Gartentipps

Papierknöpfchen pflanzen – Anforderungen an Standort und Substrat

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Das Papierknöpfchen sieht toll aus – sowohl als Blühpflanze als auch als Trockenblume. Wir zeigen Ihnen, wie einfach sie diese tolle Pflanze anpflanzen können.

Papierknöpfchen pflanzen
© KHBlack – Fotolia.com

Der Sommer im Garten wird von diversen Blühpflanzen begleitet. Die Schönheit des Papierknöpfchens (Ammobium alatum) lässt sich auch darüber hinaus einfangen, denn der Korbblütler zählt zu den schönsten Trockenblumen. Die kompakt wachsenden Pflanzen lassen sich problemlos auf Balkon oder Terrasse kultivieren und sollten kurz vor dem Aufblühen geschnitten werden, damit die Blüte in dekorativen Gestecken und Sträußen uns auch in der kalten Jahreszeit erfreut. Was es bei der Pflanzung des Papierknöpfchens zu bedenken gibt, erklären wie Ihnen im Folgenden.

Kurze Pflanzenbeschreibung

Das Papierknöpfchen stammt aus Australien. Dort wachsen die Sandimmortellen mehrjährig als kleine Stauden und kommen auch wild vor. In unseren Breiten ist die Pflanze einjährig und nicht winterhart. Das Papierknöpfchen wächst etwa einen halben Meter in die Höhe. Charakteristisch sind die filzig behaarten Stängel und Blätter. Die Stängel wachsen aus einer lockeren Rosette heraus. Am Ende der Stängel erscheinen im Frühsommer die kleinen Blütenköpfe, welche sich aus gelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten zusammensetzen. Die Röhrenblüten verfärben sich im Laufe des Sommers schwarz. Die Blütezeit reicht bis in den September hinein.

» Tipp: Die Sorte Grandiflorum besitzt große gelbe Blütenköpfe.

Im Jahre 1822 wurde das Papierknöpfchen von seiner Heimat New South Wales nach England eingeführt. Wenig später wurde die Pflanze auch in Deutschland kultiviert.

Passender Standort

Das Papierknöpfchen gedeiht an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Die pralle Mittagssonne sollte vermieden werden. Vier bis fünf Stunden Sonneneinstrahlung täglich sind förderlich für ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte.

Wer das Papierknöpfchen in ein dicht bepflanztes Blumenbeet setzt, wird die Schönheit der Pflanze nicht genießen können, da das Papierknöpfchen dort nicht zur Geltung kommt. Der Steingarten ist dagegen ein idealer Standort. Hier kommen die kleinen Tuffs zu ihrem Recht und ziehen die Blicke auf sich.

» Tipp: In Kombination mit kleinwüchsigen Ziergräsern wirkt die Pflanze besonders attraktiv.

Passender Standort in Stichworten:

Ideales Substrat

Das Papierknöpfchen zeigt sich bezüglich des Substrats wenig anspruchsvoll. Normale Gartenerde ist vollkommen ausreichend. Dabei sollte das Substrat eher trocken beschaffen sein. Die Gartenerde kann gern mit Sand vermischt werden. Dies macht den Boden lockerer, was dem Papierknöpfchen entgegenkommt. Kurze Trockenphasen werden besser vertragen, als ein zu nasser und zu dichter Boden. Die Pflanze verträgt keine Staunässe. Daher sollte darauf geachtet werden, dass das Gießwasser gut abfließen kann und sich nicht im Boden staut und die Wurzeln der Pflanze angreift. Dies kann zum Absterben des Papierknöpfchens führen.

Ideales Substrat in Stichworten:

  • trocken
  • locker
  • sandig
  • nährstoffarm

Papierknöpfchen pflanzen – Schritt für Schritt

  • Samen unter Glas aussäen
  • Samen leicht mit Erde bedecken
  • Keimung abwarten
  • Jungpflanzen ins Freiland setzen

Die Aussaat des Papierknöpfchens sollte bereits im März oder April erfolgen. Werden die Pflanzen im Haus vorgezogen, entwickeln sie sich besser, wachsen kräftig und blühen früher. Wählen Sie ein flaches Pflanzgefäß und füllen dieses mit Anzuchterde. Die Samen werden gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt und nur leicht mit Erde bedeckt. Das Pflanzgefäß wird hell und warm aufgestellt. Die Temperatur sollte etwa 18 Grad betragen.

Sind keine Fröste mehr zu erwarten, können die Jungpflanzen an ihren Standort im Freien umziehen. Der Pflanzabstand sollte 20 bis 30 Zentimeter betragen, damit sich jede Pflanze separat voneinander gut entwickeln kann.

Alternativ kann auch direkt ins Freiland ausgesät werden. Dies sollte frühestens im Mai geschehen, da die Pflanzen keinen Frost vertragen. Die Samen benötigen einen lockeren Boden. Zu schwere Böden sollten daher zunächst aufgelockert und mit Sand durchlässiger gemacht werden. Nach der Keimung werden die Pflänzchen vereinzelt und nur die kräftigsten Jungpflanzen verbleiben im Beet.

Zusammenfassung

Arbeitsschritt Erläuterung
Standort findenAm besten kommen die Pflanzen in Steingärten und in Kombination mit niedrig wachsenden Ziergräsern zur Geltung.
Substrat auswählen Der Boden sollte locker und durchlässig erscheinen. Es muss dafür gesorgt werden, dass das Gießwasser gut abfließen kann und es nicht zu Staunässe führt. Wird Gartenerde mit Sand vermischt, ist das Substrat durchlässiger. Die Zugabe von Kompost versorgt die genügsame Pflanze ausreichend mit Nährstoffen.
Pflanzung vornehmen Jungpflanzen sollten erst Ende Mai ins Beet gesetzt werden. Die aus Australien stammenden Pflanzen vertragen keinen Frost. Dabei ist ein Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimetern einzukalkulieren.

» Tipp: Soll das Papierknöpfchen als Trockenblume Verwendung finden, müssen sie geschnitten werden, bevor die Blüten ganz geöffnet sind.


Foto1: © KHBlack - Fotolia.com

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