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Grasnelken vermehren – So klappt’s per Aussaat, Wurzelteilung und über Stecklinge

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Sie haben Grasnelken im Garten und können gar nicht genug davon bekommen? Dann vermehren Sie die Nelken einfach. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten.

Grasnelken vermehren sich von selbst
Grasnelken vermehren sich von selbst
Im Prinzip müssen Sie sich eigentlich gar nicht um die Vermehrung der Pflanze kümmern, denn der Wind überträgt die Samen der Grasnelke. Sie dürfen sich also überraschen lassen, an welchen Stellen im Garten kleine Grasnelkenstauden auftauchen!

Sie können die Aussaat aber auch selbst übernehmen. Des Weiteren können Sie auch Stecklinge schneiden oder die Wurzeln teilen. Im Prinzip sind alle Methoden erfolgreich.

Grasnelken über Aussaat vermehren

❶ Als Saatgut können Sie gekaufte Samen oder die Samen von Ihren eigenen Pflanzen verwenden. Dazu müssen Sie wissen, dass die krautige Staude, die auch als Steingartennelke, Strandgrasnelke oder Alpengrasnelke bekannt ist, von Juni bis September blüht und sich nach der Blüte im Blütenkelch kleine Früchte entwickeln, die jeweils einen Samen enthalten. Nehmen Sie die halbreifen Samenstände ab und bewahren Sie sie bis zur Aussaat trocken, dunkel und kühl auf.

❷ Für die Aussaat gibt es dann zwei Zeitpunkte: Entweder säen Sie von August bis September direkt an Ort und Stelle ins Freiland oder Sie legen die Samen im zeitigen Frühjahr in Töpfe mit Anzuchterde. Im Garten drücken Sie die Samen etwa zwei Zentimeter tief in die Erde und gießen an. Fertig!

Im Topf werden die Samen nur dünn mit Substrat bedeckt. Anschließend ebenfalls angießen. Die Keimdauer beträgt dann etwa 20 bis 30 Tage. Halten Sie die Erde in dieser Zeit permanent leicht feucht und stellen Sie den Topf an einen hellen, mäßig warmen Platz. Nach einigen Wochen sind die jungen Pflänzchen kräftig genug, dass Sie die Grasnelken in den Garten setzen können.

Grasnelken über Stecklinge vermehren

❶ Für die Stecklingsvermehrung schneiden Sie im Frühsommer junge Triebe (ungefähr sieben bis acht Zentimeter lang) direkt an der Basis ab.

❷ Die Stecklinge kommen dann in Töpfe mit einem Gemisch aus Torf und Sand. Feuchten Sie das Substrat gut an. Alternativ dazu können Sie die Stecklinge auch ins Frühbeet setzen. Eine Klarsichtfolie über dem Topf sorgt für ein feuchtes und warmes Klima, damit die Stecklinge schnell Wurzeln bilden. Das dauert ungefähr sechs Wochen. Halten Sie die Erde stets leicht feucht und lüften Sie die Folie täglich, damit sich kein Schimmel bildet.

❸ Ausgepflanzt werden die jungen Pflanzen im Spätsommer oder nach dem Winter im nächsten Frühjahr. Wenn Sie im Spätsommer oder Herbst pflanzen, ist kein aufwendiger Winterschutz notwendig. Eine leichte Abdeckung mit Reisig reicht vollkommen aus. Wenn Sie die Jungpflanzen im Haus überwintern, dann stellen Sie die Pflanzen am besten an einen frostfreien und kühlen Platz.

Wurzeln der Grasnelken teilen

Als dritte Variante können Sie den Wurzelstock teilen. Das bietet sich immer dann an, wenn die Grasnelke im Laufe der Jahre weniger blüht oder von innen heraus kahl wird. Die Teilung funktioniert im zeitigen Frühjahr oder im Herbst am besten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

❶ Heben Sie die ganze Staude mit der Grabegabel vorsichtig aus dem Boden. Dabei sollten die Wurzeln möglichst wenig beschädigt werden.

❷ Schütteln Sie die Erde ab und teilen Sie den Wurzelstock entweder von Hand oder mit einem scharfen Messer. Achten Sie dabei darauf, dass sich an den Teilstücken mehrere Triebknospen befinden.

❸ Bevor Sie die geteilten Wurzelstöcke wieder einsetzen, entfernen Sie abgestorbene, kranke und beschädigte Wurzelteile.

❹ Dann pflanzen Sie die Teile am alten beziehungsweise an den neuen Standorten ein. Wichtige Hinweise dazu hier.


Foto1: © Ina van Hateren - Fotolia.com

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