Kellerasseln lieben feuchte Bereiche. Ein Hochbeet ist daher wie eine Einladung für sie. Wer die kleinen Plagegeister jedoch wieder loswerden möchte, erfährt hier, wie es klappt.

Kellerasseln im Hochbeet – Tipps zur Bekämpfung & Vorbeugung
Kellerasseln werden zu den Allesfressern gezählt – © 木村 亨 / stock.adobe.com

Kellerasseln bieten keinen einladenden Anblick und der Ekelfaktor ist hoch, wenn wir die bepanzerten Asseln im Garten entdecken. Bevorzugt leben Kellerasseln an feuchten, kühlen und dunklen Orten. Haben sie sich im Hochbeet angesiedelt und herrschen dort ideale Lebensbedingungen, vermehren sich die Asseln in Rekordgeschwindigkeit. Dies ist vielen Hobbygärtnern jedoch ein Dorn im Auge. Doch Kellerasseln sind harmloser, als es den Anschein erweckt. Die Asseln sind keine Krankheitsüberträger und können im Hochbeet sogar nützlich sein. Wer sie dennoch loswerden möchte, dem erkläre ich hier, mit welchen Mitteln und Methoden es gelingt.





Wie gelangen Kellerasseln ins Hochbeet?

Kellerasseln kommen häufig in Hochbeeten vor. Dafür gibt es einige Gründe, die mit dem natürlichen Lebensraum der Tiere in Zusammenhang stehen.

◽ Kompost:

Kellerasseln leben von Totholz und abgestorbenen Pflanzenresten. Damit schichten viele Hobbygärtner die Asseln bereits unbewusst mit dem Kompost ins Hochbeet.

◽ Lebensbedingungen:

Der Lebensraum von Kellerasseln konzentriert sich auf feuchte Bereiche. Nicht zuletzt sorgt eingefüllter Kompost dafür, dass im Hochbeet ideale Lebensbedingungen für Kellerasseln herrschen.

◽ Bepflanzung:

Vorwiegend ernähren sich Kellerasseln von abgestorbenen Pflanzen und totem Holz. Doch wer im Hochbeet Kartoffeln anbaut, darf sich nicht wundern, auch Kellerasseln dort anzutreffen, denn die Erdäpfel stellen für die Asseln eine Delikatesse dar.

Warum eignet sich nicht jedes Hochbeet für Kellerasseln?

Haben Sie Ihr Hochbeet in der vollen Sonne aufgestellt und kann die Flüssigkeit gut abfließen, wird es kaum von Kellerasseln aufgesucht. Der Standort spielt damit eine entscheidende Rolle, ob sich die Asseln im Hochbeet niederlassen oder sich lieber unter Holz, Steinen oder Töpfen aufhalten.

Zusammengefasst definieren sich ideale Lebensbedingungen für Kellerasseln wie folgt:

  • Dunkelheit
  • hohe Feuchtigkeit
  • Totholz oder abgestorbenes Pflanzenmaterial als Nahrungsquelle

Sind Kellerasseln schädlich für Pflanzen?

Kellerasseln werden zu den Allesfressern gezählt. Die Hauptnahrungsquelle finden Kellerasseln allerdings in Form von Aas und totem Pflanzenmaterial sowie abgestorbenem Holz. Geringe Schadbilder an Kartoffeln, Möhren oder anderen Gemüsepflanzen können aber nicht ausgeschlossen werden. Für den Menschen sind die Asseln hingegen komplett ungefährlich. Dulden müssen Sie Kellerasseln im Hochbeet trotzdem nicht. Nachfolgend nenne ich einige Möglichkeiten, wie Sie Ihr Hochbeet von den ungeliebten Kriechtieren befreien können.

