Richten Füchse im Garten Schäden an, dürfen sie vertrieben werden. Mit welchen Tricks und Produkten aus dem Handel das gelingt, erkläre ich hier.

Füchse können in Wohngebieten zu unerwünschten Gästen werden, besonders wenn sie in Gärten herumstreunen und Schaden anrichten. Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden, um Füchse auf humane Weise fernzuhalten. In diesem Artikel werde ich mich mit verschiedenen Tipps befassen, die Ihnen dabei helfen können, Füchse aus Ihrem Garten zu vertreiben.

Warum stellt der Fuchs im Garten ein Problem dar?

Der Fuchs stellt ein Problem im Garten dar, weil er gefährliche Krankheiten und Parasiten übertragen kann. Dazu zählen etwa Tollwut und der Fuchsbandwurm. Krankheit und Parasit stellen jedoch nicht nur für Menschen eine Gefahr dar, sondern auch für Haustiere wie Hunde und Katzen. Hunde und Katzen können sich zum Beispiel über Fuchskot mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Aber auch über kontaminiertes Obst und Gemüse sowie Hunde- und Katzennahrung kann der Fuchsbandwurm übertragen werden. Deshalb gilt: Bauen Sie in Ihrem Garten Obst und Gemüse an, sollten Sie dieses vor dem Verzehr gründlich waschen.

💡 Leben Sie in einem Tollwut-Risikogebiet, ist es sinnvoll, alle zwei- und vierbeinigen Hausbewohner gegen Tollwut impfen zu lassen.

Darf man einen Fuchs aus dem Garten vertreiben?

Ja, es ist erlaubt, einen Fuchs aus dem Garten zu vertreiben. Die Voraussetzung ist, dass Sie ihm dabei keinen körperlichen Schaden zufügen. Nicht vertreiben dürfen Sie ihn aus einem an den Garten angrenzenden Wald. Dieser ist der natürliche Lebensraum des Fuchses, in dem er sich immer aufhalten darf.

Darüber hinaus gibt es einen Sonderfall. Hat ein Fuchs Junge bekommen, sollten Sie die Fuchsvertreibung unterlassen. Im schlimmsten Fall verlässt die Fuchsmutter ihre Welpen, die so kaum eine Überlebenschance haben. Haben Sie Haustiere, sollten diese nicht in den Garten, bis die Fuchsfamilie wieder ausgezogen ist.

So lässt sich ein Fuchs aus dem Garten vertreiben

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Füchse fühlen sich im Garten schnell heimisch – © giedriius / stock.adobe.com

Damit der Fuchs sich in Ihrem Garten nicht heimisch einrichtet, können Sie ihn mit einigen Tipps und fuchsabschreckenden Mitteln aus dem Handel vergrämen. Versuchen Sie einfach die folgenden Methoden:

Tipp 1: Entfernen von Essens- und Futterresten

Füchse werden magisch von Essensgerüchen angezogen. Einen Fuchs vom Garten abzuhalten, beginnt daher beim Entfernen von Essens- und Futterresten. Nicht nur Tierfutter sollte dabei aus dem Garten verschwinden. Auch ein Grill sollte nach der Nutzung gereinigt und zusätzlich abgedeckt werden.

Achten Sie zudem darauf, dass die Reste nicht über den Kompost entsorgt werden, sondern über für den Fuchs unzugänglichen Biomüll. So sorgen Sie gleichzeitig dafür, dass sich keine Waschbären im Garten breit machen.

💡 Mülltonnen in Gartennähe sollten Sie mit Steinen beschweren. So hindern Sie den Fuchs daran, die Tonnendeckel zu öffnen.

Tipp 2: Spielzeuge und Gegenstände entfernen

Nicht nur Hunde und Katzen lieben Spielzeuge, auch Füchse sind große Fans. Die neugierigen Tiere erkunden alles, was im Garten liegt und nach Spielzeug aussieht. Um den Fuchs fernzuhalten, sollten sämtliche Spielzeuge und Gegenstände außerhalb seiner Reichweite aufbewahrt werden. Gerade bei Tierspielzeugen erfüllt das einen weiteren Zweck. So verhindern Sie, dass mögliche Krankheitserreger vom Fuchs über das Spielzeug auf Hund oder Katze übertragen werden.

Tipp 3: Abschreckende Gerüche

Füchse verabscheuen den Geruch von menschlichem Schweiß. Im Handel gibt es deshalb einige Produkte zu kaufen, die den Schweißgeruch nachahmen. Über einen langen Zeitraum im Garten verteilt, wird der Fuchs damit idealerweise vergrämt. Damit lassen sich übrigens auch Wildschweine aus dem Garten vertreiben.

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Tipp 4: Bewegungsmelder mit Licht

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Füchse gehören zu den nachtaktiven Tieren. | © giedriius / stock.adobe.com

Füchse gehören zu den nachtaktiven Tieren im Garten. Sie reagieren daher sehr empfindlich auf grelles Licht. Möchten Sie also dafür sorgen, dass der Fuchs nicht nachts im Garten umherstöbert, eignet sich ein Bewegungsmelder mit Licht gut. Dieser kann einen Fuchs langfristig vom Garten fernhalten.

