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Krankheiten an Rosen – 4 Krankheiten

Immer wieder werden Rosen von Pilzen befallen. Wir stellen Ihnen die häufigsten Pilzkrankheiten vor und zeigen, wie Sie sie behandeln können.

Krankheiten an Rosen
Vor allem Pilzkrankheiten machen Rosen zu schaffen – © Valeriana Y / stock.adobe.com
Ein Garten ohne Rosen ist kaum vorstellbar. Da ist es umso ärgerlicher, wenn deren Schönheit von Krankheiten zunichte gemacht wird. Besonders gerne ärgern der echte Mehltau, der falsche Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau Hobbygärtner, indem sie sich auf den Rosen breit machen. Dabei handelt es sich um Blattkrankheiten, die durch einen Pilz verursacht werden. Sicherlich können Sie etwas unternehmen, damit es gar nicht erst zu einem Befall kommt, aber manchmal ist es einfach schon zu spät dafür. Dann hilft es nur noch, wenn Sie schnell handeln.

❖ Echter Mehltau:

Ecter Mehltau an Rosen
Der Echte Mehltau setzt sich auf den (Blüten-)Blättern ab – © WaffleBoo
/ stock.adobe.com
Diese Pilze machen vor keiner Rose halt. Sind Rosen von diesem Pilz befallen, dann sind die Triebe und die Blätter mit einem weißen Belag überzogen. Die Blätter werden anschließend braun, rollen sich ein und fallen ab. Der Pilz verbreitet sich besonders bei trockenem und warmem Wetter in Kombination mit nächtlichem Tau rasant.

Bekämpfung:

Befallene Bereiche sollten Sie sofort großzügig entfernen. Anschließend einen Teil Vollmilch mit acht Teilen Wasser mischen, in eine Sprühflasche geben und die befallenen Rosen ein Mal pro Woche mit der Mischung einsprühen. Die Mikroorganismen in der Milch bekämpfen dann nicht nur den Pilz, sie helfen der Rose auch eine Art Resistenz gegen den Pilz aufzubauen.

Alternativ dazu können Sie die befallene Pflanze auch mit Knoblauchsud oder Brennnesseljauche besprühen. Achten Sie außerdem schon beim Pflanzen auf widerstandsfähigere Sorten.

❖ Falscher Mehltau:

Falscher Mehltau an Rosen
Der Falsche Mehltau setzt sich an der Blattunterseite ab – © 7monarda / stock.adobe.com
Hierbei bekommen die Blätter an der Oberseite rötlich-braune Flecken. In der Folge bildet sich Schimmel. Auch bei dieser Krankheit fallen die Blätter ab. Außerdem vertrocknen oft die Knospen.

Bekämpfung:

Entfernen Sie zunächst alle befallenen Pflanzenteile. In besonders schweren Fällen kann es sogar ratsam sein, gleich die ganze Pflanze aus dem Garten zu entfernen. So verhindern Sie, dass sich die Pilzkrankheit auch auf anderen Pflanzen breit macht. Auch bei dieser Mehltau-Art können Sie die Rosen wieder mit einem Milch-Wassergemisch bespritzen. Es hilft aber auch ein Sud aus Ackerschachtelhalm, den Sie jeden zweiten Tag auf die Pflanze sprühen müssen. Dazu 1 Kilogramm Ackerschachtelhalm in 10 Liter Wasser 24 Stunden einweichen und dann 30 Minuten aufkochen.

❖ Rosenrost:

Rosenrost
Rostenrost kann zum Blattfall führen – © I_love_life / stock.adobe.com
Diese Krankheit äußert sich in roten bzw. gelben Flecken auf den Blattoberseiten. Auf der Blattunterseite befinden sich hingegen die Sporenlager. Daraus entweichen später dunkle Sporen, die vom Wind verstreut werden und auf andere Pflanzen übergreifen. Bei einem starken Befall wirft die Rose ihre Blätter ab.

Bekämpfung:

Entfernen Sie das infizierte Laub umgehend. Anschließend können Sie die Rosen alle zwei Tage mit Ackerschachtelhalmsud einsprühen. Hilft das nicht, dann müssen Sie auf ein Fungizid zurückgreifen. Empfehlenswert ist z.B. CELAFLOR Rosen-Pilzfrei Saprol. Halten Sie sich bei der Anwendung am besten immer an die Anweisungen des Herstellers.

❖ Sternrußtau:

Sternrußtau an Rosen
Typisch fpr den Sternrußtau sind die schwarzen Flecken auf den Blättern – © Tunatura / stock.adobe.com
Diese Pilzkrankheit sorgt für unregelmäßig geformte grauschwarze Flecken auf den Blättern. Außerdem ist das Rosenblatt in der Nähe der Flecken immer gelblich gefärbt. Liegt ein starker Befall vor, werfen die Rosen ihre Blätter sogar ab.

Bekämpfung:

Entfernen Sie alle betroffenen Pflanzenteile und auch das Laub, das schon heruntergefallen ist. Der Pilz überwintert nämlich in den Blättern am Boden und breitet sich somit weiter aus. Anschließend können Sie die Rosen mit Knoblauchsud oder Ackerschachtelhalmsud besprühen. Hilft das nicht, müssen Sie ein Fungizid einsetzen. Auch hier können Sie wieder auf CELAFLOR Rosen-Pilzfrei Saprol zurückgreifen. Genauso gut ist aber auch COMPO Duaxo Rosen Pilz-frei. Halten Sie sich auch hier wieder an die Anweisungen des Herstellers.

Wichtig: Befallene Pflanzenteile im Restmüll entsorgen

Entsorgen Sie die befallenen Pflanzenteile immer über den Restmüll, denn Pilze können in den Pflanzenteilen überwintern und sich weiter im Garten ausbreiten. Die befallenen Teile deshalb auch niemals auf den Kompost geben. Reinigen Sie zudem alle Gartengeräte und Pflanzgefäße. Da gilt auch für Rankgitter, Sichtschutzzäune, usw.

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