Gartengestaltung Gartenhäuser & Gerätehäuser

Ordnung im Gerätehaus schaffen – Mein persönlicher 5-Punkte-Plan

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Unzählige Gartengeräte, aber wenig Platz. Ein Problem, vor dem viele Gartenbesitzer stehen. Mit meinen Tipps bringen Sie Ordnung ins Gerätehaus.

Sämereien nach Monat sortieren
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Rund 53 Prozent aller Deutschen sind stolze Gartenbesitzer und knapp über 30 Prozent hätten gern einen. Nicht jeder kann sich, aufgrund seiner Wohnsituation oder aus Zeitgründen, einen Garten leisten, auch wenn dieser immer noch Erholungsort Nr. 1 ist.

Ich bin froh einen zu haben und möchte diesen auch nicht mehr missen, weil es zum Abschalten fast nichts Schöneres gibt. Allerdings sollte man sich keine falschen Illusionen machen, denn ein Garten macht definitiv Arbeit. So wie jeder Haushalt, braucht auch die private Grünanlage eine gewisse Struktur. Insbesondere die Gartengeräte müssen gehegt und gepflegt werden. Ich habe mir ein gewisses System angeeignet, mit dem ich Ordnung ins Gartenhaus bringe und auch halte.

Punkt 1: Sämereien nach Monat sortieren

Wenn das Wetter mitspielt, dauert es nur noch wenige Tage, bis die Pflanzsaison wieder losgeht. Dafür habe ich gern immer alles griffbereit. Langes Suchen und Kramen stört meine Gartenruhe. Also habe ich mir überlegt, wie und wo ich meine Sämereien einsortieren kann, die über Winter luftdicht und dunkel im Haus gelagert waren. Mehr Tipps zur richtigen Lagerung gibt’s auch auf www.nutzpflanzenvielfalt.de.

Der Zufall wollte es, dass mein Mann zur gleichen Zeit eine Aufräumaktion in seinem Heimwerkerkeller startete. Von seinem Sortierboxen-Set (gekauft bei ab-in-die-box.de) habe ich mir gleich ein paar für meinen Garten abgezweigt. Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass einfache Plastikbehälter so praktisch sein können. Auf dem Foto ist es noch nicht zu sehen, aber mittlerweile habe ich mir kleine Kärtchen gemacht, die man wunderbar in die Klarsichtschübe einstecken kann. So sind alle Sämereien praktisch nach dem jeweiligen Pflanzmonat sortiert.

Punkt 2: Selten Gebrauchtes nach oben verlagern

Gerätehaus aufräumen: Selten Gebrauchtes nach oben verlagernGarten- bzw. Gerätehäuser sind oftmals nicht sehr groß, es sei denn, man besitzt Marke Eigenbau. Planen Sie deshalb akribisch genau, wo Sie was lagern können. Meine Devise: alles was man nicht täglich braucht, gehört nach oben.

Aus Platzmangel landen bei mir manchmal Dinge im Gerätehaus, die ich nicht für den Garten brauche. Aber ich denke, damit stehe ich nicht allein. So lagere ich zum Beispiel derzeit nicht benötigte Felgen im oberen Schub eines Stahlregals, das dazu noch weiteren Stauraum bietet. Eine zusätzliche Ablagefläche entsteht, wenn Sie Metallrohre und Träger an der Wand befestigen und als Zwischenböden Holzbretter einziehen. Bei mir findet dort Schnittholz für die Feuerschale Platz. Wenn Sie sich dieses Ordnungssystem selbst bauen, können Sie die Abstände nach Ihren Wünschen anpassen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Punkt 3: Halterung für den Gartenschlauch

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Der Gartenschlauch sollte generell nur dann heraus geholt werden, wenn er auch wirklich benutzt wird. Lässt man ihn kreuz und quer im Garten liegen, wird er schnell zur Stolperfalle. Muss er die Wintermonate unter einer Schneedecke verbringen, nimmt er Ihnen das ganz sicher übel.

Am besten sind immer Vorrichtungen, auf denen der Schlauch aufgewickelt werden kann. Zugegeben, meine Konstruktion ist nicht die Schönste, funktioniert aber. Ich liebäugele ja schon seit längerem mit diesem Amazon-Bestseller, muss diese Ausgabe aber noch mit meiner besseren Hälfte besprechen. 😉

Wer, so wie ich, mit der Hand aufwickeln muss, sollte das sorgsam tun, um Knicke im Schlauch zu vermeiden. Das eine Ende des Gartenschlauchs dazu am besten auf den Boden und dann den Rest kreisförmig darüber legen. Zum Schluss alles zusammen binden und aufhängen.

Punkt 4: Gartengeräte einfach aufgehängt

Gartengeräte aufhängen
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Die meistgebrauchten Gartengeräte wie Hacke, Harke, Spaten und auch Besen, bekommen einen Ehrenplatz im Gerätehaus. Sie gehören weder in eine Ecke gestellt, noch auf den Boden gelegt. Mit einfachen Mitteln schaffen Sie eine Wandkonstruktion an der alle Werkzeuge platzsparend aufgehängt werden können.

Benutzen Sie die im Handel erhältlichen Vorrichtungen, oder bauen Sie sich Ihre eigene Hakenleiste. Letzteres hat mein Mann in unserem Gerätehaus umgesetzt, was mir auch am besten gefällt. So kann diese Variante immer mal wieder erweitert werden. Einfach zwei Haken parallel in die Wand schlagen, der Abstand richtet sich nach der Griffbreite des aufzuhängenden Werkzeugs.

Befindet sich oberhalb kein Griff, bohren Sie ein Loch in den Stiel, fädeln ein stärkeres Band hindurch und können so Harke und Co. aufhängen.

Punkt 5: Wohin mit dem Rasenmäher?

Rasenmäher im GerätehausManche fahren Ihren Rasenmäher nach getaner Arbeit in die Garage oder den Keller. Bei uns muss das „Ungetüm“ im Gerätehaus Platz finden. Die Anschaffung des Aufsatzmähers war definitiv eine kluge Entscheidung, denn hiermit ist der Rasen 5mal schneller gemäht als mit einem Handgerät. Allerdings benötigt das Teil auch mehr Stellfläche.

Mein Tipp: Parken Sie den Rasenmäher in Türnähe. Somit ersparen Sie sich lästiges Jonglieren beim Rein- und Rausfahren.


Foto1: © Dagmar - gartentipps.com, Foto2: © Dagmar - gartentipps.com, Foto3: © Dagmar - gartentipps.com, Foto4: © Dagmar - gartentipps.com, Foto5: © Dagmar - gartentipps.com

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