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Pferdewiese anlegen: Wichtige Infos zu Standort und Bepflanzung

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Pferdewiesen sind ein Traum für jedes Huftier. Doch wie sollte diese bepflanzt werden bzw. was gibt es bezüglich des Standortes zu beachten? Das verraten wir Ihnen hier.

Pferdewiese anlegen
Pferde lieben Wiesenkräuter – © soleg /stock.adobe.com

Für gewöhnlich ist es in dicht besiedelten Wohnräumen nicht erlaubt, Pferde im Garten zu halten. Deshalb suchen viele Tierhalter in der umliegenden Region ein großes Feld, das sie für ihren Vierbeiner mieten können. Bevor das stolze Ross jedoch darauf sein Dasein fristen darf, muss eine geeignete Pferdewiese geschaffen werden, die im Gegensatz zu Wirtschaftswiesen gleich mehreren Anforderungen gerecht werden muss.

Eine Pferdewiese muss mehreren Anforderungen gerecht werden

Eine Koppel muss für Ihr Pferd Futtergrundlage, Lebensraum und Spielwiese zugleich sein. Darüber hinaus haben Pferde natürlich auch einen starken Bewegungsdrang, sodass die Grasnarbe durch Tritt und sehr kurzes Abweiden stark beansprucht wird.

Des Weiteren muss die Wiese natürlich auch umzäunt sein, damit Ihr Pferd nicht ausbrechen kann. Denn sollte das mal passieren, dann kann es teuer werden, weshalb Sie obendrein auch noch eine Pferdehaftpflichtversicherung abschließen sollten. Denn sollte das Huftier einmal auf die Straße laufen und einen Verkehrsunfall verursachen, entstehen für Sie hohe Kosten, die Sie finanziell ruinieren könnten.

Welche Kriterien hingegen für die Artenwahl und Sortenwahl intensiv genutzter Pferdeweiden wichtig sind, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Das richtige Gras für Pferdewiesen

Damit die Weide Ihrem Pferd, seinem Bewegungstrieb und Futtertrieb standhalten kann, sollte sie sechs wichtige Kriterien erfüllen:

  • einen ausreichenden Futterertrag
  • eine so genannte Schmackhaftigkeit
  • eine dichte Narbe
  • eine hohe Trittfestigkeit
  • eine schnelle Regenerationsfähigkeit
  • für einige Standorte: eine Mooreignung

Mittlerweile ist bekannt, dass insbesondere folgende Grasarten diese geforderten Eigenschaften besitzen:

» Lieschgras, Wiesenschwingel und Rotschwingel:

Das Lieschgras, der Wiesenschwingel und Rotschwingel verbessern die ökologische Anpassungsfähigkeit der Rasenmischung sowie auch die Struktur des Futters.

» Wiesenkräuter:

Wiesenkräuter werden von Pferden besonders gerne gefressen, weil sie abwechslungsreiches und schmackhaftes Futter lieben. Darüber hinaus wirken sich die ausgewählten Kräuter positiv auf die Gesundheit Ihres Tieres aus, was Ihnen durchaus entgegenkommen dürfte.

Das sollten Sie vermeiden: Nässe und Weidelgras

Wer eine Wiese für grasende Pferde anlegt, sollte bei seiner Rasenmischung unbedingt auf die Vermeidung von Weidelgras (Lolium Perenne) achten! Weidelgras wird gern und häufig als Futterpflanze verkauft, das gilt allerdings für Milchkühe, nicht für Pferde. Alle Arten der Weidelgräser enthalten bis zu 20fach mehr Zucker, als ein gutes Weidegras für Pferde enthalten sollte.

Die unnatürliche Robustheit und Wuchsigkeit von Weidelgras verdrängt langsam wachsende wertvolle Pferdegräser wie Straußgras, Lischgras, Rotschwingel und Kräuter. Weidelgräser überwuchern schnell die gesamte Wiese, so dass bald kein Artenreichtum mehr vorhanden ist und die Wiese für Pferde nicht mehr nutzbar ist.

Gänzlich ungeeignet als Pferdewiese sind auch staunasse und nasse Weiden, weil sie besonders anfällig für Bodenverdichtungen und Lückenbildungen sind. Zudem weisen sie für gewöhnlich eine ungünstige Bestandszusammensetzung (u.a. Kriechender Hahnenfuß) auf. Ebenso besteht das Risiko, dass sich Parasitenlarven auf den Gräsern befinden und somit über das Futter von den Pferden gefressen werden.

Waldränder, Grabenhecken oder Gartenhecken sind für eine Pferdewiese auch nicht passend, weil sich dort oftmals Giftpflanzen (z.B. Eiben, Goldregen) verbreiten.

» Tipp:

Soll Ihr Pferd auch den Winter auf der Wiese verbringen, eignen sich leichte, sandige Standorte auf Hangkuppen besonders gut.

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