Pflanzen Kübel- und Balkonpflanzen

Meerrettichbaum vermehren – Mit Stecklingen & Samen zum Erfolg

389 views
0

Der Meerettichbaum ist eine leicht zu kultivierende Pflanze mit Früchten, die als Superfood gelten. Außerdem lässt sie sich auch ganz einfach vermehren. Versuchen Sie es doch mal.

Meerettichbaum vermehren
© AdouKanGabriel – Fotolia.com

Meerrettichbäume sind attraktive Zierpflanzen. Da sie in unseren Breiten im Kübel kultiviert werden müssen, sind Moringa-Bäume eine Zierde auf Balkon und Terrasse. Wer möchte, kann die aromatischen Blätter ernten und Speisen damit einen herzhaften Geschmack verleihen.

Es gibt vielfältige Verwendungsmöglichkeiten und ein Meerrettichbaum ist auch immer wieder ein Geschenk, mit dem Sie anderen Hobbygärtnern eine Freude machen können. Warum also nicht über die Vermehrung der Wunderbäume nachdenken? Wenn Sie die nachfolgenden Hinweise und Ratschläge beachten, wir es Ihnen leicht gelingen, junge Pflanzen heranzuziehen und damit bei sich und anderen für Begeisterung zu sorgen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Moringa Baum zu vermehren:

  • Samen
  • Stecklinge

Meerettichbaum vermehren über Stecklinge

Wer bereits eine kräftige Moringa-Pflanze besitzt, wird diese leicht durch Stecklinge vermehren können. Da der Meerrettichbaum sehr gut schnittverträglich ist, muss nicht unbedingt der jährliche Rückschnitt im zeitigen Frühjahr für das Schneiden von Stecklingen genutzt werden. Die beste Zeit, um Stecklinge zu gewinnen, sind die Monate Juni bis August.

» Tipp: Stecklinge, die in Stammnähe geschnitten werden, wurzeln schneller an.

Die Stecklinge sollten etwa 20 Zentimeter lang geschnitten werden. Für jeden Steckling wird ein separates Anzuchtgefäß gewählt. In die Pflanztöpfe können Sie herkömmliche Anzuchterde füllen. Die Stecklinge werden in die Pflanztöpfe gesteckt und warm und hell aufgestellt. Dabei können die Pflanzgefäße gern in die pralle Sonne gestellt werden. Meerrettichbäume vertragen Temperaturen bis zu 45 Grad. Am Standort sollten jedoch keine zu großen Temperaturschwankungen herrschen. Ebenso sollten Sie Zugluft vermeiden.

Nun gilt es, einige Wochen Geduld zu haben. Sobald sich neue Blätter ausbilden, kann von einer erfolgreichen Anzucht ausgegangen werden, denn dann werden auch Wurzeln gebildet.

In Kürze:

  • Steckling schneiden
  • Pflanzgefäß auswählen
  • Pflanzgefäß mit Erde füllen
  • Steckling einsetzen
  • Pflanzgefäß warum und hell aufstellen
  • Bewurzelung abwarten

Meerettichbaum vermehren über Samen

Neben den Stecklingen lässt sich der Meerettichbaum auch über Samen vermehren. Entweder Sie gewinnen diese aus einer bestehenden Pflanze oder aber Sie erwerben diese käuflich, wenn Sie keinen eigenen Moriga-Baum haben. Wichtig ist, dass Sie vor der Aussaat die Samen zunächst für ein bis zwei Tage wässern.

Jeder Samen erhält ein eigenes Pflanzgefäß. Hierfür können Sie kleinere Tontöpfe oder auch Joghurtbecher verwenden. Die Pflanztöpfe werden mit Anzuchterde gefüllt. Das Substrat ist leicht anzufeuchten. Die durch das Wässern aufgequollenen Samen werden nun auf das Substrat gelegt und etwa einen Zentimeter tief in die Erde gedrückt. Die Pflanztöpfe benötigen nun einen warmen Standplatz. Die volle Sonne ist optimal. In jedem Fall sollte die Anzucht bei Zimmertemperatur erfolgen. Kälte und Zugluft sind zu vermeiden.

