Möchten Sie auch im Winter Kirschen aus dem eigenen Garten genießen, empfiehlt es sich diese einzufrieren. Wie Sie dabei richtig vorgehen, erfahren Sie hier.

Kirschen einfrieren
Kirschen einzufrieren ist kein Hexenwerk – © Julia Ahanova / stock.adobe.com

Kirschen gehören besonders im Sommer zu den beliebtesten Obstsorten. Leider haben sie aber auch nur dann Saison. Um sie während des Winters genießen zu können, gibt es jedoch die Möglichkeit, sie einzufrieren und somit länger haltbar zu machen. Wie Sie das richtig machen und was es alles zu beachten gibt, erkläre ich nachfolgend etwas genauer.

❔ Warum es sinnvoll ist, Kirschen einzufrieren

Kirschen gehören zu den Obstsorten, die nur im Juli und August Saison haben. Dazu haben sie den Nachteil, dass sie relativ schnell verderben, wenn sie erst einmal gepflückt wurden. Daher lassen sich Kirschen nicht besonders lange lagern. Wer sie länger und vor allem bis in den Winter hinein genießen möchte, weckt sie daher idealerweise ein.

Wer sie jedoch nicht einwecken möchte, sei es, weil man nicht die erforderliche Zeit hat oder weil es einem zu kompliziert ist, friert sie dagegen einfach ein. Dies macht sie nicht nur länger haltbar, der Zeitaufwand hält sich außerdem in Grenzen. Denn hierfür müssen die Früchte nicht einmal vorbehandelt sein. Geeignet zum Einfrieren sind sowohl Süß- als auch Sauerkirschen.

🍒 Kirschen mit oder ohne Kern einfrieren?

Vor dem Einfrieren ist es sinnvoll, sich die Frage zu stellen, ob Sie die Kirschen mit oder ohne Kern einfrieren möchten. Denn beides hat seine Vor- und Nachteile:

Entfernen Sie den Kern vor dem Einfrieren, riskieren Sie, dass dabei sehr viel Saft verloren geht. Möchten Sie die Kerne hingegen erst nach dem Auftauen entfernen, haben Sie vor der Weiterverarbeitung entsprechend mehr Arbeit mit dem Obst. Es liegt demnach ganz an Ihnen, ob Sie die Kirschen entkernen oder nicht.

Tipp:
Wenn Sie etwas Neues ausprobieren möchten, dann sollten Sie einfach mal einen Kirschkern einpflanzen. Das Heranziehen von Kirschbäumen aus Kernen erfordert zwar etwas Geduld, dafür werden Sie aber auch mit neuen Pflanzen belohnt.

❄ Anleitung zum Einfrieren von Kirschen

Die Kirschen einfach in einen Beutel zu geben und in den Gefrierschrank zu legen ist zwar möglich, doch nicht empfehlenswert. Stattdessen gehen Sie besser wie folgt vor:

  1. Kirschen gründlich waschen und von Schmutz befreien.
  2. Nun sowohl die Stiele, als auch die Blätter entfernen.
  3. Beschädigte oder faulige Kirschen aussortieren.
  4. Wer möchte, sollte das Obst nun entkernen.
  5. Kirschen auf einem Backblech oder Teller ausbreiten.
  6. Darauf achten, dass sich die Kirschen nicht berühren.
  7. Backblech bzw. Teller in den Gefrierschrank legen.
  8. Eine bis zwei Stunden darin belassen.
  9. Die Kirschen nun in einen Gefrierbeutel geben.
  10. Beutel mit Datum versehen und in den Gefrierschrank legen.

Durch das vorherige Anfrieren der Kirschen ist es einfacher, das Obst hinterher einzeln aus dem Beutel zu holen. Auf diese Weise lassen sich die Kirschen leichter dosieren, weil die Früchte jeweils nicht aneinander kleben bleiben.

Tipp:
Würmer und Insekten im Obst locken Sie hervor, indem Sie die Kirschen für etwa 10 bis 15 Minuten im Wasser liegen lassen.

📅 Wie lange sind die Kirschen nun haltbar?

In eingefrorenem Zustand sind die Kirschen etwa zwölf Monate haltbar, meist sogar etwas länger. Allerdings verlieren sie mit der Zeit an Geschmack, weswegen sie danach meist nicht mehr so genießbar sind, wie in frischem Zustand.

👉🏻 Was sollte man beim Auftauen beachten?

Glücklicherweise gestaltet sich das Auftauen der eingefrorenen Kirschen relativ einfach. Die gewünschte Menge wird einfach zum Auftauen über Nacht in eine Schale in den Kühlschrank gestellt. Dieser Vorgang dauert zwar etwas länger, als wenn sie bei Zimmertemperatur auftauen, doch sind sie hinterher knackiger und ideal als Topping für das Müsli oder den Joghurt.

Tipp:
Sind die Kirschen hingegen zur Weiterverarbeitung im Kuchen oder beim Kochen vorgesehen, müssen sie hierfür nicht vorher aufgetaut werden. Sie können gleich im gefrorenen Zustand in den Teig oder Topf gegeben werden.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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