Goldlärche im zeitigen Frühjahr. Die Knospen sind zu diesem Zeitpunkt bereits vorhanden. Der Schnitt sollte immer unmittelbar vor einer neuen Knospe angesetzt werden. Besonders hübsch treibt die Goldlärche aus, wenn Äste mit nach unten weisenden Knospen beschnitten werden. Aus den Knospen wachsen Langtriebe, welche später auf ein bis zwei Knospen zurückgeschnitten werden. Wird mit dem Rückschnitt einige Zeit abgewartet, bilden sich kräftige Äste aus.

» Tipp: Jungpflanzen sollten erst beschnitten werden, wenn die Triebe mindestens 15 Zentimeter Länge erreicht haben. Ältere Exemplare können früher beschnitten werden.

Damit die Wuchsform erhalten bleibt, sind regelmäßige Schnittmaßnahmen notwendig. Dies betrifft den Rückschnitt von Ästen und Wurzeln. Während die Wurzeln beim Umpflanzen gekürzt werden, ist der Rückschnitt der Äste und Triebe im Mai, Juli und September durchzuführen.

Goldlärche zurückschneiden in Stichworten:

  • Rückschnitt im zeitigen Frühjahr
  • Kürzen der Wurzeln beim Umpflanzen
  • Formschnitt von Ästen und Trieben zwischen Mai und September

Goldlärche drahten

Nicht nur der regelmäßige Schnitt hat Auswirkungen auf die Wuchsform der Goldlärche, auch das Drahten beeinflusst die Gestalt des Bonsai. Geformt werden können Stamm, Äste und Zweige. Hierfür verwenden Sie Aludraht, welcher spiralförmig um die gewünschten Pflanzenteile gewickelt wird.

» Tipp: Der Draht sollte nicht zu straff, aber auch nicht zu locker sitzen.

Nachdem Äste und Zweige umwickelt wurden, werden sie in die richtige Richtung gebogen. Wenn im Mai die Wachstumsperiode beginnt, sollte der Draht entfernt werden. Ansonsten kann es passieren, dass Stamm und Äste in den Draht hineinwachsen und unschöne Drahtungsspuren sichtbar werden.

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Überblick

PflegemaßnahmeErläuterung
Gießen
  • Der Flüssigkeitsbedarf ist hoch.
  • Die Erde darf nicht austrocknen.
  • Die Pflanze wird mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser besprüht.
  • Die Goldlärche muss auch im Winter gegossen werden, allerdings sparsamer.
Düngen
  • Zwischen Mai und September wird etwa alle sechs Wochen ein Bonsai-Flüssigdünger verabreicht.
  • Die einmalige Gabe von Bittersalz wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum und die Farbe der Nadeln aus.
  • Nach dem Umtopfen müssen die Pflanzen zunächst nicht gedüngt werden.
Schneiden
  • Ein regelmäßiger Schnitt ist notwendig, um die Wuchsform zu erhalten.
  • Im Frühling wird die Goldlärche zurückgeschnitten.
  • Regelmäßige Formschnitte folgen während der Wachstumsperiode.
  • Während des Umpflanzens wird die Wurzel beschnitten.
Drahten
  • Das Drahten von Stamm, Ästen und Zweigen wird empfohlen.
  • Die Pflanzenteile werden mit dünnem Aludraht umwickelt und in Form gebogen.
  • Spätestens im Mai ist der Draht zu entfernen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Goldlärche wird relativ selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Begünstigt durch Pflegefehler können Woll- und Schmierläuse auftreten. Diese saugen sich an den Nadeln fest, entziehen ihnen die Nahrung und lassen die Bäumchen nach einiger Zeit regelrecht verkrüppelt wirken.

Um die Ausbreitung des Läusebefalls zu verhindern, sollte der Hobbygärtner umgehend handeln. Das Abduschen mit einem harten Wasserstrahl kann im frühen Stadium bereits ausreichen, um die Läuse zu beseitigen. Im fortgeschrittenen Stadium ist es ratsam, alle befallenen Pflanzenteile einzukürzen. Häufig macht sich dabei ein kompletter Rückschnitt notwendig.

» Tipp: Wollläuse legen ihre Eier in der Pflanzerde ab.

Betroffene Pflanzen sollten in jedem Fall umgetopft werden. Nur ein kompletter Austausch des Substrates beseitigt die Schädlinge zuverlässig. Auch die Pflanzschale ist dabei zu reinigen und mit Alkohol zu desinfizieren.

Mit Marienkäfern, Florfliegen oder Schlupfwespen besitzen Woll- und Schmierläuse natürliche Fressfeinde. Gegen Läusebefall hilft das Besprühen mit Seifenlauge oder die Behandlung mit einer Milch-Wasser-Lösung. Brennnesselsud oder Rainfarnbrühe können zur Pflanzenstärkung eingesetzt werden.

Pflegefehler vermeiden

Ein zu trockener Standort kann der Pflanze schaden. Die feinen Wurzeln sollten ständig mit Feuchtigkeit versorgt werden, ansonsten besteht die Gefahr des Absterbens.

Ein verkümmerter Wuchs kann auch auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Dem wird durch eine regelmäßige Düngung während der Wachstumsperiode vorgebeugt. Da die Pflanzen keinen Kalk vertragen, sollte bevorzugt mit Regenwasser bewässert werden.

Goldlärche überwintern

Goldlärchen sollten bevorzugt als Freiland-Bonsai gehalten werden. Dabei unterscheiden sich die Mini-Bäume nicht von ihren großen Vorbildern. Sie fühlen sich im Haus nicht wohl, sondern benötigen den Jahreszeitenwechsel im Freien für eine optimale Entwicklung.

»Tipp: Auch im Gewächshaus kann die Goldlärche überwintert werden, bevorzugt bei Temperaturen bis maximal zehn Grad.

Die Goldlärche ist winterhart und verträgt Temperaturen von bis zu – 15 Grad. In rauen Gebirgsregionen, welche strengere Fröste erwarten lassen, empfiehlt sich für die Schale ein leichter Winterschutz. Die Schale kann im Herbst, nachdem die Nadeln abgeworfen wurden, in das Erdreich eingegraben werden. Die Oberfläche wird mehrere Zentimeter mit Substrat abgedeckt. Dies bietet für die Wurzeln einen zusätzlichen Schutz.

Während der kalten Jahreszeit ist darauf zu achten, dass der Boden nicht austrocknet. An frostfreien Tagen ist die Goldlärche zu bewässern. Eine Abdeckung mit Plastikfolie kann bei strengen Frösten die Austrocknung verhindern.


Foto1: © Schwoab - Fotolia.com

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