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Radieschen – Nährwerte im Überblick

Bereits seit der Antike bekannt, sind Radieschen auch heute noch eine sehr beliebte Gemüsesorte. Vor allem aufgrund der Nährwerte und der gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Radieschen
Radieschen sind wahre Schlankmacher – © GreenArt / stock.adobe.com

Radieschen gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten. Die roten Kugeln oder weißen „Eiszapfen“ sind ganzjährig erhältlich und lassen sich in jedem Gemüsegarten einfach anbauen. Ursprünglich stammt das Radieschen vermutlich aus China und war den Ägyptern bereits in der Antike bekannt. In Mitteleuropa tauchte das Gemüse erstmals im 16. Jahrhundert in Frankreich auf. Heute erfolgt der Anbau von Radieschen weltweit. Radieschen sind kalorienarm und reich an Mikronährstoffen. Daraus resultieren zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Radieschen und seine Nährwerte

Soll die Frage beantwortet werden, wie gesund Radieschen sind, fällt der Blick zunächst auf die enthaltenen Nährstoffe. Da in 100 Gramm Radieschen gerade einmal 16 Kilokalorien enthalten sind, ist das Gemüse ein wahrer Schlankmacher. Die weiteren Nährwerte, gemessen an 100 Gramm Radieschen, hier im Überblick:

  • Kohlenhydrate: 2 Gramm
  • Ballaststoffe: 2 Gramm
  • Eiweiß: 1 Gramm
  • Fett: 0,1 Gramm

Nun sollen die Vitamine, welche in 100 Gramm Radieschen enthalten sind, näher betrachtet werden:

  • Vitamin C = 29.000 µg
  • Vitamin B3 = 250 µg
  • Vitamin B5 = 180 µg
  • Vitamin B6 = 60 µg
  • Vitamin B1 = 33 µg
  • Vitamin B2 = 30 µg
  • Folsäure = 24 µg
  • Vitamin E = 10 µg
  • Vitamin A = 4 µg
  • Biotin = 1 µg

Nicht vergessen werden darf der Anteil an verschiedenen Mineralstoffen:

Mineralstoff Gehalt pro 100 Gramm
Kalium 239 mg
Kalzium 25 mg
Natrium 22 mg
Phosphor 17 mg
Magnesium 9 mg

Wie gesund sind Radieschen?

Radieschen werden zu den Kreuzblütengewächsen gezählt und besitzen eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften. Diese beziehen sich primär auf die folgende Bereiche:

❍ Krebs-Prävention:

Als Kreuzblütengewächs sind Radieschen mit Kresse, Senf oder Brokkoli eng verwandt. Kreuzblütler besitzen einen hohen Anteil an Glucosinolaten, welchen eine krebspräventive Wirkung zugeschrieben wird. Die Forschungen diesbezüglich sind noch nicht abgeschlossen. Es könnte jedoch einen engen Zusammenhang mit der entgiftenden Wirkung auf den Körper bestehen. Dadurch werden auch verschiedene Stoffe, die Krebs verursachen können, aus dem Körper geleitet und damit entwickeln sich weniger Tumore.

❍ Immunschutz:

Eingangs haben wir auf den hohen Vitamin-C-Anteil hingewiesen. Vitamin C ist für ein intaktes Immunsystem unerlässlich. Eine tägliche Aufnahme von 100 bis 200 Milligramm Vitamin C wird empfohlen, um sein Immunsystem gesund zu erhalten. Dies käme dem Verzehr von etwa 450 Gramm Radieschen gleich.

Da unser Essen nicht nur aus Radieschen besteht und die meisten Obst- und Gemüsesorten ebenfalls ausreichend Vitamin C enthalten, steht einer abwechslungsreichen Ernährung nichts im Wege. Radieschen können hier ihren Beitrag dazu leisten.

❍ Diabetes:

Radieschen besitzen einen niedrigen glykämischen Index. Dieser hält den Blutzuckerspiegel stabil. Wissenschaftler schreiben den in Radieschen enthaltenen Senfölen antidiabetische Eigenschaften zu. Denn Senföle können die Bildung neuer Zuckermoleküle in der Leber beeinflussen und eine Veränderung der Signalwege von Insulin innerhalb des Zellstoffwechsels bewirken.

❍ Pilzinfektionen:

Weniger bekannt ist, dass Radieschen einen Stoff mit der Bezeichnung RsAFP2 enthalten. Dieser stand im Fokus der Wissenschaft und es konnte nachgewiesen werden, dass die Substanz bei einer Infektion mit dem Pilz Candida albicans den Zelltod des Erregers auslösen kann.

Kommt es zu einer Vermehrung des weitverbreiteten Pilzes, können Hautrötungen und Infektionen der Schleimhäute die Folge sein. Wer regelmäßig Radieschen zu sich nimmt, kann das Pilzwachstum einschränken und seine Mundschleimhaut gesund halten. Auch diesbezüglich sind die Forschungen jedoch noch nicht abgeschlossen.

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