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Ligurischer Beifuß – Aromatische Gewürz- und Heilpflanze für den Kräutergarten

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Der Ligurische Beifuß ist unter Kräuterliebhabern sehr begehrt. Wie Sie ihn in Ihrem Garten anbauen und pflegen, darüber finden Sie hier mehr.

Junge Pflanzen des Italienischen Beifuß
Ligurischer Beifuß hat einen feinwürzigen Geschmack mit einer Thymian-Pfeffernote | © eallko – Fotolia.com

Von vielen Hobbygärtnern werden etliche Gewürz- und Heilkräuter angebaut. Geschätzt werden diese vor allem in der Küche aber auch zur Behandlung gesundheitlicher Leiden. Indizien dafür sind sorgsam angelegte Kräuterspiralen oder kleine Kräutergärten. Diese enthalten eher Würz- und Heilpflanzen, die den jeweiligen Ansprüchen des Gartenfreundes entsprechen.

Darüber hinaus gibt es ähnliche Pflanzenarten, die eher ein schlichtes Dasein fristen und an Wegesrändern oder auf Geröllhaufen zu finden sind, wie der Beifuß.

Eine Art dieser Pflanzengattung, der Ligurische Beißuß (Artemisia spec.) hat einen großen Kreis von Liebhabern unter den Kräutergärtnern gefunden und bereichert die Kräutersammlung. Übrigens wird das Gewürz- und Heilkraut auch „Italienischer Beifuß“ genannt.

Der feinwürziger Geschmack adelt ihn

Diese aromatische Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Angebaut wird sie großflächig in Nähe der ligurischen Küste Italiens und Südfrankreichs und dort für die Likörherstellung als feinwürziger Zusatz verwendet.

Aus der mediterranen Küche ist der Ligurische Beifuß nicht wegzudenken. Fisch und Fleisch aber auch Pastagerichte werden mit ihm gewürzt. Im Gegensatz zu unserem heimischen Beifuß ist sein italienischer Verwandter aromatischer, harziger, öliger und regt bestens die Verdauung an. Weil er Speisen eben bekömmlicher macht, wird dieser Beifuß nicht nur von Gourmets besonders geschätzt.

Anbau und Pflege des Küchenkrautes

Als Standort sollten Sie möglichst einen vollsonnigen Platz wählen. Dieser wirkt sich vorteilhaft auf das Wachstum der Pflanze aus. Sonnenlicht ist für den Beifuß wichtig, damit sich die ätherischen Öle und das würzige Aroma voll entfalten können.

Da der Ligurische Beifuß ebenso stark krautet wie sein hiesiger Verwandter, sollten sie ausreichend Platz für die Pflanzstelle vorsehen.

Der Boden sollte durchlässig und und kalkhatig sein
Das mehrjährige Küchenkraut mag einen durchlässigen, kalk- und humusreichen Boden besonders gern. Sollte das Erdreich eher mager sein, dann mischen Sie etwas Lehmmehl und Kompost darunter.

Mäßig gießen und mit Kompost düngen

  • Das geschmackvolle Gewürz- und Heilkraut ist weitestgehend genügsam und kommt im Sommer mit wenig Pflege aus. Bei längeren Trocken- und Hitzeperioden gießen Sie den Beifuß möglichst morgens. So vermeiden Sie, dass mit zunehmender Hitze zum Mittag Wasser verdunstet wird. Achten Sie aber darauf, dass keine Staunässe entsteht, denn durch übermäßiges Gießen erleidet die Pflanze schon bald Schaden.
  • Gedüngt wird die krautige Pflanze im Frühjahr und Spätsommer mit einer größeren Menge Kompost, der in das Erdreich gut eingearbeitet wird. Parallel dazu mulchen sie den Standort. Lassen Sie die Hände unbedingt von weiteren Düngemitteln, das verübelt Ihnen die Pflanze.

Wann wird der Ligurische Beifuß geschnitten?

  • Während der Vegetation schneiden Sie den Beifuß zur Ernte erstmals zurück. Der Zeitpunkt liegt im Frühsommer unmittelbar bevor sich die Büten öffnen. Mit einer scharfen Schere trennen Sie Triebspitzen oder Blätter ab. Dadurch wird das Gewächs angeregt neue Pflanzenteile zu entwickeln. Die abgetrennten Triebe und Blätter trocknen Sie, somit legen Sie sich einen Wintervorrat dieses genussvollen Gewürzkrautes an.
  • Radikal wird die Pflanze erst im Frühjahr zurückgeschnitten, bevor sie neu austreibt. Lassen Sie zum Winter die Triebe der Pflanzen stehen. Diese enthalten Energiereserven und sorgen dafür, dass die unterirdischen Pflanzenteile des Beifuß die kalte Jahreszeit bestens überstehen.

Schädlinge werden abgewehrt
Schadinsekten meiden den Beifuß. Wenn Sie den Beifuß direkt neben Gemüsekulturen pflanzen, dann werden Schädlinge von dem intensiven, aromatischen Duft der Gewürz – und Heilpflanze ferngehalten. Das trifft sowohl auf Blattläuse und Erdflöhe wie auch Kohlweißlinge und Schildwanzen zu.

Fazit: Die Pflanzenfamilie des Beifuß ist groß. Während das heimische Gewürz- und Heilkraut eher ein schlichtes Dasein fristet, gewinnt sein italienischer Verwandter immer mehr Kräuterliebhaber für sich. Grund dafür ist sicherlich sein feinwürziges aber dennoch intesives Aroma. Gourmets schätzen sowohl die Würze dieses Krautes, wie auch die anregende Wirkung auf die Verdauung.
Das winterharte pflegeleichte Gewächs gedeiht besonders gut auf einem sonnigen Standort mit einem druchlässigen, kalkhaltigen und humusreichen Boden.


Foto1: © eallko - Fotolia.com

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