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Mahonie pflanzen – so wird’s gemacht!

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Wer Ziersträucher liebt, kommt an der Mahonie nicht vorbei. Wir erklären Schritt für Schritt, wie Sie die üppig blühende Mahonia pflanzen.

Mahonie pflanzen
© LianeM – Fotolia.com
Die Mahonie, wissenschaftlich Mahonia aquifolium, gehört der Familie der Berberitzen an. Der hübsche Kleinstrauch stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist in Europa heute weit verbreitet und kommt hier auch verwildert vor. Der immergrüne Strauch mit seiner auffälligen Blüte ist als Ziergehölz in Gärten und Parks beliebt, lässt sich die Mahonie doch leicht pflegen und ist robust. Da der Strauch nicht zu schnell wächst, ist er auch für kleinere Gärten eine gute Wahl. Mit ihrem hübschen Laub, der attraktiven Blüte und den kleinen Früchten bereichert die Pflanze das Gartenjahr. Mit der Pflanzung legen Sie den Grundstein für ein gesundes Wachstum.

Mahonie Pflanzenbeschreibung

Die Mahonie wächst aufrecht und dicht und kann dabei eine Wuchshöhe von knapp zwei Metern erreichen. Die Laubblätter fühlen sich ledrig an und können Längen von bis zu 30 Zentimeter aufweisen. Die gefiederten Einzelblätter sitzen auf der Blattspindel auf. Das Laub besitzt einen gewellten Rand und ist auf seiner Oberseite sattgrün und glänzend. Die Unterseite besitzt eine etwas hellere Färbung. Treiben die Blätter aus, sind sie häufig kupferrot gefärbt. Auch in strengen Wintern ist diese Färbung anzutreffen. Dies sorgt für hübsche Kontraste im winterlichen und eher trist erscheinenden Garten.

➔ Hinweis: Auf den ersten Blick kann die Mahonie mit der Europäischen Stechpalme verwechselt werden. Während Mahonien gelbe Blüten und bläuliche Früchte ausbilden, besitzt die Stechpalme rosa Blüten und rote Früchte.

Blüten und Früchte

Ab März steht die Mahonie in Blüte. Die gelben Blüten stehen dicht und in mehreren Trauben zusammen. Die gelben Glockenblüten verströmen einen angenehmen, honigartigen Duft. Aufgrund der frühen Blüte werden sich viele Insekten im Garten einfinden. Zu diesem Zeitpunkt ist das Angebot an Nektar noch recht gering.

➔ Tipp: Mahonien liefern einen hohen Honigertrag. Wer seinen Hausgarten ausschließlich mit Mahonien bepflanzen würde, könnte sich über mehrere Kilogramm Honig freuen.

Ab August beginnt die Fruchtreife. Die bläulichen Beeren erreichen in etwa die Größe einer Erbse. Die Beeren sind genießbar, besitzen aber einen stark säuerlichen Geschmack. Vögel nutzen die Beeren bevorzugt als Nahrungsquelle. Aus den Beeren lässt sich ein dunkelroter Saft gewinnen. In der ursprünglichen Heimat Nordamerika wird aus den Mahonien Wein hergestellt.

➔ Hinweis: Die Beeren sind schwach giftig und können bei übermäßigem Verzehr zu Magenverstimmungen führen.

Verbreitung der Mahonie

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom westlichen Nordamerika und Britisch-Kolumbien bis nach Oregon. Im US-Bundesstaat Oregon gilt die Mahonie als Staatsblume und wird als “Oregon grape” bezeichnet. In Europa lassen sich die größten Pflanzenvorkommen in Frankreich finden.

Verwendung der Mahonie

In Gärten und Parks ist die Mahonie beinahe auf der ganzen Welt (in gemäßigten Klimazonen) anzutreffen. Es gibt verschiedene Arten und Zuchtformen. In unseren Breiten besonders bekannt sind die Sorten Smaragd oder Apollo. Bei der Verwendung der Mahonie gilt es zu beachten, dass sich in den meisten Pflanzenteilen Giftstoffe befinden. In den Wurzeln sind verschiedene Alkaloide und etwa 1,5% Berberin enthalten. Die Beeren enthalten zudem Vitamin C und verschiedene Mineralstoffe. Das enthaltene Berberin wird medizinisch für die Behandlung von Schuppenflechte oder Haarschuppen genutzt. Gegen Hautausschläge empfiehlt die Naturmedizin einen Auszug aus Mahonienwurzel und Rinde.

