Gartentipps Grabgestaltung

Grabpflege im Herbst: So kommt die Grabbepflanzung gut durch den Winter

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Wenn der Herbst Einzug hält, wird es höchste Zeit die Gräber winterfest zu machen. Das bedeutet nicht nur, dass Sie sie abdecken müssen. Es gibt noch weitaus mehr zu tun.

Zu Allerheiligen darf ein Gesteck nicht fehlen
Zu Allerheiligen darf ein Gesteck nicht fehlen
Herbst und Winter müssen auf dem Grab nicht von Ödnis gekennzeichnet sein. Mit der richtigen Auswahl bei der Grabbepflanzung schaffen Sie die Voraussetzung dafür, dass sich das lebendige Farbenspiel nach der Zeit der Sommerblumen ununterbrochen bis zum Frühling fortsetzt. Dafür müssen Sie das Grab jedoch vorher zunächst einmal richtig auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Nur so bleibt es den Herbst und Winter über ansehnlich.

Das gibt es im Herbst alles zu tun

Laub und verblühte Pflanzen entfernen:

Zunächst müssen Sie das Grab auf die saisonale Umgestaltung vorbereiten. Harken Sie dafür alles Laub vom Grab und lesen Sie auch Eicheln, Bucheckern oder ähnliche Baumfrüchte auf, die auf dem Grab Wurzeln schlagen könnten. Entfernen Sie nun alle einjährigen Blumen, die bereits im Sommer geblüht haben, mitsamt den Wurzeln. Die entstandenen Löcher können Sie gleich nutzen, um die neuen Pflanzen in die Erde einzubringen. Möchten Sie die Löcher nicht nutzen, dann harken Sie die Erde gut durch.

Herbstblumen pflanzen:

Wenn Sie es geschickt anstellen, sorgen Sie mit der Pflanzenauswahl für die Grabgestaltung im Herbst dafür, dass die Blütenschönheit das Grab bis in den Frühling hinein ziert. Wählen Sie als erstes klassische Herbstblüher wie die Herbstzeitlosen, Chrysanthemen oder Herbstmargeriten. Zusätzlich lassen sich mit Heide oder auch Sträuchern wie Wacholder und Hartriegel reizvolle optische Auflockerungen schaffen. Pflanzen Sie zusätzlich einen oder zwei Winterblüher. Sehr beliebt sind die Christrose und das Alpenveilchen. Die Chinesische Winterblüte gehört wiederum zu den Pflanzen, die erst am Ende des Winters ihre Blütenblätter öffnet.

Übertreiben Sie es aber nicht. Winterblüher sollten das Grab in der kalten Jahreszeit mit Farbtupfern zieren. Abschließend, können Sie im Herbst auch schon Frühjahrsblüher wie frostbeständige Hornveilchen oder Stiefmütterchen pflanzen.

Pflanzen abdecken:

Wenn Sie nicht frostbeständige Pflanzen auf dem Grab über den Winter bringen möchten, stellt sich die schwierige Frage: Soll man die empfindlichen Pflanzen abdecken oder nicht? Einerseits bietet die Abdeckung Schutz vor Frost, andererseits kann sie in warmen Wintern bei Bodendeckern schnell zu Fäulniserscheinungen führen.

Entscheiden Sie sich für eine Abdeckung, wenn bei Ihnen vor Ort eher mit strengem Frost zu rechnen ist und dagegen, wenn bei Ihnen eher milde Winter vorherrschen. Sofern Sie eine Abdeckung wählen, ist ein maßvolles Vorgehen sinnvoll. Beschränken Sie sich auf eine einlagige Schicht aus Tannen- oder Fichtenzweigen, unter der die Luftzirkulation nicht vollständig zum Erliegen kommt. So schützen Sie Ihre Pflanzen darunter optimal.

Grab schmücken:

Ist das Grab bepflanzt bzw. abgedeckt, können Sie es noch mit winterlicher Dekoration verzieren. Hier können Sie z.B. auf Grabkerzen, Trockenschmuck oder ein Grabgesteck zu Allerheiligen setzen. Übertreiben Sie es aber nicht mit der Dekoration. Befestigen Sie die Dekorationselemente auf dem Grab auch immer, damit ihnen Herbst- bzw. Winterstürme nichts anhaben können.


Foto1: © Petra Beerhalter - Fotolia.com

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