Pflanzen Kübel- und Balkonpflanzen

Oleander gießen und düngen – So machen Sie es richtig

2.166 views
0

Der Oleander ist anspruchsvoll. Regelmäßige Wasser- und Düngergaben sind notwendig, damit sich die Pflanze prächtig entwickeln kann und seine Blütenpracht entfalten kann.

Oleander gießen und düngen - So machen Sie es richtig
© Christian Müller – Fotolia.com

Der Oleander ist bekannt für seine tollen Farben. Die Blätter leuchten in einem satten Grün und die Blüten weisen kräftige Farben auf. Wird die Pflanze richtig gepflegt, kann der Oleander seine volle Blütenpracht entfalten und wird zum absoluten Hingucker im heimischen Garten.

Die Pflege ist einfach, wenn man weiß, worauf man achten muss. Das richtige Gießen und auch der Dünger spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das richtige Gießen des Oleanders

Der Oleander ist eine durstige Kübelpflanze. Grundsätzlich gilt, dass der Oleander vor Regen geschützt in einem Kübel gepflanzt werden soll. Den Kübel stellt man bestenfalls auf einen Untersetzter. So kann das nicht aufgenommene Wasser aufgefangen werden und der Oleander kann sich das Wasser nehmen, wenn er es braucht.

❍ Gießen im Winter

Grundsätzlich muss der Oleander zum Überwintern nach drinnen gebracht werden. Das Winterquartier, in dem es maximal 10 Grad hat, sollte ein heller Raum oder die Gartenhütte sein. Die Pflanze wird so spät wie möglich nach drinnen gebracht, denn je länger sie im Freien stehen kann, umso robuster wird sie. Oleander ist bis -5°C frostfest und kann in Vlies eingepackt an der Hausmauer stehen bleiben, bis der Dauerfrost kommt. Im Winter benötigt der Oleander weniger Wasser. Einmal wöchentlich sollte der Wasserstand beobachtet werden. Befindet sich kein Wasser im Untersetzer, ist es notwendig, den Oleander zu gießen. Sollte sich noch ausreichend Wasser im Untersetzer befinden, kann auf das Gießen verzichtet werden.

❍ Gießen im Sommer

Auch im Sommer ist es sinnvoll den Oleander auf einen Untersetzer zu stellen. Da der Oleander zu den durstigen Pflanzen zählt, muss dieser oft gegossen werden. Das Wasser, das nicht sofort aufgenommen wird, sammelt sich im Untersetzer und kann so von der Pflanze genommen werden, wenn diese Flüssigkeit benötigt. Grundsätzlich wird der Oleander jeden Tag gegossen. An heißen Sommertagen kann es notwendig sein, dass die Pflanze öfter Wasser bekommt. So kann es im Juli und im August vorkommen, dass man die Pflanze drei Mal täglich gießen muss.

Was Sie über das Gießen wissen sollten

Viele Menschen gießen ihre Pflanzen gerne mit Regenwasser. Dies sollte beim Oleander aber vermieden werden. Der Oleander liebt die kalkhaltige Erde und somit auch kalkhaltiges Wasser. Saure Böden und saures Wasser hingegen mag er nicht. Das Regenwasser macht die Erde mit der Zeit sauer, weshalb der Oleander einige Krankheiten abbekommen könnte. Häufig kommt es zu Mangelerscheinungen, denn in der sauren Erde können wichtige Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Oleander niemals nasse Blätter und Zweige hat. Dies könnte zum Oleanderkrebs führen, der typischerweise an den Zweigen auftreten kann.

Möchte man die Blütenbildung fördern, sollte man zu temperiertem Wasser greifen. Der Oleander mag Temperaturschwankungen nicht besonders gerne. Ist die Erde im Sommer bereits sehr heiß, sollte man daher stets warmes Wasser verwenden.

Der richtige Dünger und der passende Zeitpunkt

Der Oleander gehört zu den wenigen Pflanzen, die sehr viele Nährstoffe benötigen, um sich richtig entfalten zu können. Holt man den Oleander im Frühjahr aus seinem Winterquartier, sollte man bereits mit der Versorgung von Nährstoffen beginnen. Ein flüssiger Dünger, der für Kübelpflanzen bestimmt ist wie z.B. dieser hier, kann bereits am ersten Tag nach dem Aussetzen angewendet werden. Etwa zwei Mal pro Woche sollte der Oleander mit diesem Dünger versorgt werden.

Kann man nach ein paar Wochen erkennen, dass sich die Blätter des Oleanders dunkler färben und eine satte grüne Farbe bekommen, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Langzeitdünger einzusetzen. Hierfür wählt man einen Langzeitdünger aus, der eine Wirkungszeit von 6 bis 12 Monate aufweist, wie z.B. dieser hier. Möchte man dem Oleander etwas Gutes tun, kann man zusätzlich etwas Düngekalk verwenden, denn die Pflanze mag die kalkhaltige Erde besonders gerne.

Wann sollte man den Langzeitdünger anwenden?

Der Langzeitdünger sollte ausschließlich im Frühjahr angewendet werden. Auf eine Düngung im Herbst sollte grundsätzlich verzichtet werden. Der Oleander benötigt einige Zeit, um sein Wachstum einzustellen. Hat der Oleander sein Wachstum eingestellt, bildet dieser gut ausgereifte Triebe, die verholzt sind. Dies ist wichtig, denn nur diese Triebe sind frostsicher und können den Winter gut überleben. Den Winter über ist der Oleander nicht aktiv und bildet keine neuen Triebe aus. Somit kann auf eine Düngung im Winter verzichtet werden.

Kann man zu viel Dünger verwenden?

Der Oleander benötigt sehr viele Nährstoffe, weshalb der Dünger ein wesentlicher Bestandteil der richtigen Pflege ist. Grundsätzlich kann zu viel Düngemittel die Pflanze nicht töten, eine Erkrankung der Blätter ist jedoch möglich. Die sogenannte Blattrandnekrose kann auftreten. Diese Erkrankung ist sehr einfach zu erkennen, denn die Blattränder werden sehr trocken und später auch braun. Die Anzeichen sind ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Kann man die Symptome der Nekrose erkennen, ist es wichtig, dass der Dünger gut ausgespült wird. Die gesamte Erde muss unter fließendem Wasser vom Düngemittel weitgehend befreit werden. Anschließend ist für das gesamte Jahr keine Düngung mehr notwendig. Der Oleander erholt sich meist recht schnell und bildet in der Regel schnell wieder neue, gesunde Blätter.


Foto1: © Christian Müller - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here