Radieschen, die knackigen Knollen, werden fast immer direkt im Garten gesät und geerntet. Dabei lässt sich das Gemüse sogar auf der Fensterbank anbauen.

Sie sind knackig, rot, scharf und zudem auch noch gesund. Radieschen gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in heimischen Gärten. Die Nutzpflanze zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse, wie auch der Rettich, jede einzelne Knolle kann bis zu 4 cm dick werden.

Ob einfach so weggeknabbert mit ein wenig Salz, auf einem Butterbrot oder als Salatzutat, Radieschen sind immer erfrischend im Geschmack. Den gesunden Faktor erhalten die kleinen Kugeln vor allem durch den hohen Senföl-Anteil, der übrigens auch für die Schärfe verantwortlich ist. Der hochwirksame Pflanzenstoff ist besonders gut für unseren Verdauungstrakt, da Senföl Bakterien und Pilze abtötet.

Wer bisher Radieschen im ganz normalen Gartenbeet ausgesät hat, sollte sich diesen Beitrag genauer anschauen. Sie haben nämlich die Möglichkeit, Radieschen auf verschiedene Weise anzupflanzen. Somit kommen auch Liebhaber in den Genuss, die keinen großen Garten haben.

Alternative 1: Radieschen vorziehen auf der Fensterbank

Auch wenn die meisten Hobbygärtner ihre Radieschen lieber direkt im Garten aussäen ist es möglich, diese auch auf der Fensterbank vorzuziehen. Die beste Zeit ist der Februar. Damit es auch funktioniert, gibt es einige Punkte zu beachten.

Welches Gefäß eignet sich?

Für den Erfolg ist es entscheidend, worin Sie die Samen aussäen. Am besten eignen sich sogenannte Jiffys. Das sind kleine Torfquelltöpfe, die die Wurzel- und Keimbildung der Pflanzen beschleunigen. Bei Amazon gibt es die Quelltöpfe in verschiedenen Abpackungen. Wer es erst einmal ausprobieren möchte, für den reicht die 36-Stück-Variante völlig aus.

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Die Jiffys werden in lauwarmes Wasser gelegt und quellen dann darin auf. Wenn sie ihr richtiges Volumen erreicht haben, wird das überschüssige Wasser ausgedrückt. Jetzt nur noch mit einem Stab kleine Löcher einstechen und den Radieschensamen einsäen. Alle Jiffys in eine Plastikschale stellen und an einem hellen, warmen Ort platzieren.

Ein Fensterbrett, eventuell noch mit einem Heizkörper darunter eignet sich perfekt. Wichtig ist, dass die Radieschenaussaat nun immer feucht gehalten wird. Staunässe ist allerdings zu vermeiden, sonst droht Schimmelgefahr.

Wer keine Jiffys nutzen möchte, kann für das Vorziehen der Radieschen auch handelsübliche Anzuchtschalen verwenden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Boden nicht glatt ist. Je mehr Rillen vorhanden sind, desto besser kann sich das Wasser verteilen. Der Deckel sollte durchsichtig sein, denn genügend Helligkeit ist ein Grundkriterium für gutes Wachstum. Außerdem bildet sich unter dem „Dach“ ein feuchtwarmes Klima, das den Pflanzen Kraft gibt. Ansonsten kann es passieren, dass die Radieschen lediglich in die Höhe schießen.

Alternative 2: Radieschen im Hochbeet säen

Das klassische Hochbeet ist nicht nur rückenschonend, sondern auch praktisch, denn es lässt sich sowohl im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon platzieren. Welche Pflanzen und Gemüsesorten im Hochbeet am besten gedeihen, hängt vom jeweiligen Standort ab.

Achten Sie beim Kauf unbedingt auf die Holzqualität und darauf, dass sich das Hochbeet erweitern lässt. Somit haben Sie jederzeit die Möglichkeit, weitere Gemüsesorten oder auch Kräuter anzupflanzen.

Meine Empfehlung ist ganz klar ein Hochbeet aus Lärchenholz. Es ist einfach das witterungsbeständigste Holz, robust und vor allem kann es auch im Winter draußen bleiben.

Aus ökologischer Sicht sollte das Holz unbehandelt sein, ansonsten können Schadstoffe in die Pflanzerde abgegeben werden und so auch Ihre Radieschen „angreifen“.

Um eine einseitge Nährstoffaufnahme zu vermeiden, sollten Sie immer eine Mischkultur anlegen. Das bedeutet, die Radieschen bekommen Gesellschaft. Als Faustregel gilt: größere Pflanzen nach innen, die kleinen an den Rand. Wollen Sie zum Beispiel zu den Radieschen Kohl pflanzen, würden die großen Blätter den kleinen Roten schnell das Licht wegnehmen.

Radieschen Hochbeet

Diese Sorten passen gut zu Radieschen

  • Zwiebeln
  • Karotten
  • Salat
  • Spinat
  • Tomaten
  • Zucchini

Ausgesät werden Radieschen im Hochbeet schon ab Mitte Februar. Allerdings sollte man sich dabei lieber nach dem Wetter richten. Ist die Erde noch sehr nass und kalt, besser noch ein paar Wochen warten.

Alternative 3: Radieschen im Gewächshaus säen

Wer ein Gewächshaus besitzt, darf seine Radieschen bereits im März aussäen. Wählen Sie dafür einen hellen bis halbschattigen Platz. Wichtig ist, dass der Boden gut vorbereitet wird. Was dabei alles zu beachten ist, zeigt dieses Video:

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Mehr Informationen

Ist die Erde aufgelockert, geht es ans Einsäen. Hierzu werden mehrere Reihen mit einer Tiefe von etwa 1 cm gezogen. Den Radieschensamen sollte man auf keinen Fall tiefer einbringen, da die Knollen sonst in die Länge wachsen und ihre urtypische runde Form verlieren. Der Abstand zwischen den Rillen beträgt gute 10 cm.

Alle 4 cm wird nun ein Samenkörnchen „gelegt“. Ist das Tütchen leer, mit der Hand locker etwas Erde darüber geben und alle Reihen schließen. Bitte nicht fest andrücken, da die Radieschen sonst keinen Platz zum Sprießen haben.

Ab jetzt geht es an die Pflege der Aussaat, das heißt, die Radieschen müssen gleichmäßig feucht gehalten werden, auch wenn noch kein Stengelchen zu sehen ist. Die erste Ernte kann dann nach etwa 4 Wochen erfolgen, je nach Sorte dauert es eventuell etwas länger. Der Vorteil der Aussaat im Gewächshaus ist, dass sie jederzeit nachsäen können und so die ganze Saison über knackige Radieschen haben.

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Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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