➔ Tipp: Mit den Beeren, den Wurzeln und der Rinde lassen sich Wolle und Baumwolle einfärben. Die Rinde und die Wurzel sorgen für eine Gelbfärbung, die Beeren ergeben eine blauviolette Farbe.

Mahonie pflanzen – den passenden Standort finden

Mahonie Garten
© bondvit – Fotolia.com
Mahonien stellen wenig Ansprüche an ihren Standort. Von Vorteil ist ein geschützter Standplatz. Sonneneinstrahlung sollte gegeben sein, ansonsten wird sich das Gewächs vermutlich blühfaul zeigen und in seiner Wuchsleistung zurückbleiben. Halbschatten wird toleriert, einige Sonnenstunden täglich sollten jedoch gegeben sein.

Das ideale Substrat auswählen

Die Mahonie gedeiht auf jedem Gartenboden. Der Boden sollte durchlässig beschaffen sein, damit das Gießwasser gut abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Der Boden sollte nicht zu feucht sein. Trockene Böden werden besser toleriert. Bei zu trockenen Böden sollte der Standort nicht zu schattig gewählt werden. Ein neutrales bis saures Milieu ist für die Mahonie optimal. Zu schwere Böden lassen sich mit Hilfe von Sand oder Kies auflockern.

Mahonie pflanzen – Anleitung

Die Mahonie wird bevorzugt im Frühling gepflanzt. In der Regel werden aber auch im Herbst in die Erde gesetzte Pflanzen gut anwachsen.

  1. Standort festlegen
  2. Boden vorbereiten
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Pflanze wässern
  5. Boden aufwerten
  1. Pflanze einsetzen
  2. Pflanzloch schließen
  3. Erde gut andrücken
  4. Pflanze gut angießen
Ist der Standort gefunden, wird der Untergrund zunächst aufgelockert und von Steinen, Wurzeln und Unkraut befreit. In der Zwischenzeit wird die Pflanze gut gewässert, damit sich der Wurzelballen mit Feuchtigkeit vollsaugen kann. Das Pflanzloch sollte in etwa in doppelter Breite und Tiefe des Wurzelballens ausgestochen werden. Bei der Pflanzung kann der Boden aufgewertet werden, damit bekommt die Pflanze einen organischen Langzeitdünger, welcher sie im ersten Standjahr ausreichend versorgt. Mischen Sie hierfür das Substrat mit Kompost und geben Sie einige Hornspäne in das Pflanzloch, bevor die Mahonie eingesetzt und mit Substrat bedeckt wird. Setzen sie die Pflanze in gleicher Höhe in die Erde, welche im Pflanztopf gegeben war. Nachdem das Pflanzloch geschlossen ist, wird die Mahonie gut angegossen.

Kann man die Mahonie im Kübel pflanzen?

Da es sich um einen eher langsam wachsenden Strauch mit geringen Ansprüchen handelt, ist auch die Kübelhaltung möglich. Der Pflegeaufwand ist jedoch deutlich höher. Pflanzen im Kübel brauchen eine regelmäßige Bewässerung und Düngung, denn ihnen steht nur wenig Substrat zur Verfügung.

Was ist bei der Pflanzung im Kübel zu beachten?

Standort
Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Substrat
Es kann herkömmliche Blumenerde oder auch spezielle Kübelpflanzenerde verwendet werden. Mit Sand, Kies oder Tongranulat lässt sich schwerer Boden durchlässiger gestalten.

Gießen
Während der Wachstumsperiode wird reichlich gegossen. Bis zur nächsten Wassergabe sollte die Erde gut antrocknen. Staunässe wird nicht vertragen und kann zum Faulen der Wurzeln führen.

Düngen
Gedüngt wird die Mahonie im Kübel zwischen April und September. In vier- bis achtwöchigen Abständen kann Flüssigdünger verabreicht werden.

Überwintern
Auch im Kübel ist die Mahonie gut winterhart. Der Pflanzkübel kann an einem schattigen bis halbschattigen Standort aufgestellt werden. An frostfreien Tagen sollte etwas Wasser gegeben werden, damit der Boden nicht vollständig austrocknet.


Foto1: © LianeM - Fotolia.com, Foto2: © bondvit - Fotolia.com

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