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Papierknöpfchen als Trockenblume verwenden – So wird’s gemacht

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Das Papierknöpfchen ist eine kleine zarte Pflanze, die sich hervorragend als Trockenblume eignet. Damit bei dem Vorgang nichts schief geht, ist besonders der Zeitpunkt des Rückschnittes wichtig.

Papierknöpfchen als Trockenblume verwenden
© KHBlack – Fotolia.com

Das Papierknöpfchen ist nicht nur eine attraktive Sommerblume, wir können uns die Erinnerung an den blütenreichen Sommer auch darüber hinaus bewahren. Der Korbblütler macht nicht nur als Schnittblume in der Vase eine gute Figur, sondern zählt auch zu den beliebtesten Trockenblumen. Im Folgenden erfahren Sie, wann Trockenblumen geschnitten werden sollten und wie man sie trocknet und anschließend hübsch arrangiert.

Wann sollten Trockenblumen geschnitten werden?

Wenn Sie das Papierknöpfchen trocknen wollen, muss ein Kompromiss eingegangen werden. Die lange Blüte im Beet kann in diesem Fall nicht bestaunt werden. Die Blumen sollten abgeschnitten werden, bevor sie sich komplett öffnen. Die gelbe Mitte der Korbblütler sollte nicht erkennbar sein. Zu weit geöffnete Blütenköpfe wären weit weniger attraktiv und könnten zudem auch ausfallen, bevor sie getrocknet sind.

» Tipp: Schmücken Sie Ihren Garten mit mehreren Pflanzen, dann bleiben ausreichend Schnitt- und Trockenblumen übrig.

Für das Schneiden der Blüten sollte ein trockener Tag ausgewählt werden. Dabei sind die späten Vormittagsstunden der ideale Zeitpunkt. Wird zu früh am Morgen geschnitten, ist der auf den Blüten befindliche Tau vermutlich noch nicht abgetrocknet. Wer zu spät am Nachmittag zur Schere greift, riskiert, dass die Sonne die Blüten zum Welken gebracht hat.

Unterschiede im Schnittzeitpunkt anderer Pflanzen

Schnittzeitpunkt Pflanzen
Knospe, kurz vor dem Aufblühen
  • Papierknöpfchen
  • Kugeldistel
Blüte, halb aufgeblüht
  • Strohblumen
  • Lauch
in voller Blüte
  • Lavendel
  • Schleierkraut
  • Hortensien
  • Schafgarbe
  • Rosen

Papierknöpfchen trocknen – So wird’s gemacht

❶ Blüten schneiden
❷ Blüten bündeln
❸ Blüten aufhängen
❹ Blüten trocknen
❺ Blüten verwenden

Die Blütenstiele werden in einer Länge von etwa 20 Zentimetern geschnitten. Damit sich die Blüten auch wirklich halten, müssen Sie unmittelbar nach dem Schnitt getrocknet werden. Die abgeschnittenen Blütenstiele werden hierfür zu lockeren Sträußen zusammengebunden. Die Sträuße werden nun, mit den Stielen nach oben, an einem warmen und trockenen Ort zum Trocknen aufgehängt. Binden Sie die Sträuße weder zu groß noch zu fest. Die Luftzirkulation muss gegeben sein, ansonsten kann es schnell zu Fäulnis kommen.

» Achtung: Papierknöpfchen werden nicht in der direkten Sonne getrocknet.

Da sich der Trocknungsvorgang über mehrere Wochen hinzieht, sollten die Pflanzen hin und wieder im Auge behalten werden. Sind Anzeichen von Fäulnis zu erkennen, sind die Pflanzen vielleicht noch zu retten, wenn Sie den Trockenstrauch nochmals locker binden oder jede Pflanze einzeln trocknen lassen.

» Tipp: Die faulenden Pflanzenteile sind vorab zu entfernen.

Fehler beim Trocknen vermeiden

Wer seine Papierknöpfchen trocknen möchte, sollte dies möglichst sofort nach dem Schneiden der Blütenstängel tun. Die Gefahr des Pilzbefalls ist ansonsten hoch. Zunächst sollten die Sträuße an einem warmen und trockenen Platz aufgehängt werden. Bei einer zu langen Trocknung an einem warmen und trockenen Standort, kann es jedoch passieren, dass sich die Trockenblumen nicht sehr lange halten. Eine möglichst lange Haltbarkeit wird gefördert, wenn die Sträuße zunächst an einem feuchteren Ort aufgehängt werden. Die eigentliche Trocknung erfolgt anschließend an einem halbschattigen Ort.

