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Pechnelke pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Pechnelken sind tolle Pflanzen für den Steingarten und für den Hanggarten. Wie Sie die Pechnelke richtig pflanzen und pflegen, lesen Sie hier.

Pechnelken werden auch Klebnelken genannt
Pechnelken werden auch Klebnelken genannt

Die in leuchtendem Pink erblühende Pechnelke (Viscaria vulgaris) ist in der Natur auch in unseren Mittelgebirgen beheimatet und zählt zu den pflegeleichten und ausgesprochen robusten Pflanzen, weswegen sie sich auch optimal für das Gartenbeet empfiehlt.

Unterhalb der Blütenknoten weisen die Pechnelken einen Klebring zum Schutz vor einem Insektenbefall innerhalb ihren Blüten auf. Diesen erkennen Sie oftmals an den sich dort verklebten Kleininsekten. Ein Grund auch, warum die Pflanze im Volksmund häufig auch als Klebnelke bezeichnet wird.

Pechnelken pflanzen

Die mehrjährigen Pechnelke bevorzugt einen kalkhaltigen und trockenen, gerne auch sandigen Boden, kann jedoch auch in nährstoffreiche Erde eingepflanzt werden. Aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer polsterartigen Ausbreitung eignet sie sich auch hervorragend als Staude für den Steingarten bzw. für eine Hangbepflanzung.

Des Weiteren können Sie den Samen der Pechnelke auch auf einer Wiese verstreuen, wobei sie dann als einzelne Blüten aufgehen und somit eine wunderschöne Sommerwiese vervollständigen. Diese Wiese sollten Sie dann, wie alle anderen Blumenwiesen auch, nur maximal zweimal pro Jahr abmähen

» Tipp:

Setzen Sie die Pechnelke neben andere Staudenpflanzen ein, stärkt sie zugleich deren Abwehrkräfte, was gerade mediterranen Pflanzen meist sehr zu Gute kommt.

Pechnelken richtig pflegen

Gießen/Düngen:

Die durchschnittlich 40 Zentimeter hochwachsenden Pechnelken benötigen immer nur sehr wenig Gießwasser. Sie müssen die Pflanzen also erst während sehr langen Trockenphasen mit Wasser versorgen. Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich.

Blüte fördern:

Die dicht aneinanderstehenden Blütenrispen, die alljährlich von Ende Mai bis Juli erblühen, sollten Sie kurz nach ihrem Verwelken wegen der Gesamtoptik möglichst sofort abschneiden.

Übrigens:

Die Pechnelke eignet sich bedingt auch als Schnittblume für die Vase, insofern sich keine Kleininsekten an der Blüte verklebt haben.

Rückschnitt:

Nach Ende der Blütenphase müssen Sie die Pechnelke komplett zurückschneiden. Das Blattpolster sollte jedoch auch über die Wintermonate hindurch bestehen bleiben. Erst im zeitigen Frühjahr sollten Sie dieses abschneiden, damit dann wieder frische Blätter austreiben können.

Vermehrung:

Vermehren können Sie die Pechnelke im Spätsommer ganz vorsichtig mit einem Spaten. Hierbei gilt zu beachten, dass die Pechnelke über extrem lange Wurzeln verfügt, die Sie teilweise mit einer Schere kappen müssen.


Foto1: © Axel Gutjahr - Fotolia.com

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