Nach etwa zwei Wochen werden die ersten Samen zu keimen beginnen. Haben sich neben den Keimblättern weitere Blättchen entwickelt, werden die jungen Pflanzen in ein größeres Pflanzgefäß umgesetzt.

AnzuchtmethodeWas muss beachtet werden?
Stecklinge
  • Stecklinge werden bevorzugt im Frühsommer geschnitten.

  • Jeder Steckling erhält ein separates Pflanzgefäß.

  • Stecklinge müssen warm und hell aufgestellt werden.

Samen
  • Nicht jeder Samen des Meerrettichbaumes ist keimfähig.

  • Am besten keimen frische Samen.

  • Die Samen sind gleichmäßig warm zu halten.

  • Die Pflanztöpfe sind regelmäßig zu bewässern.

Was ist bei der Pflege der Jungpflanzen zu beachten?

Haben sich die Keimlinge ausreichend entwickelt, erfolgt die Umsetzung in einen größeren Blumentopf. Dieser sollte einen Durchmesser von etwa 20 Zentimetern besitzen und auch in etwa über diese Höhe verfügen. Als Substrat für die Aufzucht eignet sich Kakteenerde sehr gut. Diese ist locker und sandig, was den Standortansprüchen der Moringa-Pfanze entspricht. Weiterhin kann das Gießwasser gut abfließen und staut sich nicht im Pflanzgefäß. Auch die größeren Pflanzgefäße sind hell und warm aufzustellen.

» Licht & Wasser

Je nach Jahreszeit dürfen die Pflanzgefäße auch auf Balkon oder Terrasse stehen. Den Winter verbringen die Jungpflanzen an einem hellen Standort bei Zimmertemperatur. Damit sich die Pflänzchen weiterhin gut entwickeln, ist es ratsam, für eine zusätzliche Lichtquelle in Form von Pflanzenstrahlern, wie z.B. diese hier zu sorgen. Eine Bewässerung ist auch im Winter vorzunehmen. Allerdings sollten sie sparsam gießen, damit es nicht zu Staunässe kommt. Dies verträgt die Pflanze aus dem Himalaya nicht, auch nicht kurzzeitig.

» Rückschnitt

Haben Sie kleine Bäumchen von etwa einem halben Meter Höhe herangezogen, dürfen Sie die Spitzen leicht zurückschneiden, damit sich die Pflanze gut verzweigt. Der Meerrettichbaum wächst sehr schnell und auch die Seitentriebe sollten gekürzt werden, wenn sie etwa zwanzig Zentimeter lang gewachsen sind. Diesen Rückschnitt sollten sie bei den Jungpflanzen noch zwei Mal wiederholen. Anschließend können Sie den kleinen Baum wachsen lassen und nur noch eingreifen, wenn sich lange Triebe bilden oder Ihnen die Wuchsform nicht zusagt.

Wenn die Samen nicht keimen

Generell kann gesagt werden, nicht jeder Samen wird zuverlässig keimen. Es kann davon ausgegangen werden, dass von zehn Pflanzen etwa sieben bis acht einen Keim ausbilden. Ist das Haltbarkeitsdatum der Samen überschritten, werden Sie ebenfalls wenig Glück haben, Jungpflanzen zu gewinnen. Achten Sie daher beim Kauf auf das Haltbarkeitsdatum oder verwenden Sie möglichst frische Samen, die sie selbst gewonnen haben oder von einem Bekannten oder Nachbarn erhielten.

Wichtig für eine zuverlässige Keimung sind durchgängige Temperaturen über 20 Grad. Ebenso brauchen die jungen Bäumchen ausreichend Licht. Behelfen Sie sich in der kalten Jahreszeit daher mit einer zusätzlichen Lichtquelle.


Foto1: © AdouKanGabriel - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here