Trockenrosen wecken schöne Erinnerungen an das zurückliegende Gartenjahr. Ich gebe Ihnen hier deshalb Tipps, wie Sie Rosen selber trocknen können.

Rosen trocknen
Rosen zu trocknen, ist kinderleicht – © S.H.exclusiv / stock.adobe.com

Ein Rosenbouquet macht sich daheim gut im Zimmer und erinnert sofort an den Floristen um die Ecke. Aber muss es denn immer ein teurer Strauß sein, dessen Blüten nach wenigen Tagen zunehmend trauriger ausschauen? Es geht auch anders. Nämlich mit einem Rosenstrauß, den Sie eigens für die schmucklose Jahreszeit bereits im Sommer trocknen und haltbar machen können. Wie das geht, möchte ich Ihnen in einigen Schritten erläutern. Zudem stelle ich ihnen zwei unterschiedliche Methoden vor, um die Blumen zu trocknen.

Methode 1 – Rosen an der Luft trocknen

❍ Schritt 1:

Bevor Sie einen Rosenstrauß an der Luft trocknen, sollten Sie die Rosen bündeln. Bis zu 10 Stiele maximal sollten Sie für einen Bund veranschlagen. Denn je mehr Rosen Sie zusammenbinden, desto schlechter trocknet das Bund durch.

Am besten eignet sich zum Bündeln der Rosen ein handelsübliches Gummiband. Dieses hält das Rosenbund beim Trocknen immer noch zusammen, auch wenn die Stiele während des Trocknens schrumpfen.

❍ Schritt 2:

Hängen Sie die Rosen nun kopfüber in einem trockenen, warmen und dunklen Raum auf. So kann sich an den Rosen kein Schimmel bilden. Außerdem verblassen die Farben der Blüten nicht im Dunkeln.

Wichtig: Das Rosenbund sollte frei hängen. Das heißt: die Blütenköpfe sollten von allen Seiten Luft bekommen und nicht mit einer Wand in Berührung kommen.

❍ Schritt 3:

Nach gut zwei bis drei Wochen sind die Rosen getrocknet und können bereits als Trockenstrauß genutzt werden. Achten Sie dabei darauf den getrockneten Rosenstrauß bei Zimmertemperatur zu lagern. So vermeiden Sie, dass die Rosen bei zu langer Trockenzeit brüchig werden.

Tipp:
Damit der Strauß Trockenrosen nicht schon nach wenigen Tagen auseinanderbricht, können Sie die getrockneten Rosen mit Haarspray haltbar machen. Es verleiht den einzelnen Teilen der Trockenrose Halt und bietet zudem Schutz. Halten Sie den trockenen Strauß Rosen einfach kopfüber nach unten, damit keine Blüte abbricht, und sprühen Sie ihn mit Haarspray ein.

Einen Wermutstropfen hat das Konservieren mit Haarspray allerdings: Nach dem Sprayen verblassen die Blütenköpfe.

Methode 2 – Rosen mit Trockensalz, Waschpulver oder Silicagel trocknen

Eine Alternative zum Luftrocknen, ist das Austrocknen der Rosen in Trockensalz, Waschpulver oder Silicagel. Diese Methode ist zwar aufwändig, sie lässt aber die Farben der Blüten und Blätter nicht verblassen.

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❍ Schritt 1:

Zum Trocknen benötigen Sie ein größeres lichtundurchlässiges Behältnis. Zum Beispiel einen Pappkarton mit Abdeckung oder ähnliches. In diesen füllen Sie das Trockensalz bzw. Waschpulver oder Silicagel.

❍ Schritt 2:

Anschließend legen Sie die Rosen ungebündelt auf das jeweilige Mittel zum Trocknen. Die Blumen sollten sich nicht berühren, wenn Sie mehrere trocknen wollen.

❍ Schritt 3:

Die Rosen nun komplett mit dem Streugut bedecken und den Behälter mit der Abdeckung verschließen.

❍ Schritt 4:

Nun müssen Sie sich in etwas Geduld üben, denn in circa drei Wochen sind Ihre Rosen getrocknet.

Übrigens:
Auf diese Art und Weise lassen sich fast alle Blumen trocknen. Möchten Sie hingegen, dass die Blumen lange wie frisch geschnitten aussehen, sollten Sie die Rosen konservieren. Das klappt z.B. mit Glyzerin. Sie ähneln dann Kunstblumen.

Konrad von Gartentipps.com

Meine große Leidenschaft gilt nicht nur dem Gärtnern, ich bin ein sehr großer Liebhaber der Rose. Mit meinem bereits jahrzehntelangen Wissen unterstütze ich in meiner Heimatstadt die "Rosenfreunde Wittstock" als Gründungsmitglied (Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.).

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