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Wermut anbauen – So wird’s gemacht

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Wenn Sie Ihre Verdauung mit natürlichen Mitteln stärken möchten, dann sollten Sie Wermut anbauen. Wie man das macht und wie Sie Wermut verwenden können, lesen Sie hier.

Wermut ist ein Bitterkraut
Wermut ist ein Bitterkraut

Wermut ist ein Bitterkraut, das zur Stärkung der menschlichen Verdauung wohl dosiert eingesetzt werden kann. Weshalb schon die Mönche des Mittelalters auf dieses würzig duftende Heilkraut gerade beim Verzehr sehr fettiger Speisen gerne zurückgriffen.

Egal ob frisch, als Teegetränk, Tinktur oder Verdauungsgetränk – Wermut sollte in keinem Haushalt fehlen. Denn es ist doch immer wieder schön, wenn man mit Produkten aus der Natur selber gegen Beschwerden vorgehen kann.

Wenn auch Sie nun also Ihre Verdauung stärken möchten, dann sollten Sie dieses Heilmittel einfach mal selber anbauen. Im Nachfolgenden verraten wir Ihnen, wie man das macht.

Wermut anbauen – So wird’s gemacht

Magere, gut durchlässige Böden in z.B. Steingärten bevorzugt das aus dem Mittelmeerraum stammende Wermutkraut eindeutig. Von Ende April bis Ende Mai können Sie die Samenkörner an einem vollsonnigen Standort aussäen. Decken Sie diese dabei jedoch nicht mit Erde ab, denn es handelt sich hier um lichtkeimende Samenkörner.

Tipp:

Alternativ dazu können Sie Wermut auch von Ende August bis September aussäen, um eine Ernte des durchschnittlich circa 120 Zentimeter hoch wachsenden Krautes im kommenden Jahr zu gewährleisten.

Nach einer Keimzeit von zwei bis drei Wochen machen sich dann zarte Wermutpflänzchen im Gartenbeet bemerkbar, die Sie ab einer Höhe von in etwa 7 Zentimetern einzeln versetzen können (hierbei wieder auf einen sonnigen Standort achten). Für einen normalen Haushalt genügt dabei die Aufzucht von zwei Wermutpflanzen vollkommen.

Tipp:

Wermut verholzt mit den Jahren. Sie sollten es deshalb spätestens alle vier Jahre neu aussäen bzw. durch Wurzelteilung im Herbst neu anpflanzen.

Wermut richtig pflegen

Bereits nach der ersten Ernte (circa ab Ende Juli) sollten Sie den Wermut deutlich zurückschneiden, um dadurch einen starken Neutrieb zu fördern. Die geernteten Blätter und auch die Spitzen der Blütenrispen sollten Sie dann idealer Weise im Schatten trocknen, bevor Sie sie weiterverarbeiten.

Tipp:

Von Juli bis September produziert der Wermut gelbe, nahezu unscheinbare Blütenrispen. Diese sollten Sie aber erst ab der zweiten Ernte mitverarbeiten.

Ansonsten ist der robuste Wermut eigentlich recht anspruchslos, was die Pflege angeht. Lediglich im Herbst können Sie ihn durch eine Kompostgabe biologisch düngen.

Verwendungstipps für Wermut

Eines vorweg: Wermut sollten Sie nicht bei Magengeschwüren und/oder Darmgeschwüren sowie während einer Schwangerschaft genießen. Sie sollten ihn auch nur bedingt als Würzmittel bei Fleischgerichten verwenden, weil sein bitterer Geschmack schnell den eigentlichen Geschmack eines Gerichtes überlagert. Ansonsten sollten Sie einfach mal die drei nachfolgenden Tipps für die Verwendung von Wermut ausprobieren:

» Tipp 1 – Tee:

In erster Linie wird der Wermut als Teegetränk eingesetzt, wozu Sie circa 2 Teelöffel getrocknete Wermutblätter pro Tasse mit heißem Wasser übergießen sollten. Alles dann 10 Minuten ziehen lassen und den Tee vor dem unmittelbaren Genuss filtern.

» Tipp 2 – Tinktur:

Sie können aus Wermut in Verbindung mit Weingeist aber auch eine Tinktur herstellen, die Sie überwiegend zur äußerlichen Anwendung (z.B. in Form von Umschlägen, Bädern, etc.) verwenden können.

» Tipp 3 – Verdauungsgetränk:

Wenn Sie frischen Wermut mit Branntwein ansetzen, dann können Sie dieses als Verdauungsgetränk nach extrem fettigen Speisen maßvoll einsetzen.

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Foto1: © Gerhard Seybert - Fotolia.com, Foto2: © gunnar3000 - Fotolia.com, Foto3: © Luisa23 - Fotolia.com, Foto4: © Heike Rau - Fotolia.com

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