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Kaffeestrauch über Samen vermehren – Schritt für Schritt erklärt

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Coffea arabica – das ist die einzige der insgesamt rund 60 Coffea-Arten, die sich zur Herstellung von Kaffee eignet. Wer mag, kann sich die Pflanze sogar ins Haus holen.

© gkrphoto - Fotolia.com / Der Kaffeestrauch bildet auch Bohnen aus
© gkrphoto – Fotolia.com / Der Kaffeestrauch bildet auch Bohnen aus

Kaffeesträucher (Coffea arabica) entwickeln etwa drei bis vier Jahre nach erfolgreicher Kultivierung Blüten. Anschließend bilden sich zudem auch noch Kaffeebohnen aus. Ein tolles Naturschauspiel! Wer gar nicht genug davon bekommen kann, der kann seine Kaffeesträucher auch vermehren. Sie lassen sich grundsätzlich durch Stecklinge und Samen vermehren. Die Stecklingsvermehrung hat allerdings hohe Ausfallraten, sodass Sie sich als Hobbygärtner eher für die Aussaat entscheiden sollten. Das ist auch wesentlich einfacher.

So vermehren Sie einen Kaffeestrauch über Samen

❶ Frische Samen verwenden:

Die umgangssprachlich auch als Kaffeebohnen bekannten Samen des Kaffeestrauchs müssen Sie im Gartenfachhandel kaufen. Die gerösteten „Bohnen“ aus dem Supermarkt sind in biologischer Hinsicht tot und lassen sich leider nicht für die Vermehrung verwenden.

❷ Töpfe und Substrat auswählen:

Den Kaffeestrauch säen Sie in gewöhnliche Anzuchttöpfe in der Größe eines Joghurtbechers. Das Substrat muss locker und nährstoffarm sein, damit die Keimlinge schnell viele Wurzeln ausbilden. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass die Keimlinge an Nährstoffmangel eingehen. Die Samen versorgen die jungen Pflanzen für mindestens zwei Monate.

Der pH-Wert des Substrats liegt idealerweise im leicht sauren bis neutralen Bereich zwischen 6 und 7. Torf, ein Torf-Sand-Gemisch oder Kokoserde sind als Anzuchtsubstrate für Kaffeesträucher bestens geeignet.

❸ Anzuchttöpfe auffüllen und Kaffeesamen säen:

Füllen Sie die Anzuchttöpfe zu etwa drei Vierteln mit dem Substrat auf. Stecken Sie dann einen Samen pro Anzuchttopf in das Substrat und bedecken Sie ihn locker mit einer Schicht Erde. Sie müssen die Erde nicht mit den Fingern andrücken. Feuchten Sie das Substrat mit einer Sprühflasche an, aber übertreiben Sie es nicht. Die Samen dürfen nicht in tropfnasser Erde liegen.

❹ Samen an warmem Ort keimen lassen:

Bringen Sie die Anzuchttöpfe mit den Samen anschließend an einen Ort mit einer Temperatur von mindestens 25 °C. Haben Sie keinen solchen Ort zur Verfügung, bietet sich ein beheizbares Mini- beziehungsweise Zimmergewächshaus als Alternative an.

Halten Sie die Kaffeesamen in den kommenden Wochen schwach feucht und dauerhaft warm. Die Keimzeit schwankt abhängig von den Bedingungen zwischen 30 und 50 Tagen. Sobald die Keimlinge sichtbar sind, müssen Sie für ausreichend Licht sorgen.

❺ Düngen und umtopfen:

Zwei Monate nach der Keimung beginnen Sie damit die Kaffeesträucher einmal wöchentlich zu düngen. Mit dem Umtopfen können Sie sich Zeit lassen. Erst wenn die Anzuchttöpfe vollständig durchwurzelt sind, ist ein neues Gefäß erforderlich.

Werden Sie nicht ungeduldig, wenn Ihre Kaffeesträucher in den ersten beiden Jahren nicht blühen. Erst ab dem dritten Jahr sind die schneeweißen, nach Vanille duftenden Blütenstände zu erwarten.


Foto1: © gkrphoto - Fotolia.com

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