Pflanzen Ziersträucher & -gehölze

Blasenstrauch pflanzen, pflegen und vermehren

Der Blasenstrauch ist eigentlich in mediterranen Gefilden heimisch. Beachten Sie die nachfolgenden Pflegetipps, gedeiht er aber auch in Ihrem Garten prächtig.

Blasenstrauch
Der Blasenstrauch hat dekorative Blüten – © ANGHI / stock.adobe.com

Auffallend sonnengelbe Blüten kennzeichnen den Blasenstrauch (Colutea arborescens) auf die dekorative Hülsenfrüchte folgen, welche Vögeln als Nahrung dienen. Der Exot ist zu einem beliebten Ziergehölz im heimischen Garten geworden und erweist sich als genügsam und pflegeleicht. Einziges Manko: Blätter und Samen des Blasenstrauchs enthalten Giftstoffe.

Daher beachten Sie:
Der Blasenstrauch wird den Giftpflanzen zugeordnet. Blätter und Samen enthalten Stoffe, die beim Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen. Kinder und Haustiere sollten daher möglichst nicht in direkten Kontakt mit dem Blasenstrauch kommen. Allerdings verströmen die Samen einen unangenehmen Geruch, schmecken zudem bitter und erscheinen daher weder für den Nachwuchs noch für Vierbeiner attraktiv.

Herkunft

Die natürliche Heimat des Blasenstrauchs liegt im Norden Afrikas und im Mittelmeerraum. Dort kann die Pflanze an trockenen Felshängen und in Laubwäldern angetroffen werden. In unseren Breiten ist der Blasenstrauch eher eine Seltenheit, obwohl die Pflanze schon seit dem 16. Jahrhundert in Europa bekannt ist und angepflanzt wird. Die häufigsten Vorkommen des Schmetterlingsblütengewächses lassen sich in Deutschland am Oberrhein finden.

Kurzer Steckbrief zum Blasenstrauch

Blasenstrauch (Colutea arborescens)
Wuchs: breitbuschiger Strauch
Wuchshöhe: 200 bis 400 cm
Wuchsbreite: 200 bis 400 cm
Blütezeit: Mai bis August
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: sandig, trocken, nährstoffarm
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Der passende Standort

In mediterranen Gefilden fühlt sich der Blasenstrauch am wohlsten. Folglich sollten Sie für ihn einen warmen und möglichst sonnigen Standort auswählen. Halbschatten toleriert er aber auch. Das Tolle: Da er eine kräftige Pfahlwurzel ausbildet, kann er sogar an Böschungen und in Hanggärten sicheren Halt finden. Dabei kann die Pflanzen eine gemischte Hecke ebenso bereichern, wie sich eine Alleinstellung vorteilhaft gestaltet.

Das optimale Substrat

An den Boden stellen die genügsamen Pflanzen wenige Ansprüche. Das Substrat sollte lediglich die folgenden Kriterien erfüllen:

  • durchlässig
  • sandig
  • humos
  • geringer Lehmanteil
  • nährstoffarm

In einem dauerfeuchten und sauren Substrat kann der Blasenstrauch nicht gedeihen. Ein verdichtetes Erdreich ist ebenfalls kein Nährboden für diese Pflanze. Wenn sich die Pfahlwurzel nicht den Weg in den Boden bahnen kann, wird der Blasenstrauch nicht überleben. Daher mein Tipp: Bestimmen Sie zur Sicherheit den pH-Wert des Bodens. Dieser sollte sich zwischen 7 und 7,5 bewegen.

So pflanzen Sie den Blasenstrauch richtig

Blasenstrauch
Die Blüten erinnern an kleine Schmetterlinge – © funnyhill / stock.adobe.com

Der Blasenstrauch ist als Containerware erhältlich und kann damit ganzjährig gepflanzt werden. Damit die Pflanzen gut anwachsen und sich auf den Winter vorbereiten können, ist die Frühjahrspflanzung zu bevorzugen. Beim Pflanzen gehen Sie dann einfach wie folgt vor:

  1. Standort bestimmen
  2. Boden gut auflockern
  3. Unkraut, Wurzeln und Steine entfernen
  4. Pflanzloch mindestens in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben
  5. Wurzelballen wässern
  6. Blasenstrauch ins Pflanzloch setzen
  7. Substrat auffüllen und gegebenenfalls mit Kompost mischen
  8. Pflanzloch schließen
  9. Erde etwas andrücken
  10. Blasenstrauch gut angießen

So wird der Blasenstrauch richtig gepflegt

❍ Blasenstrauch gießen:

Beim Gießen ist Zurückhaltung gefragt. Allein in den ersten Wochen nach der Pflanzung wird etwas häufiger bewässert. Ist die Pflanze gut angewachsen, kann sie sich über ihre Pfahlwurzeln mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Längere Trockenperioden im Hochsommer können Sie mit einer gelegentlichen Wassergabe überbrücken.

❍ Blasenstrauch düngen:

Eine regelmäßige Düngung ist nicht notwendig. Im Frühling verschafft etwas Kompost dem Blasenstrauch einen Wachstumsschub. Ab August werden die Pflanzen nicht mehr mit Nährstoffen versorgt.

Beachten Sie: eine Nährstoffüberversorgungen im Spätsommer aktiviert die Triebbildung. Dies kann Frostschäden zur Folge haben.

❍ Blasenstrauch schneiden:

Der Rückschnitt sollte im zeitigen Frühjahr erfolgen. Ein günstiger Orientierungs-Zeitpunkt ist das Einsetzen der Forsythienblüte. Sie können alte und abgestorbene Zweige dann komplett entfernen. Der Blasenstrauch blüht an seinen neuen Trieben, welche nach dem Rückschnitt umso zahlreicher erscheinen werden.

Blasenstrauch überwintern:

Die Stauden sind winterhart. Bedecken Sie den Boden mit einer Schicht aus Laub oder Reisig, kann dies die Pflanze vor Kahlfrösten bewahren.

So können Sie den Blasenstrauch vermehren

Die Vermehrung kann durch Stecklinge und Samen erfolgen. Stecklinge schneiden können Sie z.B. im Juni. Der Steckling sollte dazu eine Länge von 10 bis 15 Zentimetern besitzen und von den halb verholzten Triebspitzen geschnitten werden. Entfernen Sie anschließend die unteren Blätter und setzen Sie den Steckling in einen mit Anzuchterde gefüllten Pflanztopf.

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