Pflanzen

Silberraute: So pflanzen und pflegen Sie den Silbrigen Beifuß

Die Silberraute ist eine sehr anspruchslose Steppenpflanze. Viel müssen Sie bei der Kultivierung des Silbrigen Beifußes im heimischen Garten nicht beachten.

Silberraute
© skymoon13 / stock.adobe.com

Für mediterranes Flair im Gartenbeet kann die Edelraute mit ihrem silbrigen Blattschmuck sorgen. Wer seine Wohlfühloase nach dem Vorbild der berühmten englischen Gärten anlegen möchte, kommt um die Silberraute (Artemisia ludoviciana) nicht herum. Die samtige silbrige Belaubung kann andere Blütenfarben vorteilhaft in Szene setzen. Eine ganz besondere Ausstrahlung besitzt ein weißer Garten in Kombination mit der Silberraute.

Herkunft der Silberraute

Der Beifuß zählt zur Familie der Korbblütengewächse. Dieser Gattung gehören neben der Silberraute etwa 500 weitere Arten an. Die ursprüngliche Heimat der Artemisia-Gewächse ist in den gemäßigten bis subtropischen Klimazonen auf der Nordhalbkugel zu suchen. Die häufigsten Vorkommen lassen sich in Steppengebieten und auf Trockenrasen finden.

Silberraute (Artemisia ludoviciana)
Wuchs: aufrecht, horstbildend
Wuchshöhe: 30 – 60 cm
Blüte: Juli bis August
Standort: Sonne
Boden: normale Gartenerde

Verwendung der Silberraute

Die Blätter und blühenden Sprossspitzen können geerntet werden. Die silbrigen Blätter werden vor der Blüte abgenommen und können sparsam verwendet als Küchengewürz dienen. Die Silberraute ist besonders in der mexikanischen Küche verbreitet. Als Tee aufgebrüht, wird dem Kraut eine magen- und leberstärkende Wirkung nachgesagt.

Achtung: Das Kraut ist sparsam zu gebrauchen, ansonsten droht Übelkeit.

Der passender Standort für die Silberraute

Der Silbrige Beifuß kann an einen vollsonnigen Standort gepflanzt werden. Die Pflanzen sind eine Bereicherung für den Präriegarten, werden auch bevorzugt zur Bepflanzung von Beeteinfassungen genutzt und eignen sich zur Grabbepflanzung.

Das ideale Substrat für die Silberraute

Für den Steppenbewohner ist ein trockener Boden die wichtigste Wachstumsgrundlage. Ein durchlässiges, nährstoffarmes Substrat, wie es im Steingarten anzutreffen ist, bekommt den anspruchslosen Pflanzen.

Staunässe darf nicht auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gießwasser staut, ist bei der Kübelbepflanzung besonders hoch. Die Durchlässigkeit des Bodens wird verbessert, wenn eine Drainage aus Kies oder Tonscherben im Gefäßboden angelegt wird.

Die Silberraute pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Pflanzabstand beachten
4. Pflanzloch ausheben
5. Drainage anlegen
6. Pflanze einsetzen
7. Substrat auffüllen
8. Erde andrücken
9. Pflanze leicht angießen

Damit der Silbrige Beifuß im Gartenbeet gut zur Geltung kommt, ist auf ausreichend Pflanzabstand zu achten. Bodendecker, wie die Zwergsilberraute bilden schnell silbrig-weiße Teppiche und können als Begrenzung von Gartenwegen eingesetzt werden. Geeignete Pflanznachbarn sind Storchschnabel oder Polsterglockenblumen.

Die Silberraute richtig gießen

Die Häufigkeit der Bewässerung ist abhängig vom Standort und der Umgebungstemperatur. Der Boden sollte nicht komplett austrocknen. Daher ist sporadisch zu bewässern. Bei anhaltender Trockenheit kann regelmäßig eine kleinere Menge Flüssigkeit verabreicht werden.

Die Silberraute richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Steppenpflanze ist gering. Wird in normale Gartenerde gepflanzt, ist keine zusätzliche Düngung notwendig. Auffallend karge Böden werden bei der Pflanzung mit etwas frischem Kompost angereichert.

Die Silberraute schneiden

Die Edelraute wird im Herbst nicht zurückgeschnitten. Das Laub bietet im winterlichen Gartenbeet einen bizarren Blickfang und dient dem Silbrigen Beifuß zugleich als Winterschutz.

Zur Schere gegriffen wird im späten Frühjahr. Damit der Neuaustrieb nicht gefährdet wird, ist nicht bis in den stark verholzten Bereich zurückzuschneiden.

Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps im Überblick

TätigkeitErläuterung
Standort findensonnig
warm
trocken
Boden vorbereitendurchlässig
trocken
nährstoffarm
Gießenwenig gießen
Boden darf nicht komplett austrocknen
bei längerer Trockenheit häufiger bewässern
Düngenkeine Düngung nötig
Kompostbeigabe bei sehr mageren Böden
SchneidenRückschnitt im Frühling
nicht bis in den verholzten Bereich zurückschneiden

Die Silberraute vermehren

Die Silberraute kann durch Teilung vermehrt werden. Dies ist bei älteren Pflanzen möglich, die bereits ein stabiles Wurzelsystem ausgebildet haben.

Tipp: Die Teilung der Pflanze dient zugleich deren Verjüngung und damit dem Pflanzenerhalt.

Für die Teilung bietet sich das späte Frühjahr an. Auch unmittelbar nach der Blüte ist die Vermehrung mit dieser Methode möglich.

Bei der Teilung ist wie folgt vorzugehen:

1. Pflanze ausgraben
2. Substrat von der Wurzel entfernen
3. Wurzel auf Schäden kontrollieren
4. abgestorbene oder kranke Wurzelteile entfernen
5. Pflanze teilen
6. neue Pflanzen baldmöglichst an neuem Standort in die Erde bringen
7. Silberraute wie gewohnt kultivieren

Krankheiten und Schädlinge an der Silberraute

Der Silbrige Beifuß enthält ätherische Öle, welche die meisten Schädlinge abschrecken. Hin und wieder kann sie von Blattläusen befallen werden. Dies ist für die Freilandpflanze keine Gefahr, denn Fressfeinde sind zuhauf vorhanden und wissen, den Befall schnell einzudämmen.

In warmen und feuchten Sommern wächst die Gefahr von Mehltau. Der weiße, mehlartige Belag auf den Blättern ist nicht zu übersehen. Dem Pilzbefall kann durch Sprühen mit einer Milch-Wasser-Lösung begegnet werden.

Seltener wird ein Befall mit Pyraliden an der Edelraute festgestellt. Die Larven der kleinen Falter verpuppen sich in den Stängeln des Beifußes. Eine starke Ausbreitung kann durch das Aufstellen von Fanglampen verhindert werden.

Die Silberraute überwintern

Wie bereits erwähnt, wird die Pflanze im Herbst nicht zurückgeschnitten. Das Laub bietet einen effektiven Winterschutz.

Tipp: Wer die Stauden versehentlich doch beschnitten hat, sollte eine Laubschicht auf dem Boden um die Pflanze aufbringen.

Die Winterhärte ist nicht zuletzt auch standortabhängig. An einem trockenen Standplatz werden die Steppenpflanzen die kalte Jahreszeit besser überstehen, als an einem feuchten Standort.

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