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Kakteen umtopfen ohne Verletzungen – so geht’s!

Wir erklären genau wann Sie Kakteen umtopfen sollten, welcher Topf geeignet ist und wie es ohne Verletzungen funktioniert.

Kaktus im Topf
© M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com

Kakteen umtopfen – wann ist der beste Zeitpunkt?

Die Häufigkeit des Umtopfens ist bei Kakteen (Cactaceae) von der jeweiligen Art abhängig. Generell lässt sich jedoch sagen, dass man sie alle zwei bis fünf Jahre in einen anderen Topf setzen sollte.

Am besten nimmt man dieses Vorhaben zwischen Ende Januar und März in Angriff. Denn während dieser Zeit beginnt die Wachstumsperiode von Kakteen. Den meisten Exemplaren macht es auch nichts aus, wenn sie erst nach der Blüte im September umgetopft werden.

Um zu erkennen, wann der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen gekommen ist, ist auch die Größe des Kaktus entscheidend. Wird der Kaktus zu groß für seinen Topf, ist es Zeit für einen Wechsel. Sehr gut zu erkennen ist dieser Zeitpunkt außerdem daran, dass sich die Wurzeln einen Weg aus den Löchern des Gefäßes suchen. Ebenso wird es Zeit, wenn die Pflanze einfach über den Rand hinaus wächst.

Die im Topf enthaltene Erde liefert ebenfalls einen guten Aufschluss darüber, ob es Zeit für einen Austausch ist. Wenn sie zu dicht wirkt oder einen verbrauchten Eindruck macht, wird es Zeit für einen neuen Topf.

Ferner wird empfohlen, eine Kakteenpflanze direkt nach dem Kauf umzutopfen, da man nie genau weiß, wie lange sie bereits in ihrem Ursprungsgefäß sitzt.

Kakteen umtopfen – in welche Erde?

Wer Kakteen umtopfen möchte, muss sich nicht nur über einen neuen Topf, sondern auch über die richtige Erde Gedanken machen. Gewöhnliche Blumenerde ist ungeeignet, da sie meist zu dicht ist und Kakteen eine gute Belüftung benötigen.

Am besten ist spezielle Kakteenerde geeignet, die krümelig in ihrer Konsistenz ist und der Pflanze somit genügend Platz für die Entwicklung der Wurzeln bietet. Außerdem besitzt Kakteenerde eine Struktur, in der die Pflanze stabil anwachsen kann und nicht gleich wieder umfällt.

Wählen Sie aus diesen beiden Bestsellern:

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» Tipp: Für eine noch bessere Belüftung, geben Sie Pflanzton in die unterste Schicht des Topfes.

Kakteen umtopfen – der richtige Topf

Selbst wenn Kakteen sehr anspruchslos sind was ihre Pflege angeht, so benötigen sie einen speziellen Topf, der ihren Anforderungen gerecht wird. Am besten nutzen Sie einen Topf, der die folgenden Eigenschaften aufweist:

  1. Der Innentopf besteht idealerweise aus Kunststoff, da sich hier Wasser gleichmäßiger verteilen kann.
  2. Am Boden des Topfes sollten sich genügend Löcher befinden, um Staunässe zu verhindern.
  3. Wird ein Übertopf genutzt, sollte sich in diesem kein überschüssiges Wasser ansammeln können, da es andernfalls zur Wurzelfäule kommen kann.

Daneben spielt auch die Form des Kaktus bei der Wahl des Topfes eine Rolle:

Kakteenform Voraussetzungen für den Topf
säulenförmig + schwer und standfest
+ Durchmesser entspricht etwa einem Drittel der Kaktushöhe
kugelförmig + Topf wählen, bei dem mindestens eine Fingerbreite Abstand zwischen Pflanze und Topfrand vorhanden ist
Flachwurzler + statt einem Topf, besser eine Pflanzenschale verwenden
Rübenwurzler + besonders schmale und tiefe Töpfe nutzen

Kakteen umtopfen ohne Verletzungen – so geht’s

Durch ihre Stacheln ist das Umtopfen von Kakteen nicht so einfach wie bei anderen Pflanzen. Ein angemessener Schutz ist wichtig, da es durch die Stiche nicht nur zu unschönen Wunden kommen kann, sondern sich diese auch entzünden können.

Bitte tragen Sie beim Umtopfen Ihrer Kakteen immer Handschuhe. Bei Exemplaren, deren Stacheln besonders dick und lang sind, empfiehlt es sich zusätzlich, eine Zange oder einen anderen Greifschutz einzusetzen um möglichst keine Verletzungen zu erleiden.

Schon vor dem eigentlichen Umtopfen ist es außerdem sinnvoll, die Pflanze für einige Tage nicht zu gießen. So kann das alte Substrat trocknen und der Kaktus lässt sich später besser von der alten Erde befreien.

Kakteen umtopfen – Schritt für Schitt Anleitung

  1. Handschuhe anziehen!
  2. Den Innentopf zu einem Viertel mit Pflanzton füllen.
  3. Kakteenerde auf dem Boden des Topfes verteilen, so dass eine Mulde entsteht.
  4. Kaktus aus dem alten Topf nehmen.
  5. Alte Erde vorsichtig entfernen.
  6. Kaktus in den neuen Topf setzen und die Wurzeln leicht in die eingefüllte Erde drücken.
  7. Hohlräume mit Erde auffüllen, sodass der Topf am Ende bis zum Rand gefüllt ist.
  8. Kaktus vorsichtig andrücken – Fertig!

» Hinweis: Seien Sie beim Entfernen der alten Erde besonders vorsichtig, damit die Wurzeln nicht verletzt werden.

Kakteenpflege nach dem Umtopfen

Damit die Pflanze in ihrem neuen Gefäß richtig anwächst, ist die richtige Nachsorge vonnöten. Denn im Grunde stellt das Umtopfen für sie eine Umstellung und somit ein gewisses Maß an Stress dar.

Direkt nach dem Umtopfen ist es nicht erforderlich, die Pflanze umgehend zu gießen. Damit sollte man etwa eine Woche warten. In den ersten 4 bis 5 Wochen, sollte der Kaktus nicht an einem sonnigen Platz stehen. Erst wenn die Pflanze neue Wurzeln entwickelt hat und sich in ihrem neuen Topf eingewöhnt hat, ist sie auch dazu in der Lage, dem warmen Sonnenlicht standzuhalten.

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