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Kapuzinerkresse vermehren – 4 Methoden kurz erklärt

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Früher hat man die Kapuzinerkresse vor allem in Bauerngärten gefunden. Heutzutage ist sie so beliebt, dass sie viel vermehrt und sogar auf dem Balkon gepflanzt wird.

Kapuzinerkresse vermehren
© hufnasi – Fotolia.com

Das Schöne an der Kapuzinerkresse ist, dass sie wirklich überall gedeiht und total pflegeleicht ist. Außerdem lässt sie sich kinderleicht vermehren. Sie können sie zum Beispiel aus vorhandenen Pflanzen durch Stecklinge und durch Absenker vermehren. Wenn Sie noch keine Kapuzinerkresse besitzen, können Sie zwischen der Vorzucht auf der Fensterbank und der Aussaat im Beet wählen. Auf diese Art und Weise können Sie natürlich auch Ihren schon vorhandenen Bestand leicht vermehren.

So können Sie Kapuzinerkresse vermehren

Methode Nr. 1 – Kapuzinerkresse durch Stecklinge vermehren:

Die Stecklingsvermehrung der Kapuzinerkresse ist kinderleicht. Schneiden Sie dazu einfach während der Wachstumsperiode so viele gesunde Triebe ab, wie Sie neue Pflanzen haben möchten. Füllen Sie anschließend Blumenerde oder ein anderes nicht zu nährstoffreiches Substrat in kleine Schalen oder Töpfe und setzten Sie in jede Schale einen Steckling. Die Wurzeln bilden sich dann bereits im Verlauf der ersten Woche. Nach drei Wochen können Sie die jungen Kapuzinerkresse-Pflanzen in das Beet pflanzen. Oder Sie belassen sie darin und kultivieren die Kapuzinerkresse im Topf.

Methode Nr. 2 – Kapuzinerkresse durch Absenker vermehren:

Wenn Sie Ihre Kapuzinerkresse direkt am Standort vermehren möchten, bieten sich Absenker an. Heben Sie dazu unmittelbar neben der Kapuzinerkresse eine kleine Furche aus und senken Sie einen der äußeren Triebe in diese Furche ab. Bedecken Sie den Trieb dann mit Erde, legen Sie einen Stein zum Beschweren darauf und gießen Sie leicht an. Wichtig: Die Triebspitze muss am anderen Ende der Furche aus dem Boden herausragen.

Im abgesenkten Trieb werden sich nun in kurzer Zeit neue Wurzeln bilden. Zunächst liefert die Mutterpflanze noch zusätzlich Nährstoffe. Wenn die neue Kapuzinerkresse sichtbar zu wachsen beginnt, sind genügend Wurzeln vorhanden und Sie können die Verbindung kappen.

Methode Nr. 3 – Kapuzinerkresse im Beet aussäen:

Mit der Aussaat im Beet während der zweiten April- bis zur zweiten Maihälfte wählen Sie den Klassiker unter den Vermehrungsmethoden. Legen Sie die Samen der Kapuzinerkresse dazu zunächst für einige Stunden in eine Schale mit Wasser. Heben Sie dann in einem sonnigen Beet kleine Pflanzlöcher im Abstand von 30 Zentimetern aus. Geben Sie nun jeweils zwei oder drei Samen in ein Pflanzloch und streuen Sie Erde darüber. Es ist wichtig, dass die Samen vollständig bedeckt sind. Nach spätestens drei Wochen werden die ersten Keimlinge zu sprießen beginnen.

Methode Nr. 4 – Kapuzinerkresse ab Februar vorziehen:

Als Alternative zur Aussaat im Beet steht Ihnen ab Februar die Vorzucht im Haus zur Auswahl. Geben Sie die Samen dazu in kleine Anzuchtschalen mit feuchtem Substrat. Achten Sie auch hier darauf, dass die Samen vollständig mit Erde bedeckt sind. Spannen Sie anschließend durchsichtige Folie über die Schalen und stellen Sie diese an einen warmen Fensterplatz. Halten Sie die Samen nun regelmäßig feucht.

Nach zwei bis drei Wochen sind die ersten Keimlinge zu sehen. Warten Sie noch bis Mitte Mai und setzen Sie die Kapuzinerkresse dann in den Garten.


Foto1: © hufnasi - Fotolia.com

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