» Tipp: Der beste Ort für eine optimale Trocknung ist das Aufhängen der Sträuße an einem trockenen Nordfenster.

Papierknöpfchen trocknen für Anfänger

Wem die eben beschriebene Methode zu langwierig oder zu aufwendig erscheint, der kann seine Papierknöpfchen auch mit Hilfe von Silica-Gel trocknen. Die Gelkugeln können im Bastelshop erworben werden.

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So lassen sich die Blüten mit Silica-Gel trocknen

  • Gelkugeln in ein flaches Gefäß geben
  • Blüten auf die Gelkugeln legen
  • Blüten mit einer Schicht Silica-Gel bedecken
  • Gefäß fest verschließen
  • nach etwa drei Tagen Gel entfernen
  • Trockenblumen vorsichtig herausnehmen

Wählen Sie möglichst kleine Kügelchen, dann bleibt die Form der Blüten während des Trocknes am besten erhalten. Beim Herausnehmen sollte besonders vorsichtig vorgegangen werden, die Blüten brechen leicht, besonders wenn die Trockenzeit zu lang gewählt wurde.

Eine weitere Trocknungsmethode gelingt unter Zuhilfenahme von Glycerin. Die Trocknung in Glycerin-Wasser erhält die Farben der Blüten. Hierfür mischen Sie Wasser mit Glycerin im Verhältnis 2:1 und füllen die Lösung in eine ausreichend große Blumenvase. Die Blütenstängel werden für etwa 14 Tage in diese Mixtur gestellt.

» Tipp: Zeigen sich an den Blüten und Blättern Glycerintröpfchen, kann davon ausgegangen werden, dass die Trocknung abgeschlossen ist.

So geht’s nach dem Trocknen weiter

Ist die Trocknung abgeschlossen, lassen sich die Papierknöpfchen vielfältig arrangieren. Die Sträuße oder Gestecke können unmittelbar nach dem Trocknen gebunden werden. Die Trockenblumen lassen sich aber auch kühl und trocken lagern, bis Sie die Muse küsst und Sie vielleicht an einem tristen Herbsttag Lust auf das kreative Gestalten mit Trockenblumen bekommen.

Kreative Gestaltungsideen mit Papierknöpfchen

Die getrockneten Papierknöpfchen können vielfältig arrangiert werden. Hübsche Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich zum Beispiel mit Ziergräsern oder Pflanzen, die auf einem Spaziergang durch Wald und Flur gefunden und getrocknet wurden. Soll das Gesteck eher klassisch und eleganter wirken, bieten sich Rosen als Kontrast an.

Wie wäre es mit Blütenbildern?

Erscheint Ihnen der klassische Strauß nicht wirklich als Herausforderung, dann verhelfen Sie doch einfach einer alten Technik zu neuem Leben und gestalten Blütenbilder. Jedes Bild benötigt einen Rahmen. Hier ist der eigene Geschmack gefragt. Besonders attraktiv wirken antike Rahmen, welche dem Ganzen einen zusätzlichen nostalgischen Touch verleihen. Glasabdeckungen müssen allerdings entfernt werden, es sei denn, Sie haben die Trockenblumen gepresst.

Den Hintergrund für das Blütenbild können verschiedene Stoffe bilden. Je nach gewünschtem Ausdruck wirkt das Bild mit Seide oder Samt als Hintergrund klassisch und elegant. Ein rustikaler Charme wird mit Leinen oder Jute erzielt. Die Trockenblüten werden mit Hilfe einer Heißklebepistole auf dem Untergrund befestigt. Dabei lassen sich die verschiedensten Strukturen schaffen und es ist eine individuelle Dekoration oder eine hübsche Geschenkidee gefunden.

Trockenblumen färben – so geht‘s

Die Papierknöpfchen besitzen weiße Blütenblätter und ein gelbes Blütenköpfchen. Lediglich eine gelbe Zuchtform ist bekannt. Wer für Abwechslung sorgen möchte, kann die Blüten färben. Dazu wird Lebensmittelfarbe in Pulverform, wie z.B. diese hier in Wasser gelöst. Die Blütenköpfe werden in die Lösung getaucht, bis die von Ihnen gewünschte Farbintensität erreicht ist. Auf Küchenpapier oder einer alten Zeitung trocknen die Blüten anschließend ab.

Folgende Pflanzen eignen sich ebenfalls zum Trocknen:

  • Hagebutte
  • Hasenohr
  • Bärenklau
  • Wollgras
  • Rohrkolben
  • Moos

Foto1: © KHBlack - Fotolia.com

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