Um auch im Winter den Geschmack von Liebstöckel genießen zu können, ist es empfehlenswert, das Kraut einzufrieren. Wie Sie dabei richtig vorgehen, erkläre ich hier.

Liebstöckel einfrieren
Liebstöckel ist auch als Maggikraut bekannt – © Marek Gottschalk / stock.adobe.com

Fast jeder ist bereits mit dem Geschmack des sogenannten Maggikrauts in Berührung gekommen. Viele bauen die Pflanze im Garten an, um die frischen Blätter in der Küche zu verwenden. Leider handelt es sich bei Liebstöckel um eine Saisonpflanze, die nur zu bestimmten Zeiten im Jahr geerntet werden kann. Um es auch während der kalten Jahreszeit zu nutzen, ist somit seine Konservierung notwendig. Neben der Trocknung haben Sie auch die Möglichkeit, das Magggikraut einzufrieren.

Zwar verliert der Liebstöckel im Gefrierfach einen kleinen Teil seines Aromas, trotzdem ist es eine gute Alternative für jene, die keine Möglichkeit zur Trocknung haben. Außerdem besteht die Option, das Gewürz für das Einfrieren bereits so vorzubereiten, wie Sie es gerne später nutzen möchten.

Wann sollte Liebstöckel zum Einfrieren geerntet werden?

Um einen Großteil des Aromas zu erhalten, sollten Sie Liebstöckel zur richtigen Zeit ernten. Der richtige Erntezeitpunkt richtet sich dabei nach den Teilen der Pflanze. Schließlich können Sie sowohl die Blätter, als auch die Stiele, Wurzeln und Samen ernten. Daher sieht der richtige Erntezeitpunkt wie folgt aus:

➡ Triebe und Blätter: können im Mai oder Juni nach der Blüte geerntet werden
➡ Wurzeln und Samen: sind im Spätsommer zu ernten (wenn sie braun werden)

Neben dem richtigen Erntezeitpunkt spielt jedoch auch die Tageszeit eine bedeutende Rolle. Geeignet ist hierfür besonders der späte Vormittag, wenn die Pflanze weitgehend trocken und noch nicht der Mittagshitze ausgesetzt ist. Abgeschnitten werden die Blätter und Triebe dann am besten mit einem scharfen Messer.

Wichtig:
Bei der Vorbereitung auf das Einfrieren werden die Triebe, Blätter, Wurzeln und Samen nicht abgewaschen. Befindet sich etwas Schmutz an ihnen, wird dieser lediglich vorsichtig abgeschüttelt. Welke oder unschöne Blätter sortieren Sie einfach aus. Den Rest können Sie dann zum Einfrieren vorbereiten.

Wie wird Liebstöckel richtig eingefroren?

Liebstöckel einfrieren
Liebstöckel lässt sich in Eiswürfelformen prima portionsweise einfrieren – © qwartm / stock.adobe.com

Es gibt mehrere Wege, um Kräuter einzufrieren. Geeignet sind hierbei die folgenden Möglichkeiten:

  • das Kraut wird zunächst gehackt oder in Stücke geschnitten
  • es wird in seiner ursprünglichen Form belassen
  • das zerkleinerte Kraut wird zu praktischen Kräuterwürfeln verarbeitet

Entscheidend ist hierbei stets, wie der Liebstöckel später in der Küche verwendet werden soll. So kann es von Vorteil sein, ihn zum Kochen in seiner ganzen Form zu nutzen. Genauso gut macht sich das Kraut jedoch auch zerkleinert in Salaten oder Suppen.

Die fachgerechte Aufbewahrung im Gefrierschrank erfolgt am besten innerhalb eines Gefrierbeutels, der verschlossen werden kann. Alternativ sind auch luftdichte Behälter verwendbar.

Mein Tipp:
Frieren Sie Liebstöckel in kleinen Portionen in Form von Eiswürfeln ein. Für die Kräuterwürfel benötigen Sie lediglich einen Eiswürfelbehälter. Das Kraut wird dann zusammen mit etwas Öl oder Brühe einfach in den einzelnen Kammern verteilt und in den Gefrierschrank gestellt.

Der Nachteil beim Einfrieren

Leider bringt das Einfrieren von Liebstöckel einen kleinen Nachteil mit sich. Denn nach dem Auftauen erscheint das Kraut häufig etwas matschig. Allerdings lässt es sich trotzdem noch immer zum Würzen von Suppen oder Ähnlichem verwenden. Gleichzeitig büßt Liebstöckel beim Einfrieren ein klein wenig von seinem Aroma ein. Insgesamt ist das Einfrieren trotzdem eine gute Methode, um das Küchenkraut auch während des Winters zu genießen.

Außerdem: Es kann bereits im gefrorenen Zustand zur Würzung einfach ins Essen gegeben werden. Auf diesem Weg lässt sich die leicht matschige Erscheinung ganz einfach vermeiden.

Wie lange hält sich Liebstöckel im Gefrierschrank?

Lagern Sie Liebstöckel im Gefrierschrank richtig, können Sie ihn bis zu zwölf Monate verwenden. Wichtig ist, dass so wenig Sauerstoff wie möglich an das Kraut gelangt. Daher werden Kräuterwürfel am besten nach dem Gefrieren in einen separaten, luftdicht verschlossenen Behälter gefüllt, wo sie dann einzeln entnommen werden können.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

Antwort hinterlassen