Wer jederzeit Ingwer zur Hand haben möchte, kann diesen ganz einfach einfrieren. Wie das geht und wie Sie ihn noch konservieren können, erkläre ich hier.

Ingwer einfrieren
Ingwer kann man auch einfrieren – © pilipphoto / stock.adobe.com

Ingwer gehört zu den beliebtesten Gewürzen. Kein Wunder, denn die Pflanze mit den markant aussehenden Knollen soll diverse positive Eigenschaften für unsere Gesundheit haben. Diese und auch der Geschmack entfalten sich am besten, wenn der Ingwer frisch ist. Aber wie sieht es aus? Kann man Ingwer auch einfrieren? Und wenn ja, bleiben die wichtigen ätherischen Öle bei dieser Methode erhalten?

Der folgende Beitrag verrät Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ingwer einfrieren können. Zudem verrate ich Ihnen, was Sie dabei alles beachten sollten. Auch erhalten Sie einige Alternativen, mit denen Sie Ihren Ingwer ebenfalls länger haltbar machen können.





So frieren Sie Ingwer richtig ein

Ingwer ist eine saisonale Pflanze. Wer seinen Ingwer selbst anbaut, kann ihn in der Regel nur im Herbst ernten. Also macht es Sinn, Ingwer haltbar zu machen, um auch den Rest des Jahres das Rhizom genießen zu können. Der Gefrierschrank ist hierfür eine Option. Hier ist es Ihnen überlassen, ob Sie den Ingwer geschält oder ungeschält einfrieren. Geschälter Ingwer hält sich eingefroren circa ein halbes Jahr. Ungeschälter und eingefrorener Ingwer hält dagegen nur circa drei Monate. Unabhängig von der Schale können Sie auch das gesamte Rhizom, Scheiben oder kleine Stücke einfrieren.

➡ Gesamtes Rhizom einfrieren:

Der Vorteil beim Einfrieren eines ganzen Rhizomes ist, dass das schneller geht. Sie müssen den Ingwer schließlich nur in einer luftdichten Gefriertüte ins Eisfach legen. Zuvor sollten Sie das Rhizom noch von Schmutz befreien und in etwas Alufolie einwickeln.

Der Nachteil bei dieser Variante kann sein, dass Sie den gefrorenen Ingwer nicht so leicht in kleinere Stücke schneiden können.

➡ Ingwer im Vorfeld in Scheiben schneiden:

Da es schwer ist, ein gefrorenes Rhizom zu zerteilen, können Sie den Ingwer vor dem Einfrieren auch in die für Sie richtigen Scheiben schneiden. Bevor die Scheiben in eine Dose oder Gefriertüte kommen, müssen Sie jedoch noch einen Zwischenschritt beachten. Die Scheiben sollten zuvor auf einem Teller anfrieren können. Erst danach kommen sie in das endgültige Behältnis und ins Gefrierfach.

➡ Ingwer in Stückchen schneiden:

Option drei ist, den Ingwer in Stückchen zu schneiden. Diese können Sie zum Beispiel in einen Eiswürfelbehälter füllen. Der Vorteil an dieser Methode: Der gefrorene Ingwer lässt sich so perfekt portionieren. Sie können ihn außerdem leichter aus dem Gefrierbehältnis lösen.

Anstelle des Eiswürfelbehälters können Sie den Ingwer aber auch in kleinen Portionen auf einem Brett anrichten. Das Brett kommt dann zum Anfrieren ins Eisfach. Danach können Sie die Ingwer-Häufchen in luftdichte Gefrierbeutel umlagern.

Ingwer haltbar machen: Auch diese Alternativen funktionieren

Ingwer kandieren
Ingwer zu kandieren ist gar nicht so schwer – © Olena Rudo / stock.adobe.com

Ingwer einzufrieren, ist eine Möglichkeit, um das Gewürz möglichst lange haltbar zu machen. Sie können Ingwer aber auch haltbar machen, indem Sie ihn trocknen, in Essig einlegen oder kandieren. Diese Varianten nachfolgend im Detail vorgestellt:

➡ Ingwer trocknen:

Ingwer kann nicht nur durch Einfrieren haltbar gemacht werden. Eine Alternative ist, den Ingwer zu trocknen. Dadurch verliert er allerdings etwas an Schärfe und Geschmacksintensität.

1️⃣ Damit diese Variante klappt, schneiden Sie den Ingwer in dünne Scheiben.

2️⃣ Legen Sie die Scheiben auf einen Teller und stellen Sie diesen an einen warmen und sonnigen Ort. Scheint die Sonne nicht, können Sie den Ingwer auch im Backofen bei circa 40 bis 50 Grad langsam trocknen.

3️⃣ Im Anschluss lassen Sie die Scheiben auskühlen. Dann können Sie den getrockneten Ingwer in einer Dose aufbewahren.

➡ Ingwer in Essig einlegen:

In Essig eingelegter Ingwer eignet sich im Prinzip nur noch für das Verfeinern von Speisen. Dennoch ist diese Methode geeignet, um Ingwer haltbar zu machen. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

1️⃣ Vor dem Einlegen in Essig sollten Sie den Ingwer schälen.

2️⃣ Dann schneiden Sie die Knolle in dünne Scheiben und bestreuen sie mit etwas Salz.

3️⃣ Der Essig wird nun mit Zucker aufgekocht. Ist der Sud abgekühlt, kommen die Ingwerscheiben hinein. In einem luftdichten Einmachglas ist der Ingwer so mindestens sechs Monate lang haltbar.

💡 Tipp:
Essen Sie gerne Sushi? Dann darf Gari dazu nicht fehlen. Wie Sie diesen selber machen, erfahren Sie im Beitrag Ingwer süß-sauer einlegen – So machen Sie Gari selber.

➡ Ingwer kandieren:

Wer es lieber süß statt sauer mag, kann auch den Ingwer kandieren. Dazu benötigen Sie 5 Tassen Zucker, eine Zitrone in Scheiben und 500 Gramm frischen Ingwer. Mit diesen Zutaten gehen Sie dann folgendermaßen vor:

1️⃣ Schneiden Sie den Ingwer in kleine Würfel und geben Sie diese in einen Topf, um den Ingwer weich zu kochen. Dabei geben Sie immer wieder Wasser hinzu. Sie sollten allerdings nur so viel Wasser zum Ingwer geben, um diesen leicht zu bedecken.

2️⃣ Dann fügen Sie die erste Tasse Zucker hinzu und kochen das Ganze noch einmal auf. Anschließend den Ingwer über Nacht ruhen lassen. Diesen Vorgang wiederholen Sie an den nächsten drei Tagen auf genau dieselbe Art und Weise. Nur, dass Sie am zweiten Tag die Zitronenscheiben dazugeben.

3️⃣ Am vierten Tag, wenn Sie die letzte Tasse Zucker hinzugegeben und das Ganze noch einmal aufkocht haben, gießen Sie die Masse durch ein Sieb. Geben Sie die Ingwerstücke anschließend zum Abtropfen auf ein Gitter.

4️⃣ Zum Schluss müssen Sie die Ingwerstücke nur noch in Zucker wälzen. Den selbstgemachten Ingwersirup wiederum können Sie auffangen und noch prima zum Süßen von Tee verwenden.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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