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Tipp 5: Geräusche die den Fuchs vertreiben

Geräusche werden von Füchsen ebenfalls nicht geschätzt. Hier reicht schon ein Radio, um die Tiere auf Abstand zu halten. Der Vorteil: Sie selber entscheiden, welche Musik den Fuchs vergrämt.

Tipp 6: Effektiv Ultraschall einsetzen

Bei Ultraschall handelt es sich um ein weiteres Geräusch, das für den Fuchs unangenehm ist. Für das menschliche Ohr nicht hörbar, verursacht es dem Fuchs dagegen Schmerzen. Entscheiden Sie sich für diese Fuchsabwehr, sollten Sie im Vorfeld recherchieren, welche Schallgrenze für den Fuchs nicht extrem unangenehm ist, ihn aber dennoch vertreibt.

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Tipp 7: Bewegliche Objekte

Stellen Sie Gegenstände auf, die sich im Wind bewegen, wie Windspiele oder reflektierende Bänder. Diese Bewegungen könnten die Füchse erschrecken und somit vertreiben.

Tipp 8: Wasser sorgt für einen Schreck

Füchse sind wasserscheu. Sie aus dem Garten zu vertreiben, kann bereits mit dem Gartenschlauch funktionieren. Einige Spritzer in Richtung des Fuchses können ausreichen. Beachten Sie auch hier, dass die Abwehr im Rahmen bleibt und der Fuchs nicht zu Schaden kommt. Da Füchse sehr scheu sind, und sich vom Menschen fernhalten, solange sie gesund sind, ist eine automatische Tierabwehr mit Wasser empfehlenswert.

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  • ✅EFFEKTIV: Tiere sind schreckhaft und wasserscheu. Erfasst der eingebaute Infrarot Sensor innerhalb einer Reichweite von 8 bis 10 Metern eine Bewegung, so wird der Wasserstrahl für ca. 4 bis 5 Sekunden freigegeben, während gleichzeitig ein helles Blitzlicht ausgelöst wird. Die meisten Tiere werden durch diese Kombination gestört und verlassen das überwachte Areal.
  • ✅PRÄZISER BEWEGUNGSSENSOR: Der Sensor erfasst Bewegungen im Winkel von 110 Grad. Effektiv als Katzenschreck für Garten oder auch um Hund, Fuchs, Reiher, Waschbär oder Vögel zu vertreiben.

Fazit: Füchse vertreiben

Einen Fuchs im Garten zu haben, kann mit einigen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Diese müssen natürlich nicht eintreten, aber es empfiehlt sich, vorsichtig zu sein. Einen Fuchs zu vertreiben, ist jedoch nur erlaubt, wenn dem Tier dabei nicht geschadet wird. Hausmittel wie Licht und Geräusche können einen Fuchs vergrämen. Ebenso funktioniert das mit Produkten aus dem Handel, die menschlichen Schweiß imitieren. Allerdings sind Füchse intelligente Tiere, die sich an Veränderungen gewöhnen. Daher könnte es notwendig sein, verschiedene Methoden zu kombinieren, um sie effektiv aus Ihrem Garten fernzuhalten.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

2 Kommentare

  1. Einen Fuchs mit Wasser zu vertreiben, bedeutet im Winter ihn einem langsamen, grausamen Tod durch Erfrieren auszusetzen! Diese Einschränkung, dass man Wasser nur im Sommer verwenden sollte, fehlt im Artikel. Bitte zukünftig etwas mehr nachdenken, ehe man öffentlich Tipps teilt. Danke.

    • Kathrin von Gartentipps
      Kathrin Gehring on

      Hallo Agathe,
      erst einmal danke für Ihre Rückmeldung! Ihr Einwand ist verständlich, deshalb möchte ich genauer darauf eingehen.

      Im Artikel steht, dass schon ein paar Spritzer in Richtung des Fuchses ausreichen. Es geht also nicht darum, ihn nass zu machen. Zudem wird betont, dass die Abwehr dem Tier nicht schaden soll.

      Füchse sind das ganze Jahr über aktiv, da sie keinen Winterschlaf halten. Selbst bei niedrigen Temperaturen sind sie regelmäßig auf Nahrungssuche. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Kälte und Feuchtigkeit, sodass sie auch bei Regen oder Schnee unterwegs sind. Wenn ein Fuchs nun ein paar Spritzer Wasser abbekäme, würde es keine ernsthafte Gefahr darstellen.

      Dennoch sind wir uns einig, dass ein Fuchs nicht durchnässt werden sollte, besonders nicht bei Minusgraden. Deshalb ist es wichtig, diese Methode mit Bedacht einzusetzen, um das Tier nicht zu gefährden.
      Freundliche Grüße Kathrin vom Gartentipps-Team

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