So lassen sich Kellerasseln bekämpfen

Kellerasseln im Hochbeet – Tipps zur Bekämpfung & Vorbeugung
Für den Menschen sind die Asseln komplett ungefährlich – © Holger T.K. / stock.adobe.com

Eines vorweg: Chemische Mittel sollten bei der Vertreibung von Kellerasseln aus dem Hochbeet nicht verwendet werden. Die Mittel würden nämlich auf die dort angebauten Gemüsesorten übergehen und auch weiteren im Beet vorkommenden Nützlingen schaden. Probieren Sie daher lieber die folgenden Methoden zur Bekämpfung aus:

◾ Lockmittel gegen Kellerasseln richtig einsetzen:

Ein Lockmittel ist eine sanfte Methode, um Kellerasseln aus dem Hochbeet zu vertreiben und an anderer Stelle wieder auszusetzen. Bewährt haben sich hierbei zwei Methoden. Darunter zählen feuchte Küchentücher und rohe oder gekochte Kartoffelstücke.

↪ Und so funktioniert es:

Die Tücher werden zunächst angefeuchtet. Kartoffelstücke besitzen hingegen ausreichend Feuchtigkeit und zählen zu den Lieblingsspeisen der Asseln. Die beiden Köder können Sie einfach an einem schattigen Platz auf die Hochbeeterde legen. Wenn die Lockmittel über Nacht auf dem Hochbeet verbleiben, dürften sich am nächsten Morgen ausreichend Kellerasseln versammelt haben. Sie können die Köder einsammeln und die Krabbeltiere in der freien Natur wieder aussetzen.

Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, bis der Bestand entsprechend Ihren Wünschen dezimiert wurde.

◾ Kellerasseln mit Fallen einfangen:

Fallen lassen sich mit den eben genannten Lockmitteln kombinieren. Die Tiere können dann einfacher und effektiver aus dem Hochbeet entfernt werden und lassen sich auch besser an anderer Stelle wieder aussetzen. Als mögliche Fallen eignen sich Blumentöpfe oder Gläser. Haben Sie mit den genannten Lockmitteln nicht ausreichend Tiere eingefangen, besetzen Sie also die Falle mit einem Lockmittel.

↪ Und so funktioniert es:

Wählen Sie ein größeres Einmachglas aus und graben Sie es in die Erde des Hochbeetes ein. Der Rand sollte dabei mit der Erde abschließen. Nun das Glas mit dem Lockmittel füllen und es täglich ausleeren sowie frisch mit dem Lockmittel bestücken.

Alkohol lockt Kellerasseln übrigens ebenfalls an, sie würden allerdings in der Flüssigkeit ertrinken. Alternativ zum Einmachglas können Sie auch einen Blumentopf verwenden und mit Holzwolle befüllen.

◾ Gesteinsmehl:

Gesteinsmehl wirkt zuverlässig, ist aber nicht giftig. Allerdings werden die Kellerasseln dadurch getötet, denn das feine Substrat führt zu einer Verstopfung der Atemwege und die Asseln ersticken. Die Pflanzen im Beet nehmen hingegen keinen Schaden. Im Gegenteil, denn Gesteinsmehl kann das Substrat mit Mineralien versorgen und damit die Pflanzen stärken und widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen. Wichtig dabei: Am besten wirkt Gesteinsmehl, wenn es fein und trocken ist.

Auch einen massiven Befall können Sie damit behandeln. Das Gesteinsmehl dafür einfach großflächig in den Ecken und Winkeln, wo sich die Tiere vorwiegend versammeln, verteilen.

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◾ Salbei im Hochbeet:

Befindet sich eine Salbeipflanze im Hochbeet, werden sich Kellerasseln ein neues Domizil suchen, denn der intensive Geruch wird von den Asseln gemieden. Die Wirkung wird auch einsetzen, wenn Sie regelmäßig Salbeiblätter zwischen den Hochbeetpflanzen auslegen.

Wie kann man einen Befall mit Kellerasseln vorbeugen?

Mit einigen Maßnahmen können Hobbygärtner dafür sorgen, dass ein Hochbeet von Kellerasseln gemieden wird und nicht die idealen Lebensbedingungen bietet. Dazu sollte Sie:

➡ die Erde so trocken wie möglich halten
➡ die Pflanzen nicht über die Blätter, sondern an der Wurzel gießen
➡ die Erde regelmäßig auflockern
➡ abgestorbene Pflanzenreste entfernen
➡ das Hochbeet an einem sonnigen Standort aufstellen

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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