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Möhren Krankheiten – Erkennen und Bekämpfen

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Möhren sind eigentlich nicht sehr anfällig gegenüber Erkrankungen. Aber durch Staunässe und Platzmangel können verschiedene Pilzkrankheiten ausgelöst werden. Welche Krankheiten sich speziell bei Möhren ausbreiten können, lesen Sie hier.

Die 6 bekanntesten Möhren-Krankheiten

Möhren Krankheiten

1. Bakterienfäule

Fäulniserreger sind vor allem bei Staunässe häufig zu erkennen, dazu zählt auch die Bakterienfäule.

Erkennen
Bei der Bakterienfäule weises die Möhren weisen eingesunkene Stellen auf, die zudem auch wässrig sind. Mit der Zeit verfärben sich diese Flecken braun und fangen an zu faulen. Ist es erst einmal zu einer Infektion gekommen, breiten sich die Erreger schnell aus. Selbst bei der Einlagerung des Gemüses kann sich die Fäule weiter ausbreiten.

Bekämpfen
Befallene Früchte müssen umgehend vernichtet werden und auf gar keinen Fall einlagern. Ist der Befall sehr stark, so sollten Sie drei Jahre lang keine Möhren mehr anbauen.

2. Echter Mehltau

Der Mehltau ist ja in heimischen Gärten sehr weit verbreitet, so kann er auch Karotten befallen.

Erkennen
Auf den Oberflächen der Blätter zeigt sich ein weißer Belag, der an Mehl erinnert, daher auch der Name. Nach und nach werden den Karotten lebenswichtige Nährstoffe entzogen, so dass sie sich nicht gut entwickeln und in der Folge auch eingehen können.

Bekämpfen
Die befallenen Pflanzenteile sollten umgehend entfernt werden. Gießen Sie die Pflanzen nur im Wurzelbereich, damit die Blätter nicht feucht werden. Bekämpfen kann man den Echten Mehltau mit Hausmitteln wie einer Brennnesseljauche, Magermilch, einem Spülmittel-Öl-Gemisch oder Schachtelhalmbrühe.

3. Möhrenröte

Falls es zu einem Befall mit der so genannten Möhrenröte gekommen ist, so hat man im heimischen Garten keine Aussicht auf Erfolg, was die Bekämpfung angeht.

Es wird vermutet, dass der Erreger von der Gierschblattlaus übertragen wird, deshalb sollten Sie Giersch so weit wie möglich vorbeugend aus dem Garten entfernen. Die Blätter vergilben im Verlauf der Krankheit immer mehr, später verfärben sie sich rot und verkümmern. Auffällig ist, dass die Blattadern dabei jedoch grün bleiben. An den Wurzeln kommt es zu bärtigen Bildungen. auch diese verkümmern mit der Zeit.

4. Möhrenschwärze

Für diese Erkrankung der Möhren ist ebenfalls ein Pilz verantwortlich.

Erkennen
Zu erkennen ist die Möhrenschwärze daran, dass sich auf den Blättern sich dunkle Flecken bilden, die eine gelbliche Umrandung haben. Bei einem starken Befall kommt es zum Vertrocknen und schließlich zum Absterben der Blätter. Sind Jungpflanzen betroffen, kann es zu einem kompletten Ausfall der Ernte kommen. Die Möhren entwickeln sich nicht richtig, wenn die Blätter von dem Pilz befallen sind.

Bekämpfen
Direkt bekämpfen lässt sich die Möhrenschwärze nicht. Sie können Ihre Karotten aber vor dem weiteren Befall retten, indem Sie befallene Pflanzen umgehend vernichten. Außerdem sollten Sie für mindestens ein Jahr auf den Anbau von Karotten verzichten, da der Pilz lange Zeit im Boden überleben kann.

Um der Möhrenschwärze vorzubeugen, wählen Sie am besten resistente Sorten aus und pflanzen diese nicht zu dicht. Bewährt hat sich auch der Anbau in einer windigen Lage.

5. Schwarzfäule

Erkennen
Diese Pilzinfektion betrifft zuerst die Wurzel, die sich schwarz verfärbt. Bei jungen Keimlingen kann es jedoch auch zu einer Verfärbung an den Blattansätzen kommen.

Bekämpfen
Die befallenen Pflanzen sollten Sie unverzüglich entfernen. Um der Schwarzfäule vorzubeugen ist auf einen trockenen Boden, ausreichenden Pflanzabstand und einen windigen Standort im Garten zu achten. Auch eine Düngung mit Stickstoff kann einen Befall mit der Schwarzfäule begünstigen.

Zur Vorbeugung sollten im näheren Umfeld der Möhren keine Sellerie oder Petersilie angepflanzt werden.

6. Violette Wurzeltöter

Der Violette Wurzeltöter ist auch eine Pilzerkrankung, Sie erkennen ihn an dicken, lila Wucherungen an den Möhren. Es kommt schnell zu Fäulnis und einem Absterben der Pflanze. Zu den Wirtspflanzen dieses Erregers gehören zum Beispiel auch Rüben, Sellerie, Petersilie, Chicoree, Spargel und Kartoffeln.

Im Boden kann der Pilz mehrere Jahre überleben und zu neuen Infektionen führen. Warme und ständig feuchte Böden sowie starke Unkrautbildung begünstigen einen solchen Befall. Befallene Pflanzen müssen gleich vernichtet werden. Vorbeugen können Sie durch eine optimale Fruchtfolge. Der Anbau der entsprechenden Wirtspflanzen ist dabei zu vermeiden.


Foto1: © Visions-AD - Fotolia.com

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